Habe vorhin ein Video über Generalfeldmarschall von Manstein, die Generale Heusinger und Speidel und die ersten Jahre der Bundeswehr gesehen*. Nicht das Video macht mir Probleme, es war erstaunlicherweise sehr sachlich und informativ, Probleme machen mir die Kommentare.
Liebe Deutsche, Geschichte wird IMMER und NUR von den Siegern geschrieben. Das war seit der ersten kriegerischen Auseinandersetzung und seit Beginn der Geschichtsschreibung so. (Das gleiche gilt übrigens auch für die bei Gelegenheit immer wieder unvermeidlich zitierte "Siegerjustiz".)
Selbstverständlich regt mich auch die gottverfluchte deutsche Geschichtsvergessenheit auf (es wäre denen, scheint's, lieber gewesen, wenn der Krieg anders ausgegangen wäre, schließlich sind wir in Deutschland), aber das ist es nicht einmal. Nein, WAS mich so aufregt, ist, dass jeder dieser intellektuellen Dorftrampel meint, er habe mit seiner Erkenntnis von der "Siegergeschichtsschreibung" der Welt etwas völlig Neues, vorher noch nie Dagewesenes, mitgeteilt. Diese Dunning-Kruger-Arroganz bringt mich noch um den Verstand!
Solche Beobachtungen lassen in mir die periodisch wiederkehrende nostalgische Phantasie aufkommen, dass Deutschland nach dem Krieg besser in ein Agrarland umgewandelt worden wäre oder gleich zwischen Polen und Frankreich hätte aufgeteilt werden sollen.
Wäre dann Ruhe gewesen? Ich bezweifle es.
Liebe Deutsche, lernt endlich, dass es scheiße ist, einen Krieg zu verlieren, zumal wenn man ihn angefangen hat, es wäre gut für meine Nerven. Danke!
*Auf Wunsch gebe ich gerne das Link zu dem Video weiter.