Dienstag, 7. Dezember 2010

Held Hochverräter Hundsfott

Interessante Diskussion auf Manfreds Korrektheiten. Ist der undichte Julian Assange (allein der Name schreit schon: "Schaut mich an, ich bin ein Arschloch", von der Fresse garnicht zu reden) ein Held oder ein Verbrecher? Unser Standpunkt? Weder - noch:

Ob er es juristisch "durfte" oder nicht [i.e. die vertraulichen Dokuente veröffentlichen] spielt nicht die geringste Rolle bei der moralischen Einordung. Was bewirkt denn die Veröffentlichung von diplomatischen Depeschen aus demokratischen Ländern (die nicht den geringsten Mut erfordert)? Sie informiert uns über Dinge, die wir ohnehin wissen, befriedigt den Voyeurismus und die Schadenfreude der Menschen und gefährdet unzählige Leben von Leuten, die NICHT in demokratischen Ländern leben. Es mag nicht justiziabel sein, aber es ist völlig unverantwortlich und zutiefst verkommen. Dieser Mann ist ein abstoßender creep mit Allmachtsphantasien. Wenn wir einen Amerika hassenden Anarchisten zur persona grata, ja zum Helden, erklären, zeigt DAS das Ausmaß unserer eigenen Verkommenheit, nicht der Inhalt dieser Depeschen. Und nein, "das Volk" hat NICHT das Recht, alles zu erfahren. Wofür haltet ihr euch? Dafür gibt es das System demokratischer Vertretung und die internationalen Kanäle über die Diplomatie. Und glaubt jemand, dass sich auch nur EIN EINZIGER Israel-hassender Lump durch diese Informationen eines Besseren belehren lässt?

Ist der Mann Opfer einer Verschwörung geworden? Ganz klar! Aber nicht einer der pösen Amerikaner (ich lach mich schlapp), sondern der, zweier Feministinnenschlampen. Wenn man in eines der politisch korrektesten Länder Europas reist, sollte man sich vielleicht so lange "one night stands" versagen. Hätte er sich eine professionelle Nutte geleistet, wäre ihm das nicht passiert.
Alles klar?