April 07, 2026

Geht kacken!

Habe vorhin ein Video über Generalfeldmarschall von Manstein, die Generale Heusinger und Speidel und die ersten Jahre der Bundeswehr gesehen*. Nicht das Video macht mir Probleme, es war erstaunlicherweise sehr sachlich und informativ, Probleme machen mir die Kommentare.

Liebe Deutsche, Geschichte wird IMMER und NUR von den Siegern geschrieben. Das war seit der ersten kriegerischen Auseinandersetzung und seit Beginn der Geschichtsschreibung so. (Das gleiche gilt übrigens auch für die bei Gelegenheit immer wieder unvermeidlich zitierte "Siegerjustiz".)

Selbstverständlich regt mich auch die gottverfluchte deutsche Geschichtsvergessenheit auf (es wäre denen, scheint's, lieber gewesen, wenn der Krieg anders ausgegangen wäre, schließlich sind wir in Deutschland), aber das ist es nicht einmal. Nein, WAS mich so aufregt, ist, dass jeder dieser intellektuellen Dorftrampel meint, er habe mit seiner Erkenntnis von der "Siegergeschichtsschreibung" der Welt etwas völlig Neues, vorher noch nie Dagewesenes, mitgeteilt. Diese Dunning-Kruger-Arroganz bringt mich noch um den Verstand!

Solche Beobachtungen lassen in mir die periodisch wiederkehrende nostalgische Phantasie aufkommen, dass Deutschland nach dem Krieg besser in ein Agrarland umgewandelt worden wäre oder gleich zwischen Polen und Frankreich hätte aufgeteilt werden sollen.

Wäre dann Ruhe gewesen? Ich bezweifle es.

Liebe Deutsche, lernt endlich, dass es scheiße ist, einen Krieg zu verlieren, zumal wenn man ihn angefangen hat, es wäre gut für meine Nerven. Danke!

*Auf Wunsch gebe ich gerne das Link zu dem Video weiter. 

März 31, 2018

Wolfgang Schäubles Definitionen

Wolfgang Schäuble hat 'mal wieder Exkrement gelabert ist 'mal wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen.

Man regt sich auf.

In der Debatte über eine Integration der hunderttausenden muslimischen Migranten hierzulande betont Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dass der Islam inzwischen ein Teil Deutschlands sei.
"Wir können nicht den Gang der Geschichte aufhalten. Alle müssen sich damit auseinandersetzen, dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Und:
Auf die Nachfrage, ob auch Muslime zu Deutschland gehörten, die ihre Religion über das Grundgesetz stellten, antwortete Schäuble, Menschen ganz unterschiedlicher Religionszugehörigkeit akzeptierten die Regeln dieses Landes nicht. "Deswegen haben wir übrigens die Polizei, die Justiz und sogar Gefängnisse." Aber "natürlich" gehörten auch die Rechtsbrecher und die Gefängnisinsassen zu Deutschland.
(Quelle: FOCUS.)

WIE lange vertrete ich schon, dass man Leute, die "natürlich" sagen, wenn es "selbstverständlich" heißen muss, nicht ernstnehmen sollte?

Na? NA?

Aber ernsthaft: da wundert Ihr Euch HEUTE, liebe Leute, die Ihr jetzt, wo Euch der Hintern mit Grundeis geht und es zu spät ist, ganz toll islamkritisch daherkommt, unter Euch auch so manche als "Islamkritiker" hochgeschätzte Prommis, die vor 10 Jahren noch ganz anders geredet haben, DARÜBER?

Das dort unten ist 10 Jahre alt, und ich muss immer (aber auch IMMER) wieder einsehen, dass ich fast 18 Jahre lang für den Arsch geschrieben habe. Und das macht wütend.
Mit Mutti Schäuble zur Wahrheitsfindung

Unser Innenminister Schäuble hat der FAZ ein Interview gegeben, dass so grottentief, undurchdringlich und beinhart dumm ist, dass es dem Wort "dumm" eine neue Dimension verleiht.
Frage: Herr Minister, haben Sie sich den Film „Fitna“ des niederländischen Abgeordneten Wilders angesehen?

Schäuble: Nein. Nach dem, was ich darüber gelesen habe, handelt es sich um ein Machwerk.
Was immer das ist, und so schwadroniert der Innenminister eines aufgeklärten westlichen Landes dann lustig weiter über einen Film, den er nicht gesehen hat, von dem er aber glaubt, dass er nicht nett sei. Wundert's wen, dass der Islam eine vertraute Saite in ihm anschlägt?
Was dieser Herr in den Niederlanden macht, ist mir ziemlich unsympathisch. Sein Machwerk ist in nichts besser als die Machwerke der Drahtzieher des islamistischen Netzwerks gegen die westliche Welt. Ich habe mir schon vor Jahren antisemitische Internetproduktionen angesehen, die über das Terrornetzwerk verbreitet worden sind. In Deutschland haben wir eine lange Geschichte mit antisemitischen Schweinereien, das ist dasselbe Niveau und gleichermaßen verachtenswert.
Und uuuups... da haben wir's! Die Muslime sind die Juden von heute. Haben wir's nicht immer schon gewusst? Willkommen am äußersten Linken Rand, Herr Innenminister.
Das ist eine der Rahmenbedingungen unseres Lebens im einundzwanzigsten Jahrhundert. Die Muslime, die in der modernen Welt leben, müssen in Gottes Namen mit der modernen Welt zu Rande kommen. Sie nutzen sie ja auch. Viele, die die moderne westliche Welt bekämpfen wollen, nutzen sie. Der Islam hat noch einen weiteren Weg in die moderne Welt zurückzulegen als das Christentum, das seine Geschichte in Europa schon ein Stück weit hinter sich gebracht hat. Man kann ja auch aus Erfahrung klüger werden.
Man kann, Herr Schäuble, man kann, aber man MUSS nicht, wie ja Ihre eigene Aussage
Viele, die die moderne westliche Welt bekämpfen wollen, nutzen sie
bestätigt, aber das war sicher nur ein Versprecher.

Absolut bizarr wird Schäubles Milchmädchenlogik jedoch, wenn er den Bürgermeister eines französischen Dorfes zititert:
Er sagte: „Weißt du, ich kenne die Leute, das Dorf hat achthundert Einwohner, und ich habe sie gefragt: Warum wählt ihr den Le Pen? Die Antwort heißt: wegen der Ausländer. Wir haben keine in unserem Dorf.“
Diese zwanzig Jahre alte Aussage irgendwelcher französischer Dörfler über "Ausländer" soll nach Schäubles Konzept aus dem Irrenhaus offenbar die wohlbegründeten Ängste der Deutschen vor einer Islamisierung desavouieren. Wolfgang Schäuble hat Wilders' Film nicht gesehen, den Koran hat er nicht gelesen, das Volk, von dem Schaden abzuwenden er angetreten ist, ist ihm wurscht.
Manchmal erzähle ich auch von mir. Ich komme aus einer Kleinstadt, aus Homberg im Schwarzwald. Meine Eltern haben eines Tages erlebt, dass in ihrer Nachbarschaft in Betriebswohnungen eines der größeren Betriebe in dieser Kleinstadt türkische Mitbürger eingezogen sind. Meine Mutter schwäbischer Abstammung zeigte zuerst auch so eine Abwehrhaltung, doch als die Leute da ein paar Tage gewohnt hatten, hat sie mir am Telefon gesagt: Du glaubst gar nicht, was für nette Leute das sind! Nähe, Kommunikation wirkt Vorurteilen entgegen.
Mutti Schäubles - schätzungsweise - 40 Jahre alte Erfahrung mag überholt erscheinen, richtig ist allerdings der Schluss, den ihr Sohn nun daraus zieht, wenn er es auch ganz sicher anders gemeint hat. Kommunikation wirkt tatsächlich Vorurteilen entgegen. Wir empfehlen dem Herrn Innenminister eine Wohnung in einem der weniger guten Viertel einer Stadt im Ruhrgebiet anzumieten und dort auch zu leben, einige Monate sind völlig ausreichend.

DIE Kommunikation wird seinen Vorurteilen entgegenwirken!

Was lehrt uns dieses unterträgliche Geschwafel? Es lehrt uns, dass es bei den Deutschen zwei tiefsitzende, Triebe gibt: Erstens den, der Welt zu beweisen, dass wir keine Nazis mehr sind und zweitens den, die große patriotische Tat des Holocaust zu vollenden, wovon die Amis uns gemeinerweise abgehalten haben, wewegen wir sie auch nicht leiden mögen. Indem man die Islamisierung vorantreibt, kann man beides miteinander verbinden. Das, und das alleine, ist der Grund dafür, dass die Islamisierung hier so weit und so lange unwidersprochen fortschreiten konnte, gedeckt von den Schäubles dieser Republik und auch und vor allem dafür, dass die zaghaften Abwehrreaktionan sich Nazivergleiche gefallen lassen müssen.

Und so etwas soll uns erst einmal jemand bitteschön nachmachen.

Und das Schlimmste: Das ist derjenige Schäuble, der die Schreckschraube aller linken Gutmenschen ist.



Gudrun Eussner ergänzt (man möge mir verzeihen, aber das Interview ist wirklich derart full of shit, dass ein normales Gehirn nicht alles gleich aufnehmen kann):

Nett ist es auch, wie er das deutsche Projekt der Judenvernichtung bezeichnet:
In Deutschland haben wir eine lange Geschichte mit antisemitischen Schweinereien ...
Was er von der im Grundgesetz verbrieften Meinungsfreiheit hält, äußert er hier:
... aber es gehört zu unserer demokratischen Ordnung dazu, dass man das darf, solange man es nicht verbieten kann.
Er definiert die Meinungsfreiheit nicht als positiven Wert, sondern als Abwesenheit einer Verbotsmöglichkeit.

März 02, 2010

tick ticke tack ticke tick

Meines Großvaters Uhr
hängt da draussen im Flur
und macht tick ticke tack ticke tick ...


Jörg Lau, Schwiegerenkel eines Teheraner Polizeipräsidenten und eines Schwelmer Uhrmachers, der noch nie einen Islamisten getroffen hat, den er nicht mochte, repariert in seinem Blog wieder einmal Uhren. Heute zitiert er unter der Überschrift 'Schluss mit dem islamischen Opferdiskurs' einen Artikel des Klemens Ludwig in der taz [sic!], dem er "nichts hinzuzufügen" hat. Was sagt uns Ludwig? Unter anderem das:

Dezember 29, 2009

An der Y-Front nichts Neues

Die Armut lässt sie es tun!

September 10, 2009

In der DDR war DOCH nicht alles schlecht

Die traurige Farce um den Untoten auf dem Thüringischen Ministerpräsidentensessel zeigt, dass tatsächlich nicht alles schlecht war in der DDR, allerdings anders, als die Kalten Kriegsgewinnler es uns weismachen wollen. Was es ist? Es ist die Tatsache, dass man im Arbeiter- und Bauernparadies nur wenig Zeit für Aufmerksamkeitshurerei und Paradiesvogelgeschnatter hatte und dass es gradezu positiv auffällt, dass Frauen in politischen Positionen dort auch heute noch brav weiße Blusen und schwarze Kostüme tragen, wie es sich für Frauen, die ernstgenommen werden wollen, gehört.

Es darf auch gerne etwas Farbiges sein, solange der Brustansatz nicht sichtbar ist und das Lächeln nicht die Grenze zum unerträglich Dümmlichen überschreitet.

Und wie nennt die hirngeschissene Schmockbrigade Frauen, die mal so grade ihre Arbeit machen?

"Starke Frauen"!

Wir wollen es mal als Zeichen ihres Überwältigtseins durch ein so seltenes Ereignis nehmen.

Mai 16, 2009

Na wenn das nicht perfekte Integration ist!

Navid Kermani, er kann nicht anders, verweist in der NZZ in guter Muslimtradition die anderen Religionen aus ganz großer Höhe auf die alleruntersten Plätze.

Das Gute daran ist, dass die eitle Salbaderei dieses "gemäßigten Muslims" alles Geseire von "Dialog", und nebenbei auch noch den Begriff "gemäßigter Muslim", als das entlarvt, was es ist. Das Schlechte daran ist, dass die dummen Deutschen offenbar immer noch, wie bisher, jeden Dreck begeistert fressen, wenn er nur als "Tiefsinn" rüberkommt.

Und während die anderen Qualitätsmedien, irgendwie erwartungsgemäß, es nur nicht gut finden, dass Kardinal Lehmann katholisch ist, wird es dem Pimpelchen, der Kermani gerne zugeklappt mit sich herumträgt, wieder einmal ganz kannibalisch wohl, weil er sich an einer seiner Lieblings-Wichsvorlagen abarbeiten kann.

Dezember 03, 2007

Alles wieder gut

Als eine der wenigen Medien in einem Meer von "Die-Frau-hat-es-doch-nicht-so-gemeint Islam-Apologeten, sagt der Berliner Kurier, unter dem Titel "Muslim-Mob fordert: Tötet die Christin! - Blinder Hass auf eine Lehrerin", wie es ist:

Khartum - Sie wetzen ihre Messer, schwingen Säbel und Äxte. Ein furchterregender Mob, der den Kopf einer Frau fordert: „Tod der Christin!“ So viel Hass in den Augen der Menschen in den Straßen von Khartum. Und das alles wegen eines Teddys namens Mohammed.

Die englische Lehrerin Gillian Gibbons (54), die irgendwo im Sudan hinter Gittern sitzt, setzt den Rachegelüsten ihre friedliche Botschaft entgegen: Toleranz. „Ich will keinen Groll gegen muslimische Menschen, John“, gibt sie ihrem Sohn per Telefon aus dem Gefängnis mit auf den Weg. Sie wurde aus dem Frauenknast an einen unbekannten Ort verlegt. Zum Schutz vor den Lynchwütigen, denen selbst Peitschenhiebe nicht genügt hätten. „Keine Toleranz: Hinrichtung“, skandierten Tausende vor dem Präsidentenpalast.

Sie verbrannten Bilder der Engländerin: „Tötet sie, tötet sie!“ Polizisten schauten dem Spuk untätig zu. Die Regierung nennt sie „Hitzköpfe“.
Und die deutschen Medien nennen sie in selten schöner Einhelligkeit "Demonstranten".

Und wenn die Frau dann, was abzusehen ist, "begnadigt" wird, ist alles wieder gut.

November 29, 2007

Gnade vor Recht

Nach dem Urteil gegen die englische Lehrerin Gillian Gibbons von 15 Tagen Haft sind eigentlich alle froh, dass das Gericht in Khartoum Gnade vor Recht (ja wirklich!) walten ließ, und diese innige Freude konnte auch nicht die Tatsache stören, dass zahlreiche Anhänger der Religion des Friedens in Protest gegen das Urteil randalierten und derart eindinglich die eine oder andere im Rahmen der kulturellen Unterschiede zu verstehende Todesart für die Frevlerin gegen den Einzig Wahren Glauben forderten, dass diese an einen unbekannten und daher sicheren Ort verbracht werden musste. Eines dieser vermeidbaren interkulturellen Missverständnisse, an denen immer der Westen Schuld ist.

November 27, 2007

Ein verständisvolles Herz und erneuerte Harmonie von Ost und West

Wenn man "Google News" für den vergangenen Tag untersucht und als Suchkriterien "innocent mistake" eingibt, erzielt man 254 Treffer. Sie beziehen sich alle (oder fast alle) auf die 54-jährige englische Grundschullehrerin Gillian Gibbons, der im Sudan nach mehrtägigem Verhör nun entweder die Auspeitschung oder, wenn sie Glück hat, eine mehrmonatige Gefängnisstrafe droht, weil sie es zugelassen hat, dass die Zwergerl in ihrer Klasse einen Teddybär "Mohammed" genannt haben.