Am Mittwochabend (Ortszeit) hat in einem Café auf dem Campus der Virginia Tech ein Student eine Kommilitonin mit einem Küchenmesser geköpft. Tagsüber. Vor Zeugen. Opfer und Täter kannten sich und hatten vorher keinen Streit gehabt. Als die Polizei eintraf, fand sie am Tatort einen Täter vor, der den Kopf seines Opfers in der Hand hielt. Ich frage mich nun, wie lange der herumgesäbelt hat. Ein menschlicher Kopf lässt sich doch mit einem Küchenmesser nicht blitzschnell abtrennen, oder? Hat das Mädchen sich nicht gewehrt? Haben die Kommilitonen alle fasziniert zugeschaut? Wo bleiben all' die waffengeilen Amis, die doch, wie wir wissen, ihre Knarre aus dem Walmart immer mit sich herumtragen, wenn man sie braucht? Ladehemmung?
Januar 23, 2009
Januar 22, 2009
Entschuldige bitte, Pimpelchen!
Oder: Zusätzliche fünfzig Millionen unerwünschte Menschen
Da haben wir jahrelang gedacht, diese salbadernde Null wäre der Nadir der *kicher* neoliberalen Achse des Gähnens und dann kommt es noch schlimmer. VIEL schlimmer! Fred Viebahn, der Daniel Küblböck der Feder, informiert uns darüber, was so anliegt in Amerika und meint:
Und noch etwas in diesem Aufruf [Des “March for Life” der Abtreibungsgegner] verwundert mich: die Behauptung, seit dem Roe vs. Wade-Urteil [das in Amerika Abtreibung legalisierte] seien “die absichtliche Tötung von schätzungsweise fünfzig Millionen unschuldiger vorgeburtlicher Menschen” zu beklagen. Abgesehen davon, daß ich gerne wüßte, ob es auch schuldige vorgeburtliche Menschen gibt, möchte ich mir lieber nicht vorstellen, wie unsere Gesellschaft mit zusätzlichen fünfzig Millionen unerwünschten Menschen aussähe, von denen viele, wenn nicht die meisten in zerrütteten Verhältnissen aufgewachsen wären.Danke AchGähn, dass du, dumm, dumpf und blöd, wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, auf diesem Weg die Kategorie des "Lebensunwerten Lebens" in die deutsche Blogosphäre eingeführt hast!
Aber damit nicht genug:
Eigentlich sollten diese selbsternannten Rettungsmannschaften ungeborenen Lebens, jetzt wo sie schon ein soziales Gewissen in Sachen Gesundheitsvorsorge entwickelt haben, noch einen logischen Schritt weitergehen und sich für die Anerkennung homosexueller Ehen engagieren; denn dabei gibt es garantiert keine Abtreibungen. Und wenn sich diese Lebensrechtler bei ihren reaktionären Politikerfreunden auch noch für die in vielen Bundesstaaten erschwerte oder unmögliche Kinderadoption durch schwule Paare einsetzten, ergäben sich ganz neue Möglichkeiten, unerwünschten Kindern statt vorgeburtlicher Abtreibung nachgeburtlich eine liebevolle Familie zu bieten.Einmal abgesehen davon, dass es meines Wissens keine höhere Autorität gibt, die "Rettungsmannschaften ungeborenen Lebens" offiziell "ernennen" würde... Liebevolle Familie?
Etwa so?
Mutti...
...und Vati!Kein gutes Argument für die homosexuelle Familie, oder? Bis jetzt warte ich immer noch auf die netten, seriösen, gutbürgerlichen, konservativen, monogam und unauffällig zusammenlebenden Homosexuellen, die doch jeder von uns kennt -- und die sich auch gegen so etwas aussprechen. Ich werde dabei allerdings nicht den Atem anhalten.
Vielleicht sollte Freddy doch mit dem Begriff "naive Arroganz" etwas *forsichtiger* umgehen und uns als selbsternannter Familienpolitiker mit seinen menschenfeindlichen Gesellschaftsentwürfen verschonen. Dass er es - ohne Zweifel und wie so viele Dummbeutel - "gut meint", macht alles nur noch schlimmer.
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The_Editrix
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Januar 22, 2009
Labels: Abgrundtief verkommen, Familienwerte, Gähnachse, Lieblingsautoren: Fred Viebahn, Lieblingsautoren: Pimpelchen, Peinlichkeiten, Sprachlose und andere Untalente
Verzeihung, Sarah Palin!
Da es sonst niemand tun wird tu ich es. Ich entschuldige mich bei Sarah Palin. Kann sich noch jemand an Sarah Palin erinnern? Der Frau, der man vorwirft, Tiere und nicht ihr ungeborenes Kind getötet zu haben? Ich entschuldige mich für die unfaire, dreckige, menschenverachtende Berichterstattung in den deutschen Medien über sie. Warum gerade jetzt? Weil grade jetzt offensichtlich geworden ist, dass die Ausgaben für Palins Garderobe zumindest ihrem Zweck gedient haben, die Frau besser aussehen zu lassen.
Michelle Obamas Garderobe dagegen, die sicher auch nicht umsonst... na, sagen wir besser: "nicht billig" war, beweist, das auch eine Frau mit einer Figur nahe der eines Models wirklich, wirklich ins Klo langen kann, bei der Wahl ihrer Outfits.

Das kotzegelbe Ensemble samt spinatgrünen (Der mit dem "Blubb"!) dicken Lederhandschuhen für die Vereidigung ihres Mannes sah aus, als ob eine Tagesdecke von Ikea dafür geschlachtet worden wäre (und wer weiß, vielleicht WURDE eine Tagesdecke von Ikea dafür geschlachtet) und das Abendkleid wie das Brautkleid einer alten Fummeltrine.

Das ist deswegen nicht besonders verwunderlich, weil der Designer des Kleides, Jason Wu, sonst in der Tat Garderobe für ... Fummeltrinen schneidert. (Danke Atlas Shrugs!)

Alles, um nur nicht Establishment zu sein, eh? Aber wir wussten ja, dass den Amerikanern eine ganz neue Interpretation des höchsten Amtes bevorsteht, und recht geschieht es ihnen!
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The_Editrix
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Januar 22, 2009
Labels: Allgemeinverprollung, Etiketteecke, Falsche Fuffziger, Neid, Rassismus
Januar 21, 2009
Definition eines Massakers
Ein Massaker ist eine bewaffnete Auseinandersetzung, die Juden gewinnen.
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The_Editrix
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Januar 21, 2009
Januar 19, 2009
Januar 17, 2009
Schuldig am Leben und Jude zu sein

In Deutschland wird auf den Straßen und in den Medien gegen den Krieg im Gazastreifen protestiert, ein Konflikt einer Größenordnung, der, wäre nicht der Über-Jude Israel beteiligt, allenfalls im Feuilleton enden würde. Die Putzens, Marxens und Kühntopps der Qualitätsmedien erleben einen Dauerorgasmus, während die Straße sogar noch offener ihre antisemitischen - Verzeihung: antizionistischen - Ressentiments raushängen darf, ohne dabei fürchten zu müssen, von der Polizei gestört zu werden, von den üblichen Internet-Schmierlappen wie Erhard Arendt oder Jochen Hoff (keine Links, bitte googeln!) nicht zu reden. Die Polizei tut alles, um zu "deeskalieren", d.h. in vorauseilendem Gehorsam den tapferen Friedensbewegten alles aus dem Weg zu räumen, was diese ärgern könnte (z.B. eine Fahne Israels) denn sie könnten ja sonst böse werden. Alex Feuerherdt schreibt in der Jungle World:
Auf die Idee, den Terror der Hamas gegen Israel und die Demonstrationen ihrer Anhänger in Deutschland und Europa als antisemitisch zu bezeichnen, kommt dagegen niemand. Im Gegenteil beteiligen sich Linke und Friedensbewegte vielfach auch noch an den wohl größten judenfeindlichen Aufmärschen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, und nicht einmal hinterher kommt ihnen ein Wort der Distanzierung über die Lippen. Zwar betont man bisweilen so routiniert wie großzügig, der jüdische Staat habe ein »Existenzrecht«. Wenn er dieses aber – wie im Gaza-Streifen – auch militärisch verteidigt, handelt er sich mindestens den Vorwurf der »Unverhältnismäßigkeit« ein, wenn nicht gleich von »Massakern« oder einem »Völkermord« die Rede ist. Die muslimischen und palästinensischen Demonstranten hingegen, die zu Holocaust-Vergleichen greifen und Israel nichts als Tod und Verderben wünschen, können nicht nur mit Verständnis rechnen, sie erfahren auch noch Unterstützung durch ihre deutschen Bündnispartner.Also wie war das denn nochmal mit dem pösen Israel? Dieser Moloch im Nahen Osten, der kleine Kinder frisst und die armen Araber aus ihrer angestammten Heimat vertreibt. Hier noch einmal holzschnittartig einige Eckdaten:
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The_Editrix
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Januar 17, 2009
Labels: "Es" denkt mal wieder, Des Teufels Hofschranzen, Israel
Januar 15, 2009
Pimpelchens Projektionen
Ach wenn doch diese urdeutsche Faszination mit dem "Führer" nicht wäre! Das Pimpelchen müllt einmal wieder zahllose Bits und Bytes von einwandfreiem Cyberspace zu und teilt uns gnadenlos - es kann nicht anders - mit, was es mit ihm gemeinsam hat:
Die Neigung zu Shakespeare und Cervantes möchte man eigentlich nicht mit A. H. teilen. Die Gesammelten Werke von Karl May mag er haben, bitteschön – aber musste dieser Mann ausgerechnet "Gullivers Reisen" loben?
Wir legen das unter "Informationen, die wir nie haben wollten" ab und stellen gleichzeitig fest, dass dieser eitle, salbadernde Hohlkopf jeden (aber auch JEDEN!) Anlass wahrnimmt, zu zeigen, wie toll er ist. WOW! Er liebt Shakespeare! WOW! Und sogar solche Exoten wie Swift und Cervantes! WOW! Vielleicht hat er sie sogar gelesen. WOW! Er mag Karl May nicht! WOW! ER ER ER hat Geschmack! WOW! TOLL TOLL TOLL TOLL !!!Und:
In seinem Innersten war dieser Mann so leer wie ein Aktenschrank, in dem man nur noch ein paar Staubmäuse erhascht... Er war eine Null, die gern las.Ach wer hätte das gedacht! Und dazu noch der Projektions-Spiegel unseres Pimpelches.
Nur eine Null, die gern liest und die diesem kranken Faszinosum erlegen ist (oder wer es nötig hat, einige Dutzend Zeilen zu verscheuern), wird sich dafür interessieren, was Adolf gerne las.
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The_Editrix
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Januar 15, 2009
Labels: Der geliebte Führer, Heiße Luft, Lieblingsautoren: Pimpelchen, Sprachlose und andere Untalente
Wenn die Gesinnung stimmt, stören Tatsachen nur
Vor genau einem Monat berichteten wir über den Passauer Anschlag auf den lokalen Polizeichef. Innerhalb von Minuten war klar, dass der Täter in "rechtsextremen" Kreisen zu suchen war. Schock, Betroffenheit, Trauer, Wut, "Kampf gegen Rechts", "Flagge zeigen", "nie wieder", Lichterketten, Mahnwachen, es wurde mindestens zum hundertsiebzehntausendsten Mal "erwogen" die NPD zu verbieten (Wetten wir?), und die SOKO war so überwältigt von Ehrfurcht, dass sie das Einmaleins der Polizeiarbeit glatt vergaß und in der Familie des Opfers garnicht erst ermittelte.
Nun stellt sich heraus, dass der Mann vermutlich jemanden aus seinem persönlichen Umfeld geschützt hat und alles erstunken und erlogen war. Aber was soll's. Es ist inzwischen gesellschaftlicher Mehrheitskonsens, gegen Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit, den Medien - und nun bei der Polizei - auch dort mutig und entschlossen ins Feld zu ziehen, wo er garnichts angerichtet hat. Damit ist nun die Presse der Pflicht der Aufklärung von Sachverhalten, der Bürger des Nachdenkens und die Polizei ihrer Ermittlungspflicht enthoben. Wenn die Gesinnung stimmt, stören Tatsachen nur, und wen scheren schon die verfassungsmäßigen Rechte einiger Rechtsextremer (oder auch nur vermeintlich Rechtsextremer).
Schon vor vielen Jahren hatte der stellvertretende "Bild"-Chefredakteur Karl Günther Barth über die den Fall des kleinen Buben, der im sächsischen Sebnitz angeblich von "Rechtsradikalen" ertränkt worden war, was die Nation in einen orgiastischen Krampf von Gutmenschentum hatte verfallen lassen (bis sich herausstellte, dass das Kind seiner Herzkrankheit erlegen war), gesagt, dass er "ein Politikum und damit juristisch nicht mehr zu bewältigen" sei. Wenn der Gutmensch in voller Fahrt ist, darf auch "Bild" gerne auf seiner Seite sein.
Woanders, an der Fachhochschule Erfurt, bekommt man neuerdings für ehrenamtliches Engagement "gegen Rechts" das, was man zu unserer Zeit Scheine nannte. Naja, die haben ihn dort ja 40 Jahre genießen dürfen, den Rechtextremismus, und wissen daher nun, wo Schwerpunkte zu setzen sind.
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The_Editrix
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Januar 15, 2009
Labels: Ach wer hätte das gedacht, Anarcho-Tyrannei, Peinlichkeiten, Pfründe und Ruheposten