Donnerstag, 29. August 2019

Die Editrix entrentet sich

Update
Ich habe Facebook inzwischen verlassen. Meine  Editrix-Facebook-Fanseite bleibt erhalten, dort stelle ich die neuen Einträge aus meinen sämtlichen Blogs ein, an wichtigen Jahrestagen oder bei wichtigen Ereignissen auch alte zum Thema wegen ihres zumeist prophetischen Charakters.
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Nach zwei (nunmehr vier, das letzte Mal 30 Tage) Facebook-Sperren, habe ich beschlossen, wieder zu bloggen und meine substanzielleren und damit "sperrungsträchtigeren" Facebook-Posts auch hier einzustellen bzw. Blogeinträge auf Facebook zu verlinken, wenn technische Umstände (bessere Formatierungsmöglichkeiten im Blog) das ratsam erscheinen lassen. Einstweilen bleibt das weitgehend auf dieses Blog beschränkt, da ich auf Facebook nur selten auf Englisch veröffentliche.
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Falls sich jemand wundert: Ich bin zwar ein begnadeter Prophet, aber das Datum dieser Post ist lediglich dem Umstand geschuldet, dass man auf Blogger, anders als auf Facebook, keine Post oben "anheften" kann. Das muss man über das Datum machen.

Dienstag, 27. November 2018

Ach wer hätte DAS gedacht!

Die Qualitätsmedien gewinnen erstaunliche neue Erkenntnisse.  Sie möchten ja nicht NOCH mehr Zuseher verlieren.

Das Video wird übrigens bei der YouTube-Suche von Blogger nicht gefunden. (Zufall?) Deswegen ein Screenshot. Ist alles eh nix Neues.

Ich wiederhole mich. 20 Jahre Schreiben - hier und hier und hier - für den Arsch.

Lasse doof sterben.



Sensationelle neue Erkenntnis

Jetzt, wo es zu spät ist, kommen sogar die Qualitätsmedien darauf. Sie möchten ja weiter gelesen werden.

Diesen Pakt haben sie doch schon lange. Hier nur ein Beispiel, ein Blogeintrag von Juni 2006.

Wenn man auf dem Blog nach "left islam" sucht, findet man über 100 Einträge zum Thema, teilweise bis zu 13 Jahre und länger zurück.

Ich habe jahrelang für den Arsch geschrieben. Aber wurscht, ich habe es für mich getan.

Montag, 26. November 2018

Sollense doch doof sterben!

Auf Facebook macht man sich jetzt einen Knoten in den kollektiven Schlüpfer vor Entsetzen, weil ein deutsches Schubuch für das Kopftuch wirbt.
Hier Blogeintrag von 2010.
Mensch, macht doch Euren Dreck alleene!
Ich weiß schon, warum ich aus diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten und Naivität 'raus bin.
Ich lasse doof sterben.


Raspelzunge spricht

Biologische Vorbemerkung

Schnecken gehören zum Tierstamm der Weichtiere (Mollusca). Man unterscheidet Gehäuse- und Nacktschnecken. Der Körper von Nacktschnecken wird vom so genannten Mantel bedeckt, das vordere Drittel heißt Mantelschild und hat auf der rechten Seite das Atemloch. Zusätzlich haben sie zwei Augenfühler, zwei Taster, eine Mundöffnung an der Sohlenseite des Kopfes, eine Raspelzunge und rechts hinter dem Kopf eine Geschlechtsöffnung. Der Fuß besteht aus Quermuskeln und dient zur Fortbewegung. Hier befindet sich auch die Schleimdrüse. Der Schleim besteht zu 98 % aus Wasser und ist eine Kriechhilfe, Schnecken kriechen also auf einer Schleimspur.
Schnecken sind Zwitter, das heißt sie sind strikt und erfreulich genderneutral. Sie müssen bei der Befruchtung aber trotzdem zu zweit sein, doch beide Schnecken legen hinterher Eier.

Nacktschnecken fressen gerne Exkremente, eine Vorliebe, die sie mit Schmeißfliegen teilen. Dann sind sie full of shit, und manchmal findet man sie auch bei nachgeordneten Behörden der Bundesministerien.

Hauptsache

Wenn man erst einmal zu graben anfängt und auf Gold stößt, ist das Glück meist schnell vorbei. Stößt man jedoch auf Dreck, kann man sicher sein, dass da noch mehr ist. Was hat mich eigentlich an der Sache mit der genderneutralen Entität bei der Bundeszentrale für politische Bildung am meisten geärgert? Ich denke, wie sie aus ganz großer Höhe nach Gutsherren_innenart gefordert hat, dass der vom Unrechtsstaat DDR sanktionierte Mord an ungeborenen Kindern pronto auch hier eingeführt werden sollte. Niemand ist jedoch nur in einer Hinsicht ein_e Lump_esse. Schauen wir doch mal auf die von der Bundeszentrale herausgegebene Seite Eurotopics, die ganz doll ausgewogen über den Nahost-Konflikt berichtet: Hier spaßeshalber 'mal ein Auszug vom 28. September 2010 mit den internationalen Schlagzeilen:
- Israels Siedlungspolitik gefährdet Friedensprozess
- Israels neuer Siedlungsbau begräbt Frieden
- Kaum Hoffnung für Nahost-Gespräche
- Uno-Kommission bewertet Israels Angriff auf Gaza-Konvoi
- Obama schwach gegenüber Israel
- Israel riskiert seine Glaubwürdigkeit
- Israel manövriert sich ins Abseits
- Verantwortungslos und stur
- Siedlungsfrage entscheidend für Nahost-Konflikt
- Netanjahu setzt Frieden aufs Spiel
- Gegen eigene Interessen
Ja das steht da wirklich so. Nix hinzugefügt, nix weggelassen. Raspelzunge spricht, Schleimdrüse im overdrive.

Aber auch das ist nicht wirklich neu, bereits 2006 berichtete Lizas Welt über die Bundesanstalt:
Unlängst baute etwa die Bundeszentrale für politische Bildung einen „Antifaschismus Vergnügungspark“ mit „Attraktionen wie Menschenschauen, Lachgaskammer, Galgenringelspiel, Dekonzentrationslager oder Aschenputteldusche“ auf und ließ dem Judenmörderfilm Paradise Now ein Begleitheft angedeihen, das Schülern den pädagogischen Wert dieses Streifens näher bringen sollte.
Und bei der gruseligen Gestalt des Ludwig Watzal im Sold eben dieser Organisation war es wohl eher das Gewicht der dicken Berta des Feuilletons in der medialen Waagschale, das dann doch einer Versetzung des Nahostexperten führte, als bessere Einsicht.

Q.E.D.

Worüber regen wir uns sonst noch gerne auf? Richtig! Über die Islamisierung des Westens. Und auch auf diesem Gebiet ist die eifrige politische Bildungsträgerin nicht untätig, schleimspurmäßig. Dieser "Flyer" besteht zu 98 % aus Wasser und ist eine Kriechhilfe:






Ach wer hätte das gedacht!

Klartext 1. Wenn ein Popstar ein Kopftuch trägt, muss es ja supercool sein.
Klartext 2: Also war Mohammed doch kein Macho!
Klartext 3: Sogar pöse Islamisten verbieten das Kopftuch, also kann man es erlauben.
Klartext 4: Ich bin okay, du bist okay und der Islam ist eigentlich ganz doll liberal.
Klartext 5: Christen sind doch auch nicht besser.
Klartext 6: Kopftuch ist edel, schon ganz alt, gab es überall, jedenfalls toll.

Eine sechspurige Schleimspur, sozusagen.



Was an diesem "Psychotest" so mies ist, ist nicht allein die schamlose "Ich bin okay du bist okay und können wir nicht alle miteinander auskommen"-Verdummung, NOCH schlimmer ist das anbiedernd-schleimige Proll-Idiom, das man für Jugendliche offenbar für angemessen hält. "Style" ist KEIN deutsches Wort.

Interessant ist auch, dass es jenseits der Tiefverschleierung hier nur den Prekariats-Schlampenlook zu geben scheint. Man weiß schon, wen man ansprechen möchte - und wie.

Dass es auch anders geht - wen interessiert's?

Man MUSS übrigens nicht blond sein, um sich so zu kleiden.

Hier ist der Schleimklumpen in Gänze.

Für wen wird sowas gemacht? Für Jugendliche mit Migrationshintergrund? Die lachen sich doch schlapp darüber. Vielleicht sollte man einmal die umtriebige Chefredakteurin, die hauptberuflich den Deutschen den Islam erschleimtklärt, fragen, wen sie mit dieser zynischen "Ich bin okay du bist okay und wir lieben uns alle und euch alle sowieso"-Masche (Yusuf, 16: "Wir sind Aleviten, bei uns trägt keiner ein Kopftuch." Shahdat, 21: "Es kommt auf das Herz an. Das Kopftuch kommt zuletzt.") eigentlich erreichen möchte, rein schleimmäßig.

Sicher hat die BpB Schlimmeres hinter sich von der Empfehlung des Muslimgeschwisters Ibrahim El-Zayat als "Expert_in für Integrationsfragen", bis hin zu der Verherrlichung der palästinensischen Selbstmordattentäter_innen in einem Begleitheft zum dem Film "Paradise Now" (s.o.). Aber derart hinterfotzig, so völlig gewissenlos und manipulativ an die Dummheit, den schlechten Geschmack und die Unerfahrenheit junger Menschen appellierend, da muss schon eine Achatina achatina am Werke gewesen sein.

Dienstag, 11. September 2018

Rescherschie-Rescherscha-Rescherfallerallala

Update: Herr Sahm hat den Beitrag auf seiner Seite gelöscht.

Am vergangenen Freitag ist auf Audiatur, einer Publikation, die, wie der Autor, einen Ruf zu verlieren hat, ein derart grottenschlechter Artikel erschienen, dass ich ihn hier kommentieren MUSS, andernfalls würde ich Gemütsblähungen bekommen.


Ich habe diesen Kommentar dort hinterlassen, Audiatur hat ihn nicht freigeschaltet und dann die Kommentarfunktion deaktiviert. Jack Brinker hat ihn deswegen auf der Facebook-Seite von Ulrich Sahm, den ich durchaus einmal geschätzt habe, eingestellt. Es lohnt sich auch, die Kommentare dort zu lesen. Vom Altmännerhumor des Autors bis "Ich hab' zwar keine Ahnung und es geht mich auch nichts an, aber ich mag die Queen nicht" alles da. Ein wahrhaftiger Stuhlkreis Dunning-Kruger-Syndrom-Befallener.
Dieser Artikel ist eine unerträgliche Mischung aus Falschheiten, logischen Fehlschlüssen, Halbwahrheiten, Unwichtigkeiten, Allgemeinplätzen und Dingen, die eh jeder, der sich für die Geschichte des Nahen Ostens interessiert, weiß. (Den grauenerregenden Stil lasse ich weg. Was für ein Niveau!)

Aus der Tatsache, dass zwei kleine Mädchen kichernd den Hitlergruß nachmachten, schließen Sie also, dass im Königshaus "Zuneigung" für die Nazis geherrscht habe und diese nur durch den Krieg gedämpft wurde? (Übrigens hieß die Schwester der späteren Königin "Margaret", nicht "Margareth". So viel Zeit sollte bei der Recherche sein und der offensichtliche Mangel daran wirft ein Licht auf die Qualität dessen, was kommt, bzw. fehlt, z.B. dass der Prince of Wales, kurzzeitige König und spätere Duke of Windsor VON ANFANG AN ein peinlicher Klotz am Bein der Familie gewesen war, nicht nur, aber auch, wegen seiner Nazi-"Zuneigung" (was für eine Wortwahl!).

Einige faktische Korrekturen:
Der Brexit ist noch nicht vollzogen.
Über die Auslandsbesuche entscheidet nicht die Königin, sondern der Premierminister.
Das Königshaus ist zu strenger politischer Neutralität verpflichtet, die in einem Konfliktgebiet kaum einzuhalten wäre, zumal die Briten an den Ursprüngen des Konflikts nicht unbeteiligt waren, was Ihr Artikel ja auch so am Rande erwähnt.

Ich spar mir den Rest, nur das:
"Obgleich die Briten während des Zweiten Weltkriegs gegen die Deutschen kämpften und die Juden vor ihrer Vernichtung in Palästina retteten [*ähemm* was sicher der Sinn des Nordafrika-Feldzugs gewesen war], indem sie Rommels Vormarsch in Nordafrika im ägyptischen El Alamein stoppten, fielen ihnen zeitgleich jüdische Nationalisten in den Rücken. Es kam zu jüdischen Attacken auf die Briten, zur Hinrichtung britischer Soldaten als Reaktion auf die Hinrichtung jüdischer Aufständischer und schliesslich zur Sprengung des King David Hotels in Jerusalem, einem britischen Hauptquartier."
DES britischen Haupquartiers übrigens! Das war aber NICHT NETT von den bösen Juden. Wissen Sie eigentlich, was Sie hier sagen? Wenn man das schon erwähnt, sollte man auch nicht verschweigen, dass die Juden die Engländer gewarnt, und die sich nach Gutsherrenart geweigert hatten, das "King David" zu räumen, so à la "We don't take orders from Jews." Wussten Sie nicht? Das hatte ich befürchtet.

"Hinrichtungen" setzen übrigens ein nach rechtstaatlichen Grundsätzen zustande gekommenes Todesurteil voraus. Hier handelte es sich um Morde.

Sie hatten doch früher einmal einen Ruf als Journalist zu verlieren, Herr Sahm. Schämen Sie sich eigentlich nicht, für so einen völlig deklassierten Dreck Ihren Namen herzugeben?
Was ich schon immer einmal fragen wollte: Was hat der Beruf des Vaters des Herrn Sahm mit seiner journalistischen Arbeit zu tun? Wen interessiert das? Wir haben an der Uni früher immer über einschlägige Kommilitonen gewitzelt: "Beruf des Vaters: Arztsohn".

Und ist man mit fast 70 immer noch "Sohn"?

Traurig.

Sonntag, 2. September 2018

SPON entlarvt den im Laufe der Jahre geänderten Stil des Täter-Weißwaschens und gleichzeitig sich selbst

SPON widmet sich dem Tatverdächtigen des Messermordes in Chemnitz.

Tatverdächtiger aus Chemnitz Die Akte Yousif A.

Yousif A. ist wegen des tödlichen Messerangriffs von Chemnitz dringend tatverdächtig, er geriet schon zuvor mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. Verwandte und Kollegen sagen jedoch: "Er ist eine gute Person."
Von Jörg Diehl, Max Holscher und Andrew Moussa, Chemnitz

Der Barber-Shop im Chemnitzer Zentrum ist an diesem Freitagvormittag gut besucht: Kein Stuhl ist mehr frei, mehrere Männer warten auf einen Haarschnitt oder eine Rasur. Es ist nicht lange her, dass Yousif A. in dem Geschäft selbst noch Kunden bediente. Seit einigen Tagen sitzt er nun in Untersuchungshaft. Der Iraker gilt als Hauptverdächtiger des tödlichen Messerangriffs, der den gewalttätigen Ausschreitungen [Die es nicht gab.] in Chemnitz voranging.

Auch in dem Friseursalon sind die Geschehnisse der vergangenen Tage das Gesprächsthema. Mehrere Monate war der Iraker dort angestellt: Mitarbeiter und Ladenbesitzer können sich den Angriff nicht erklären. Er sei ein "netter Kerl" gewesen, "immer hilfsbereit", sagen sie. Sie sind überzeugt, dass A. und der mutmaßliche Mittäter Alaa S. aus Syrien unschuldig sind. Auch S. arbeitete in dem Barber-Shop. In den Verhören hat er Yousif A. schwer belastet.

Nach Erkenntnissen der Ermittler stach A. am Rande des Stadtfests wiederholt auf den 35-jährigen Daniel H. ein. Warum die Männer am frühen Sonntagmorgen vor knapp einer Woche aneinandergerieten, ist noch unklar. ["Aneinandergeraten" suggeriert Zweiseitigkeit, lieber SPON. Wollen wir nicht besser die Ermittlungsergebnisse abwarten?]

Schon früher geriet Yousif A. mit dem Gesetz in Konflikt: Er ist mehrfach vorbestraft wegen Körperverletzung und Drogendelikten, wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Im Februar 2016 war er nachts gegen halb vier betrunken vor einen Schneepflug und Autos gerannt. Die Staatsanwaltschaft ging nach SPIEGEL-Informationen davon aus, dass er sich bei der Aktion das Leben nehmen wollte. [Was es ja irgendwie verständlich macht.]

Merkwürdigerweise [Ach ja?] scheint Yousif A. einem Verfahren wegen Urkundenfälschung jedoch bislang entgangen zu sein, obwohl er nach SPIEGEL-Informationen in seinem Asylverfahren gefälschte Papiere vorgelegt hatte. Wie eine Untersuchung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ergab, waren zwei der von ihm vorgelegten Personaldokumente "Totalfälschungen". Darüber hatte das Bamf das sächsische Landeskriminalamt Ende Juni 2018 informiert.

"Ich habe Angst"

In seiner Anhörung gab sich Yousif A. damals ahnungslos: Er könne sich nicht erklären, warum die Dokumente falsch seien. "Sie können zur irakischen Botschaft gehen und sich bestätigen lassen, dass meine persönlichen Daten alle korrekt sind", sagte Yousif A. dem Entscheider des Bamf.

Knapp 40 Kilometer von Chemnitz entfernt lebte Yousif A. in dem Ort Annaberg-Buchholz. Hier war er gemeldet [Das musste gesagt werden], wohnte zeitweise mit anderen Personen in einer Wohnung eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses. [Ein gutbürgerliches Leben also. Wie konnten wir bisher ohne diese Information leben?] "Ich habe Angst", sagte eine 85-jährige Nachbarin. "Aber vor den Rechtsextremen." Seit der Haftbefehl gegen Yousif A. ins Internet gelangte, ist die Adresse bekannt.

Sie sei in dem Haus geboren, erzählt die 85-Jährige. "Das Haus war früher das schönste in der Straße", sagt sie und stützt sich auf ihren Gehstock. Vom alten Glanz ist nicht mehr viel übrig. [Alles Schuld der "Rechtsextremen" oder wie sollen wir diese Information auffassen?] Das Treppenhaus ist dunkel, ein Fenster an der Tür der Wohnung, in der Yousif A. lebte, ist eingeschlagen und nur notdürftig zugeklebt. Andere Nachbarn sprechen von einem Polizeieinsatz in dem Haus. Auch sie fühlen sich nicht mehr sicher.

[Eine alte Frau, die zwei Diktaturen durchlebt hat, davon eine linksextreme, fürchtet sich jetzt vor "den Rechtsextremen".  Für wie doof haltet Ihr uns, SPON? Auf Twitter würde das unter dem Hashtag #Paulanergarten laufen.]

"Eine gute Person"

Kriminell, gefährlich, unberechenbar? Verwandte von Yousif A. zeichnen ein ganz anderes Bild des Tatverdächtigen. Er sei "eine gute Person", alles andere als gewalttätig, sagte ein Cousin dem SPIEGEL. Auch er lebt in Deutschland, allerdings im Saarland. Sie hätten regelmäßig Kontakt, die Eltern des Irakers wüssten noch nichts von der Verhaftung: "Wenn die das erfahren, würden sie sterben", sagt der Mann. Yousif A. sei als ältester Sohn der sechsköpfigen Familie nach Deutschland geschickt worden, sagt der Cousin. "Um ein besseres Leben zu führen." [Und wie, lieber SPON, lässt sich das mit den Vorstrafen vereinbaren? Warum haben Sie diese Laudationes überhaupt gedruckt? Was haben die womit zu tun? Man merkt die Absicht und ist a weng verstimmt.]

Der Iraker war Ende Oktober 2015 über die Balkanroute nach Deutschland gekommen. Ursprünglich wollten die Behörden ihn nach Bulgarien zurückschicken, sie gingen davon aus, dass er dort bereits Asyl beantragt hatte. Bulgarien erklärte sich einverstanden und wollte den Iraker zurücknehmen. Doch A. tauchte wohl [Was denn nun?] unter und war für die Behörden nicht greifbar. Am 22. November 2016 schrieb ihn die Staatsanwaltschaft nach SPIEGEL-Informationen zur Aufenthaltsermittlung aus. Als die Frist zur Zurückschiebung nach Bulgarien verstrichen war, tauchte Yousif A. wieder auf. Nun war Deutschland für ihn zuständig. [Ja. Und was soll uns diese Information sagen, außer, dass Daniel Hillig ohne diese unfassbare Behördenschlamperei noch leben würde?]

Zweimal befragte ihn das Bamf. Yousif A. erzählte den Beamten, warum er angeblich aus der nordirakischen Provinz Ninive fliehen musste: Er sei dort in ein Mädchen verliebt gewesen und habe Ärger mit dessen Vater und Onkel bekommen. Diese hätten ihn verprügelt und ihn mit einem Messer verletzt.

Doch das reichte nicht, um Asyl zu erhalten. Die Darstellung sei widersprüchlich und voller Ungereimtheiten gewesen, befand das Bamf. A. habe die angeblichen Geschehnisse nur oberflächlich schildern können, was ein Indiz dafür sei, dass die Geschichte erfunden sei. [Und falls nicht - ist Zoff mit der Familie der Angebeteten überhaupt ein Fluchtgrund?] Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass A. im Irak Verfolgung drohe. Das Amt lehnte mit Datum vom 29. August 2018 den Antrag des 22-Jährigen ab - drei Tage, nachdem er in Chemnitz zugestochen haben soll.
Wird Yousif A. nun den Friedensnobelpreis verliehen bekommen, zeitgleich mit einer Seligsprechung schon zu Lebzeiten? Dem kann Daniel Hillig doch nur unglücklich ins Messer gerannt sein.

Und an diesem Punkt fiel mir ein 10 Jahre alter Blogeintrag über eine Gerichtsreportage ein, in der die umtriebige Frau Friedrichsen es auch für so etwas wie möglich hielt, dass ein Opfer dem Täter ins Messer gelaufen war. Es muss halt die Täter-Opfer-Konstellation passen. Hier handelte es sich um den Angriff eines "Deutschen afghanischer Abstammung" auf einen orthodoxen Rabbi 2008 in Frankfurt.
A. [der Täter] habe den Stich gegen Zaigarten [das Opfer] "mit einer derartigen Schnelligkeit, Professionalität und Wucht" ausgeführt, dass die 7,5 Zentimeter lange Klinge 18 Zentimeter tief in den unteren Bauchbereich des Opfers eingedrungen sei, obwohl der Rabbiner einen schweren Mantel, Hemd und Unterhemd trug. Zuvor habe der Täter sein Opfer auf Arabisch angesprochen und sodann beschimpft: "Scheißjude, ich bring dich jetzt um", was einige übereifrige Judenversteher einmal mehr denken ließ, dass es sich hier womöglich um eine Tat mit antisemitischem Hintergrund handeln könnte. Das konnte nicht unwidersprochen bleiben.
Doch dann stellte
Allah sei Dank!
sich die Sache rasch in einem ganz anderen Licht dar: Der Angeklagte spricht nicht Arabisch, er hat sich weder dem Koran zugewandt, er wurde auch nicht von Hasspredigern aufgestachelt, noch ist er von antisemitischer Gesinnung.
Nein, er hat nur spaßeshalber den Rabbi, der durch sein Outfit als Jude erkennbar war, unter Äußerung des Wortes Scheiß-Jude niedergestochen.
Er ist offenbar einer jener zahlreichen
(man sieht es gibt noch mehr von denen, was es irgendwie weniger schlimm macht)
jungen Männer, die, wenn sie sich in die Innenstadt aufmachen, vorsichtshalber ein Messer einstecken. Zur Verteidigung, versteht sich. Er gerät leicht in Händel mit jedermann, auch mit "Scheiß-Deutschen", ist einschlägig vorbestraft und, möglicherweise aus Langeweile oder Übermut, zu törichten Sprüchen und Rangeleien jederzeit bereit.
Dass die blöden Juden nun einmal kein Verständnis dafür haben, dass die nur spielen wollen! Als dieser eine von zahlreichen jungen Männern im Januar des Vorjahres in seinem Wohnhaus einen Aufzug demolierte, dem Hausmeister, der ihn blöd anquatschte (vermutlich einer dieser lästigen Rentner, die jungen Leuten mit Migrationshintergrund in Deutschland das Leben zur Hölle machen) mit einer Schreckschusspistole viermal ins Gesicht schoss, dann zwei Nachbarn mit einem Messer bedrohte und sagte, er habe bereits am Tag zuvor einen Nachbarn getötet, im Mai in einem Bus einem Fahrgast mit der Faust ins Gesicht schlug, weil dieser (ohne Zweifel ein weiterer lästiger Rentner!) ihn gebeten hatte, zur Seite zu gehen, dann den Busfahrer mit - man ahnt es - einem Messer bedrohte ("Ich stech' dich ab"), dann die Tür gewaltsam öffnete und flüchtete, wollte er ja auch nur spielen, was die Gerichte schließlich dadurch honorierten, dass sie ihn nur zu zwei Wochen Jugendarrest bzw. zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilten.

Schluss mit lustig ist nur dann, sobald sich Juden wieder einmal wichtig machen.
Nun ist Zaigarten ein Riese von Gewicht und stattlichen 1,90 Metern Größe, und A. im Vergleich zu ihm ein Hänfling. Er habe vor dem Ausflug nach Frankfurt mehrere Joints geraucht, sagte der Angeklagte, und sei "gut drauf" gewesen, daher das "Salam alaikum".

"Ich wunderte mich über die Reaktion des dunkel gekleideten Mannes", so der Angeklagte. "Er fing an zu schreien und kam auf mich zu. Dann hat er mich am Kragen gepackt und geschüttelt. Ich war ihm unterlegen. Daher zog ich das Messer. Als er mit geballten Fäusten auf mich zukam, wollte ich ihm nur drohen."

"Haben Sie das Messer aktiv auf ihn zugeführt oder lief er rein?", fragte der Vorsitzende Klaus Drescher.

"Das weiß ich bis heute nicht. Es ging so schnell", antwortete A.
Der zwanzig Jahre ältere, schwer adipöse Rabbi, den letztlich nur seine Fettschicht vor Schlimmerem bewahrte, hat dem harmlos-freundlichen Messer-Gewohnheitsträger mit einschlägigen Vorstrafen also so viel Angst eingejagt (schließlich hätte er sich ja auf ihn fallen lassen und zu Tode quetschen können), dass der sich genötigt sah, sein Messer zu ziehen, in das der Rabbi dann, wie der Richter ja auch in intuitivem Wissen um die Tatsachen suggeriert hatte, einfach hineingelaufen war.
Für die Verteidiger
(Aha! RICHTIGE Anwälte und gleich zwei dazu! Und nicht so ein schmuddeliger "Rechtsbeistand, (irgend)ein Anwalt namens...")
Bernd Kroner und Ulrich Endres ist ein solcher Geschehensablauf allenfalls ein "klassischer Rücktritt vom Versuch", wenn man denn überhaupt von einer Tötungsabsicht sprechen könne. Gefährliche Körperverletzung ja, denn der Mandant sei schließlich kein unbeschriebenes Blatt. Er werde schnell aggressiv und fuchtele auch gern mit dem Messer herum, was ihm wohl nun ein für allemal vergangen sei.
Das mit dem "fuchteln" müssen wir uns merken, wenn wir es wieder einmal mit Totschlag und gefährlicher Körperverletzung zu tun haben. Auch, dass ein Täter, nachdem er einem Opfer ein Messer mit voller Kraft in den Bauch gerammt hat, vom Versuch der Tötung zurücktreten kann, wenn er nur nicht ein zweites Mal zusticht, ist ein interessantes Argument.
Was die Glaubwürdigkeit des Rabbiners angehe, habe die Verteidigung allerdings erhebliche Zweifel.

schnapp

Nun sah der Geschädigte plötzlich nicht mehr gut aus:
...und das trotz der übermenschlichen Anstrengungen der Frau Friedrichsen, den Fall fair und sachlich zu schildern!
Sieben laufende oder bereits abgeschlossene Verfahren gegen Zaigarten wegen falscher uneidlicher Aussage und Betruges und anderer Vergehen wurden öffentlich erörtert, auch eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Mann, von dem er sich beleidigt fühlte.
Ja, das ändert natürlich die Sache. Der Rabbi hatte also eine kriminelle Vorgeschichte, was das gewalttätige Anpöbeln friedlicher, angekiffter junger deutscher Messerträger afghanischer Herkunft anbetrifft, der Angeklagte war hingegen lediglich dafür bekannt, ab und zu mal ein Bisschen mit dem Messer herumzufuchteln.
"Die Nebenklage hat der jüdischen Gemeinde in Frankfurt einen Bärendienst erwiesen", warf Verteidiger Endres dem Nebenklagevertreter vor.
Ganz klar! Am ganzen Antisemitismus sind ja ohnehin die Juden selbst schuld.
Es sei ein Kriminalfall zu verhandeln gewesen, nicht mehr und nicht weniger. Doch die Nebenklage habe "Ressentiments geweckt, die in dem Verfahren keine Rolle spielten, und in unanständiger und nicht akzeptabler Weise den Begriff Antisemitismus eingebracht".
Wie das die Juden eben so an sich haben.
Die Folge: Beifall von Teilen des Publikums, wie man ihn weder in einem Gerichtssaal noch außerhalb haben möchte; eine Demontage des Geschädigten
weil schließlich eine Messerattacke auf einen nicht vorbestraften Rabbi irgendwie viel schlimmer gewesen wäre.
Das hätte nicht sein müssen.
Sicher nicht. Hätte der Rabbi den Anstand gehabt, einfach zu sterben, hätte er uns allen den Artikel der Frau Friedrichsen erspart.
Man sieht, das Weißwaschen des Täters hat bei SPON Tradition, wenn es sich um die passende Täter-Opfer-Konstellation handelt. Hier wird allerdings der Täter (noch) nicht quasi-apotheotisch erhöht, man räumt immerhin ein, dass er nicht sehr nett sei.

Ist doch schön, wie man anhand solcher Medienabsonderungen den veränderten Zeitgeist ablesen kann.

Samstag, 28. Juli 2018

Die X-Chromosomisierung des Militärs

 Oder: Nicht vergessen, auch Männer haben eines!
 
Lesenswerter Artikel in CICERO - Das Schweigen der Generäle.
Dieses Bild krönt den Artikel. Das Posieren im bonbonrosa Affenfräckchen wäre ein Fall für Die böse Stilmutter, nicht für dieses Blog, also verkneif ich mir jeden weiteren Kommentar dazu.
Die drohende Agonie der deutschen Streitkräfte, der Personalnotstand und das materielle Desaster fallen zwar nicht völlig in die Verantwortung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, aber in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel ganz gewiss. Denn die von Merkel ernannten Verteidigungsminister hatten nicht die verteidigungspolitische und rüstungstechnische Kompetenz, eine moderne Bündnisarmee zu führen, geschweige denn Militäraffinität.

Es sei in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass die Soldaten mehr als 50 Jahre lang allen Verteidigungsministern dienten und sich mitnichten als Angehörige einer „CDU“-Armee fühlten. Die SPD-Minister Georg Leber und Helmut Schmidt genossen in der Truppe großen Rückhalt. Die Loyalität ging mit der Bereitschaft einher, das „Recht und die Freiheit tapfer zu verteidigen“ und sich ein wenig mit dem aufopfernden Kampf der Spartaner um die Thermopylen zu identifizierten: „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dort, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl.“ Den Soldaten der Bundeswehr ist die Bereitschaft, notfalls für die Gemeinschaft das eigene Leben zu lassen, schlecht gelohnt worden. Linke, Grüne, Teile der SPD und der evangelischen Kirche sonnten sich einmal mehr in einer aggressiven Hypermoral der Verweigerung.
Hetzjagd auf Gespenster

Und dann begann Anfang des 21. Jahrhunderts die große Rundumerneuerung, welche die einstmals bei den Nato-Verbündeten hoch geachtete Bundeswehr in eine kaum mehr bündnisfähige Restarmee verwandelte. Natürlich hat die Wiedervereinigung eine große Rolle bei der Umgestaltung der Bundeswehr gespielt. Aber was dann folgte, war das Verschulden dreier Verteidigungsminister, alle von Angela Merkel ernannt. In diesem Orchester überforderter Parteiführer hat Ursula von der Leyen den Soldaten das Rückgrat gebrochen mit einer Hetzjagd auf Nazigespenster und mit ihrem Ingrimm gegen alles Historische. Hinzu kam ihr völliges Unverständnis für das, was einen Soldaten ausmacht – und das sind sicherlich nicht Krabbelstuben in Kasernen.

[Schnipp]

Es lohnt sich in diesem Zusammenhang, einen Blick auf das Verhalten der Generalspitze zu werfen, die eine erhebliche Mitschuld am Desaster zu tragen hat. Die Generäle im Ministerium hatten die Kompetenz, den drohenden Zusammenbruch zu erkennen und im Sinne ihres Eides öffentlich einzutreten für eine Änderung des Fehlkurses. Und sie hätten sich erinnern müssen, dass der Eid und das Soldatengesetz Loyalität gegenüber dem deutschen Volk und den anvertrauten Untergebenen anmahnt – aber nicht zwangsläufig gegenüber einer der Partei treu ergebenen Frau ohne Erfahrung zu Fragen der Strategie, den Bedürfnissen der Truppe und dem Denken und Wesen des Soldaten.

Zu einer Kehrtwende wäre also die Haltung eines Generaloberst Ludwig Beck vonnöten gewesen, der 1938 versuchte, ein gemeinsames Vorgehen der Generalität gegen die Kriegsplanungen Hitlers zu organisieren und den geschlossenen Rücktritt der Generalität vorschlug. Zwar sind die Szenarien, damals die Vermeidung eines Angriffskrieges, heute die Wahrung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und ihr Ansehen bei den Verbündeten, nicht vergleichbar. Aber die außenpolitische Bedeutung des Verfalls der Bundeswehr, die katastrophale Rückwirkung auf die Attraktivität der Bundeswehr und damit auf die Rekrutierung des Nachwuchses und die Fürsorgepflicht für die anvertrauten Menschen hätten einen Rücktritt der hochrangigen Generale erfordert. Was eigentlich ist „Innere Führung“ noch wert, wenn sie im Inneren nicht funktioniert?

Der erbetene Abschied wäre keine Revolte gewesen, sondern nur eine Dokumentation vor den Zeitzeugen und der Geschichte, dass man die Mitverantwortung für den einzigartigen und beschämenden Abbau einer einst hoch angesehen Armee nicht mehr mitverantworten wollte. Aber nichts dergleichen geschah. Kein Generalinspekteur demissionierte, kein Inspekteur der drei Teilstreitkräfte rührte sich öffentlich, als gegen den in der Truppe hochverehrten Helmut Schmidt die damnatio memoriae exekutiert wurde. Kein hoher Vorgesetzter, der sich gegen die Schändung des Selbstbewusstseins der Truppe wehrte, sich öffentlich vor die verleumdeten Untergebenen und Mitarbeiter stellte, und zeigte, was man erwarten durfte: Mannesmut vor dem Fürstenthron. Stattdessen überließ die Generalität die Empörung dem Bundeswehrverband und pensionierten Offizieren.
Historische Vergleiche sind oft falsch und fast immer schräg, so auch dieser. Der Verfasser dieses ansonsten ungemein lesenswerten Artikels hätte, vor allem auch angesichts der historischen Unbildung und Geschichtsvergessenheit der Lebenden, nicht versäumen dürfen zu erwähnen, dass den Herren Generälen der Bundeswehr, anders als Beck et al. seinerzeit, nicht mehr gedroht hätte als eine Kürzung ihrer Pensionen. 
Generaloberst Ludwig Beck (29. Juni 1880 bis 21. Juli 1944).
Es mag Zufall sein, aber zumindest sind die physiognomischen Unterschiede zu Uschis Schranzen (und auch die der Uniformen) eine kurze Überlegung wert.
[Bundesarchiv 146-1980-033-04 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de.]
In dem CICERO-Artikel wird zu einem weiteren Artikel, ebenfalls in CICERO, verlinkt, der ebenfalls interessant ist, nicht nur, aber auch, durch etwas, das er nicht erwähnt.
Zeitgleich [mit den Vorfällen in Pfullendorf, Bad Reichenhall und Sondershausen] wurde Generalmajor Walter Spindler als Kommandeur des Ausbildungskommandos des Heeres abgesetzt. Die Absetzung ist umso schmachvoller, als seine reguläre Dienstzeit ohnehin in drei Monaten geendet hätte. Hier wurde ein verdienter General ohne Not zum Sündenbock gemacht. Die Entscheidung erinnert an die Entlassung von Generalinspekteur Schneiderhan, dem der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg 2009 Fehlinformationen in der Kundus-Affäre zur Last legte.
Apropos "schmachvoll" und "ohne Not zum Sündenbock gemacht". Bereits 1884 wurde ein General, namentlich der Vier-Sterne-General und damalige stellvertretende NATO-Oberbefehlshaber Europa, Günter Kießling, aus dem Dienst entfernt. Warum? Weil der damalige Verteidigungsminister dem Wort einer schrägen Gestalt aus dem Homosexuellenmilieu mehr traute, als dem eines Generals.

Der General wurde pro forma rehabilitiert, aber schon wenige Wochen später mit Bumm-Tschingderassassa vorzeitig verabschiedet. Zum Bumm-Tschingderassassa-Jubiläum der Bundeswehr 1985 war er als einziger Vier-Sterne-General nicht eingeladen.

Das erweckt übrigens auch Erinnerungen an einen anderen, noch früheren, Vorfall, bei dem die Entfernung eines Generals allerdings politische Ziele hatte und nicht auf dem, na sagen wir "eigenartigen" Interesse eines Verteidigungsministers beruhte. So weit ich weiß, gab es keinen politisch motivierten Grund, Kießling loswerden zu wollen. (Was übrigens seinerzeit umso mehr die Aufmerksamkeit auf die krank erscheinende Fixierung eines Verteidigungsministers auf die Sexualität eines Generals hätte lenken sollen, aber alle Beteiligten sind tot, Schwamm drüber. Er wurde NATO-Generalsekretär und Vorsitzender des Nordatlantikrats. Man hat ihm offenbar sehr vertraut.)

Doch zurück zu Uschi.

Vor fast acht Jahren schrieb ich in einem anderen Zusammenhang: "Gib einer Frau ein Amt, und sie wird darüber größenwahnsinnig werden." Das gilt für die Vorsitzende des Elternbeirats des lokalen Kindergartens bis hin zur Spitzenpolitikerin. In dem von mir ursprünglich zitierten Fall führt es nur zur Verstärkung der ubiquitären ethisch-moralischen Korruption. In diesem Fall kostet es Leben.


Damnatio Memoriae.
Das auf Uschis Anordnung hin abgehängte Bild Bild von Helmut Schmidt an der Bundeswehruniversität. Schließlich trug er - horribile dictu - Uniform.

Samstag, 31. März 2018

Wolfgang Schäubles Definitionen

Wolfgang Schäuble (ich habe vergessen, welches hohe Amt er derzeit bekleidet) hat 'mal wieder Exkrement gelabert.

Man regt sich auf.

In der Debatte über eine Integration der hunderttausenden muslimischen Migranten hierzulande betont Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dass der Islam inzwischen ein Teil Deutschlands sei.
"Wir können nicht den Gang der Geschichte aufhalten. Alle müssen sich damit auseinandersetzen, dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Und:
Auf die Nachfrage, ob auch Muslime zu Deutschland gehörten, die ihre Religion über das Grundgesetz stellten, antwortete Schäuble, Menschen ganz unterschiedlicher Religionszugehörigkeit akzeptierten die Regeln dieses Landes nicht. "Deswegen haben wir übrigens die Polizei, die Justiz und sogar Gefängnisse." Aber "natürlich" gehörten auch die Rechtsbrecher und die Gefängnisinsassen zu Deutschland.
(Quelle: FOCUS.)

WIE lange vertrete ich schon, dass man Leute, die "natürlich" sagen, wenn es "selbstverständlich" heißen muss, nicht ernstnehmen sollte?

Na? NA?

Aber ernsthaft: da wundert Ihr Euch HEUTE, liebe Leute, die Ihr jetzt, wo Euch der Hintern mit Grundeis geht und es zu spät ist, ganz toll islamkritisch daherkommt, unter Euch auch so manche als "Islamkritiker" hochgeschätzte Prommis, die vor 10 Jahren noch ganz anders geredet haben, DARÜBER?

Das dort unten ist 10 Jahre alt, und ich muss immer (aber auch IMMER) wieder einsehen, dass ich fast 18 Jahre lang für den Arsch geschrieben habe. Und das macht wütend.
Mit Mutti Schäuble zur Wahrheitsfindung

Unser Innenminister Schäuble hat der FAZ ein Interview gegeben, dass so grottentief, undurchdringlich und beinhart dumm ist, dass es dem Wort "dumm" eine neue Dimension verleiht.
Frage: Herr Minister, haben Sie sich den Film „Fitna“ des niederländischen Abgeordneten Wilders angesehen?

Schäuble: Nein. Nach dem, was ich darüber gelesen habe, handelt es sich um ein Machwerk.
Was immer das ist, und so schwadroniert der Innenminister eines aufgeklärten westlichen Landes dann lustig weiter über einen Film, den er nicht gesehen hat, von dem er aber glaubt, dass er nicht nett sei. Wundert's wen, dass der Islam eine vertraute Saite in ihm anschlägt?
Was dieser Herr in den Niederlanden macht, ist mir ziemlich unsympathisch. Sein Machwerk ist in nichts besser als die Machwerke der Drahtzieher des islamistischen Netzwerks gegen die westliche Welt. Ich habe mir schon vor Jahren antisemitische Internetproduktionen angesehen, die über das Terrornetzwerk verbreitet worden sind. In Deutschland haben wir eine lange Geschichte mit antisemitischen Schweinereien, das ist dasselbe Niveau und gleichermaßen verachtenswert.
Und uuuups... da haben wir's! Die Muslime sind die Juden von heute. Haben wir's nicht immer schon gewusst? Willkommen am äußersten Linken Rand, Herr Innenminister.
Das ist eine der Rahmenbedingungen unseres Lebens im einundzwanzigsten Jahrhundert. Die Muslime, die in der modernen Welt leben, müssen in Gottes Namen mit der modernen Welt zu Rande kommen. Sie nutzen sie ja auch. Viele, die die moderne westliche Welt bekämpfen wollen, nutzen sie. Der Islam hat noch einen weiteren Weg in die moderne Welt zurückzulegen als das Christentum, das seine Geschichte in Europa schon ein Stück weit hinter sich gebracht hat. Man kann ja auch aus Erfahrung klüger werden.
Man kann, Herr Schäuble, man kann, aber man MUSS nicht, wie ja Ihre eigene Aussage
Viele, die die moderne westliche Welt bekämpfen wollen, nutzen sie
bestätigt, aber das war sicher nur ein Versprecher.

Absolut bizarr wird Schäubles Milchmädchenlogik jedoch, wenn er den Bürgermeister eines französischen Dorfes zititert:
Er sagte: „Weißt du, ich kenne die Leute, das Dorf hat achthundert Einwohner, und ich habe sie gefragt: Warum wählt ihr den Le Pen? Die Antwort heißt: wegen der Ausländer. Wir haben keine in unserem Dorf.“
Diese zwanzig Jahre alte Aussage irgendwelcher französischer Dörfler über "Ausländer" soll nach Schäubles Konzept aus dem Irrenhaus offenbar die wohlbegründeten Ängste der Deutschen vor einer Islamisierung desavouieren. Wolfgang Schäuble hat Wilders' Film nicht gesehen, den Koran hat er nicht gelesen, das Volk, von dem Schaden abzuwenden er angetreten ist, ist ihm wurscht.
Manchmal erzähle ich auch von mir. Ich komme aus einer Kleinstadt, aus Homberg im Schwarzwald. Meine Eltern haben eines Tages erlebt, dass in ihrer Nachbarschaft in Betriebswohnungen eines der größeren Betriebe in dieser Kleinstadt türkische Mitbürger eingezogen sind. Meine Mutter schwäbischer Abstammung zeigte zuerst auch so eine Abwehrhaltung, doch als die Leute da ein paar Tage gewohnt hatten, hat sie mir am Telefon gesagt: Du glaubst gar nicht, was für nette Leute das sind! Nähe, Kommunikation wirkt Vorurteilen entgegen.
Mutti Schäubles - schätzungsweise - 40 Jahre alte Erfahrung mag überholt erscheinen, richtig ist allerdings der Schluss, den ihr Sohn nun daraus zieht, wenn er es auch ganz sicher anders gemeint hat. Kommunikation wirkt tatsächlich Vorurteilen entgegen. Wir empfehlen dem Herrn Innenminister eine Wohnung in einem der weniger guten Viertel einer Stadt im Ruhrgebiet anzumieten und dort auch zu leben, einige Monate sind völlig ausreichend.

DIE Kommunikation wird seinen Vorurteilen entgegenwirken!

Was lehrt uns dieses unterträgliche Geschwafel? Es lehrt uns, dass es bei den Deutschen zwei tiefsitzende, Triebe gibt: Erstens den, der Welt zu beweisen, dass wir keine Nazis mehr sind und zweitens den, die große patriotische Tat des Holocaust zu vollenden, wovon die Amis uns gemeinerweise abgehalten haben, wewegen wir sie auch nicht leiden mögen. Indem man die Islamisierung vorantreibt, kann man beides miteinander verbinden. Das, und das alleine, ist der Grund dafür, dass die Islamisierung hier so weit und so lange unwidersprochen fortschreiten konnte, gedeckt von den Schäubles dieser Republik und auch und vor allem dafür, dass die zaghaften Abwehrreaktionan sich Nazivergleiche gefallen lassen müssen.

Und so etwas soll uns erst einmal jemand bitteschön nachmachen.

Und das Schlimmste: Das ist derjenige Schäuble, der die Schreckschraube aller linken Gutmenschen ist.



Gudrun Eussner ergänzt (man möge mir verzeihen, aber das Interview ist wirklich derart full of shit, dass ein normales Gehirn nicht alles gleich aufnehmen kann):

Nett ist es auch, wie er das deutsche Projekt der Judenvernichtung bezeichnet:
In Deutschland haben wir eine lange Geschichte mit antisemitischen Schweinereien ...
Was er von der im Grundgesetz verbrieften Meinungsfreiheit hält, äußert er hier:
... aber es gehört zu unserer demokratischen Ordnung dazu, dass man das darf, solange man es nicht verbieten kann.
Er definiert die Meinungsfreiheit nicht als positiven Wert, sondern als Abwesenheit einer Verbotsmöglichkeit.

Sonntag, 18. Februar 2018

Über ein Menschheitsverbrechen

Sicher hat jeder, der sich in den sozialen Medien herumtreibt, von dem Selbstmord der von einem Häftling vergewaltigten Gefängnispsychologin gelesen.

Ich hoffe, ich brauche jetzt keinen "Disclaimer" voranzustellen, der besagt, wie traurig, schlimm und des Mitleids wert ich das finde. Daher zur Sache: Hat unsere Gesellschaft, und auch und vor allem die Frauen selbst, jegliches Gefühl dafür verloren, dass Frauen NICHT alles können, was Männer können? Jegliches Gefühl für die naturgegebene Notwendigkeit des Schutzes von Frauen? Frauen haben in so einem Beruf NICHTS zu suchen. Diese arme Frau ist das Opfer einer Gesellschaft, die ein solches Credo auf ihre Fahnen geschrieben hat, und auch ihrer eigenen darauf gegründeten Anmaßung, geworden.

Der Mensch ist offenbar unfähig, aus seinen Fehlern zu lernen. 1996 hatte es bereits einen ganz ähnlichen Fall gegeben. In dem Artikel von 2014 im Qualitätsmedium ZEIT feiert die Autorin (sic!) das Opfer noch als "starke Frau".

Nein, sie werden nicht lernen, weil sie nicht lernen wollen, denn dann bräche ihre Ideologie zusammen. Lieber opfern sie sich für die "gute Sache": Tatsachen können/dürfen/sollen der Wahrheit nichts anhaben!

Der Beweis für die Richtigkeit meiner Annahmen wird von den sozialem Medien selbst geliefert. NIRGENDWO, in der gesamten dort tobenden Diskussion, habe ich gesehen, dass dieser Aspekt angesprochen worden wäre. Ich werde mich selbst auch hüten, denn DEN Scheißsturm, der dann über mich hereinbräche, möchte ich nicht erleben.

Eine Freundin schreibt:

Ich gebe Dir recht, liebe Nora. Und ich befürchte, daß es Frauen wie diese Cheftherapeutin (?) sind, die solche Bedingungen fordern: Nicht ständig den Häftling mit der Polizei konfrontieren, ihm seine Würde, seine! lassen etc. Wenn es mal nicht ihre Anordnung war, daß sie nicht gestört werden wollte, und dann dachte ein Gefängniswärter vom anderen, daß der sich um die beiden kümmert. Es war eh nach Feierabend, ab 17:15 Uhr.
Und:
Vergiß bitte auch nicht, die Überheblichkeit hervorzuheben, die diese Frau gegenüber dem Mörder zeigte: Ich bin stärker als der Frauenmörder, ich zeige ihm auch meine Stärke, in dem ich mich allein mit ihm aufhalte. Sie hat es ihm gegenüber ja anschließend noch aufrecht erhalten, was ihn ein müdes Lächeln gekostet haben wird.
Sie begegnet ihm auf seinem Terrain, und da ist er besser. Ich gehe so weit zu behaupten, der hat nur deshalb ein Messer gebastelt, weil er durch sie (!) auf sein Terrain zurückgeführt wurde.
Das ist das gleiche Phänomen wie bei den Entwicklungshelfern, die ich Jahrzehnte studieren konnte, und das ist heute so in der “Willkommenskultur”. Alle diese bilden sich ein, den anderen überlegen zu sein, die benötigten ihre Hilfe. Stattdessen sind sie selbst die armen Schweine, lächerliche Figuren, die leider bei uns groß rauskommen und unsere Gesellschaft zerstören.
Hier begeben wir uns zwar (teilweise) in den Bereich der Spekulation, aber einer gut begründbaren.

Sonntag, 14. Januar 2018

Schwarzträger versus Schwanzträger

Ich habe genug von mittu und so habe ich auch die Golden-Globe-Verleihung, bei der die Hollywood-Schlampen mutigen Kämpferinnen für die Rechte der seit Menschengedenken benachteiligten Frauen mutig Schwarz trugen, um ebenso mutig wie schick ihre Empörung über den männlichen Schweinigel als solchen 'rauszulassen, so weit wie möglich ignoriert.

Zufällig bin ich aber in diesem Zusammenhang auf eine Aufzählung ebenso aufrechter und mutiger Kämpfer für die Freiheit der Kunst gestoßen, die sich zu einem erschreckenden Teil mit der der mutigen Schwarzträgerinnen und ihrer Gesinnungskanaille deckt.

Es handelt sich um die Unterzeichner einer Petition, die 2009 die Begnadigung des Sittenstrolchs Polanski, der 1977 in den USA wegen Sex mit einer 13jährigen verurteilt wurde und seitdem fein aufpassen muss, in welche Länder er reist, fordert, und um andere Unterstützer_innen des großen Filmschaffenden.

Ich habe 2009 darüber geschrieben und den Artikel soeben um mein neu erworbenes Wissen ergänzt. Es geht dort aber nicht nur um den Fall Polanski, sondern auch darum, ob sich das Alte Europa den USA ethisch-moralisch unterlegen fühlen sollte. Der Kommentarbereich ist dabei fast interessanter, als der Artikel selbst.

Hier ist er:
The Evil of Degeneracy on Both Sides of the Atlantic

At IBA I found a copied and pasted article about the odious Polanski case by one Rob Taylor who was so far unknown to me. The good thing is that I thus hadn't to give him a link, the bad one is that now I DO know who Rob Taylor is and that he irritated me enough to comment on something I'd rather preferred to ignore.

Basically, it is all about "the evil of Old Europe’s degeneracy" and while the author doubtlessly managed to show how well read he is (whatever that is worth), he failed to prove what, about Polanski's crime as well as about those who defend him, is particularly European. At the end of the day, we have just another pretentious bit of pseudo-intellectual hogwash that serves as an excuse to vent some pretty unpalatable resentments insupportable by reason. Frankly, anybody who talks so much about "degenerates" and what they are doing, gives some reasonable cause for the suspicion that he is somewhat obsessed with it and that gives me the creeps.

Not too surprisingly, this valiant degenerate-buster isn't all that accurate when it comes to facts and I think facts do count, even or maybe particularly if somebody is in the middle a full-blown self-righteous moral outrage. Polanski did NOT "rape that girl violently". If Taylor had bothered to read the notes of the victim's evidence at The Smoking Gun (but then, maybe he has and just doesn't care because it stands in the way of his own verbosity) it would have become obvious even to him that if Polanski would have raped the girl, as opposed to "statutorily raped", the court would have had him by the balls for rape and not for "statutory rape". But then, maybe the court was staffed with evil degenerates from Old Europe. As it really was, the girl maybe complied. She admitted that she had sex before, and at a previous "photo op" Polanski had made her pose topless as well, so she, sexually experienced as she was, must have had at least a whiff of what he was up to. Yet she STILL went with him again to a second "photo session". Obviously the court didn't believe her half-hearted claims of having resisted or -- again -- they would have gotten him for rape and not for statutory rape.

What to make of a mother who lets her 13-year-old daughter go on a hop with such a DOM I better don't say here and no, I am NOT defending Polanski. The fact that his victim was maybe complying (and her mother plain and simply gutter trash) does NOT make him ONE LITTLE BIT better. To make that clear once and for all: A man who has, IRRESPECTIVE OF THE CIRCUMSTANCES, sex with a girl of 13 and knows, as Polanski did, about her age, ought never to leave his prison cell again or at least not entire.

My point is, rather, to speak up for "Old Europe", not to relativize what Polanski did and I think I have a strong case. In evilly degenerate Old Europe, be it back in the Seventies or now, you'd have trouble to find a mother who would be so readily prepared to pimp her underage daughter, whereas in morally upright, clean and family-values-orientated America they just have -- I have covered the topic before -- a cult of "beauty pageants" and "children's beauty pageants" that has elevated the pimping of little girls to an art form and an industry. I don't think it's easy to make a seven-year old girl look like a 30-year old cheap hooker, but they manage.




All this, mind you, is NOT evil and degenerate and, above all, does NOT cater for pedophiles, it is just an expression of healthy, jolly-hockeysticks American family life.

You'll have, too, to go a long way, to find in evil Old Europe, chock-full of degenerates, a Photoshop-service like that, if at all:

Different from the evil, sick and degenerate Old Europeans, Americans are also refreshingly up-front when it comes to the question of what all this is about:

Sadly, it is not a bit funny and if I see Polanski's victim plus Mommy Dearest now posing together, I catch myself first rummaging for my pukebag and then asking myself whether all this is maybe very much in line with the American culture of female attention whoring:

Samantha Geimer (the victim), right, and her mother Susan Gailey arrive at the premiere of the HBO Documentary "Roman Polanski: Wanted and Desired" in New York, on Tuesday, May 6, 2008.

Fancy that: There are two women, one the victim of pedophilia, the other one the pimpette mother of same victim and here they strut, preen and simper at the premiere of a documentary as if it were about them and not about the man who had had illicit sex with one of them as a child while the other one was, practically, consenting.

All this, again, does not make Polanski even a bit better and I fail to see what Polanski's work has to do with it anyway. A pedophile is a pedophile is a pedophile. I find the argument of the "great artist" sickeningly amoral. Let's say, for argument's sake, that Polanski would have spent all the years since 1977 in prison or at least in a situation where he couldn't approach and ensnare barely pubescent girls. What would we have missed? Yeah, right. A couple of good movies. Not more. Get your values in perspective!

Is this a feminist point of view? Good joke! Predictably, those loud-mouthed jerkettes, the most vicious enemies of other women, were the first ones to speak up for Polanski, see... [The links to the cases of feminists defending Polanski I'd provided are dead now. As I've learned about a petition from 2009 demanding a pardon for him in the meantime, I'd like to mention a couple of names from the signee roster and the names of others who defended Polanski publicly: Woody Allen, Harvey Weinstein, Whoopi Goldberg, Kate Winslet, Natalie Portman, Meryl Streep, Catherine Deneuve. So what do we have here? A pedophile, a DOM, several women who stridently supported the unspeakable and unspeakably false-faced #metoo campaign, and a woman whose denouncement of same campaign doesn't seem quite so stellar anymore, now we know that. - The Editrix January 2018.]

Talking about feminism and back to the children's beauty pageants: I wonder what those pimpettes mothers who groom their little daughters for such contests have to say about "women's rights" and the "sexual liberation" of women. I remain adamant that no sane, red-blooded father wants his little girl to pose like that and that they would forbid it had they only the balls. So I boldly claim that those female corruptors of their own children have very probably the upper hand in the family already, if they aren't "single mothers" to begin with, that is. But then, I may be wrong here. After all, I was born and bred in evil, sick, degenerate Old Europe and although OUR fathers may be like that, what do I know about the joys of the non-degenerate life of American families.

I realize quite well that a penchant for very young females is a biological male trait. I am not naive. Maybe you won't believe this, but I know from the time I used to work with horses that even stallions recognize the younger ones and prefer them. I just think that childhood is, if not a biological, but a civilisatory achievement and to end it for the sake of sexual gratification is uncivilised, barbaric and a civilisatory advanced society needs to taboo and severely penalise it.

Another aspect is that I doubt Samantha Geimer, the victim, has done pre-and barely pubescent girls in other cultures a favour with her tawdry exhibition of "forgiveness" towards and exculpation of Polanski, but what the heck. Any- (But ANY-!)thing for some minutes in the limelight. Can you imagine a boy who'd been sexually abused as a child and who'd then pose in "sexy" clothes in front of an audience, an audience, mind you, that is fully aware of his history? I can't.

One last thing and I wasn't sure whether I'd go too far here, specifically as this will exceed the topic of feminism for which this blog stands. However, this "evil degenerate Old Europe" bit made me increasingly angry in the process of writing this entry. So here it is: Dear Rob Taylor, Old Europe may not always have behaved as well as human decency would have required it towards people of your skin colour (or towards people of their own skin colours) over the course of its history, but, believe me, different from your country, blacks, few as they were here, have never been enslaved at this side of the Atlantic, and even with the feudal system in place, NOBODY has ever been enslaved here. And that with which the Kennedy family got away in -- notabene -- 20th century America... that would make any European Renaissance prince, including those of Borgia ancestry, faint.
_____________________________________________

In the process of the modest research for this entry I was appalled to find that "child beauty pageants" are held, albeit not very profusely, in Britain as well. But Britain, this staunch ally of bright and beautiful America, doesn't fall under the definition of "Old Europe" in the Rumsfeldian sense anyway.

Samstag, 13. Januar 2018

Der unverstandene Gott abstrakter Gerechtigkeit


Der frühere Panorama-Chef Joachim Wagner über die Verweiblichung der Justiz (Netzfund).

Es geht aber durchaus nicht NUR um die terminlichen und sonstigen Belastungen einer Frau, die womöglich auch Kinder hat. Es geht um viel mehr.

Kipling sagt es, und mehr braucht man darüber nicht zu wissen.

The Female of the Species
"So it comes that Man, the coward, when he gathers to confer
With his fellow-braves in council, dare not leave a place for her
Where, at war with Life and Conscience, he uplifts his erring hands
To some God of Abstract Justice—which no woman understands."
(Rudyard Kipling - 1865-1936)

Pornschlegel mich!

Weil ich eine Vorliebe für dämliche Namen habe, und NUR deswegen, habe ich mir die letzte (?) #Illner angetan, zumindest teilweise.

Da trat eine junge Frau auf, die Sophie Pornschlegel heißt, aber überhaupt nicht so aussieht (Danke Sophie, Du bist eine seltene und lobenswerte Ausnahme unter den DoppelXchromosomlerinnen, und zwar nicht nur Deiner Generation!), und Gesine Schwan, die nicht wie Schwan aussieht, sondern - QED - eher wie Pornschlegel.

Mehr braucht man nicht zu wissen, denn was sie gesagt haben, war so vorhersehbar, wie Peinlichkeit beim Dschungelcamp.

So weit so gut und nichts Neues unter der Sonne.


WAS mich aber geschockt hat (und das kommt nicht mehr häufig vor), ist, dass DER WESTEN in seiner ungemein wohlwollenden Kritk der Sendung, Gesine Schwan die "wie immer wunderbar würdevolle(n) SPD-Politikerin" nennt. Die Leugnung des Offensichtlichen und die Umkehr aller Werte findet überall - aber auch schon SOWAS von überall - statt!
 

Pornschlegel ...äääh Schwan 2008 in diesem Blog.





Ver-cuck-te Sondierungsgespräche

Das Einzige, das uns bei diesen "Sondierungsgesprächen" überhaupt aufmerken lässt, ist die Diskussion um Seehofer.

Warum?

Weil ein älterer verheirateter Mann, der sich von einer jungen Frau unter maximaler Anteilnahme der schmierigsten Medien ein uneheliches Kind hat andrehen lassen, bewiesen hat, dass er so wenig Urteilsvermögen besitzt, dass er nicht mehr ernst genommen werden sollte. Übrigens nicht nur in der Politik.
Ich meine, man muss sich den doch nur 'mal anschauen. Der schreit doch förmlich: "Schaut auf mich, ich bin ein Cuck!"

Sonntag, 7. Januar 2018

Karitative Zuhälterei

oder
Wofür man auf Facebook 30 Tage gesperrt wird

Dass die Hilfsbereitschaft Flüchtlingen gegenüber nicht immer GANZ so uneigennützig ist, wie es gerne dargestellt wird, ist nicht neu. Mag man jungen Mädchen noch Naivität unterstellen, sollte man bei - na sagen wir mal reiferen Frauen einen etwas kritischeren Maßstab anlegen.

Warum?

Sind diese Frauen einsam? Vielleicht auch, aber nicht nur, sonst könnten sie ja in einem Seniorenclub Anschluss suchen. Manche haben sogar einen Ehemann und wenn man, wie ich, eine GANZ schlechte Phantasie hat, rät man seinen Lesern, doch einmal auf Pornoseiten nach dem Stichwort "Cuckold" zu suchen. Glauben Sie mir, es ist nicht schön, aber es wird Ihnen einiges klarmachen.

Sie glauben mir nicht? Das ehrt Sie, besonders die Männer unter Ihnen, Jungens lesen ja auch eher weniger BRAVO oder bento, den noch verkommeneren Ableger von SPON für die Jugend. Lassen Sie sich sagen, dass das Minne-Ideal schon im Mittelalter nicht immer mit der Realität der "Liebesbeziehungen" übereinstimmte, und heute "Love Island" aus dem Kulturprogramm von RTL2 nahe dran sein dürfte.

Andererseits wird den betroffenen jungen Männern viel Verständnis entgegengebracht, und da wird es manchen Schreiberlingen ganz kannibalisch antifeministisch wohl (aber das ist ganz in Ordnung, handelt es sich ja nicht um alte weiße Männer), entstammen sie doch einer Kultur, die von "absoluter männlicher Dominanz geprägt" sei, und hier "müssen sie sich auf einmal einer Frau unterordnen", das sei schließlich nicht leicht für ihr kulturbedingt (und damit automatisch sakrosanktes) Ego.

Ja, MÜSSEN!

Was mich am meisten daran empört? Vielleicht der abgrundtief verkommene Missbrauch des Wortes "Liebe".

 

Ich meine übrigens jedes Wort dieses Kommentars ernst. Ich wollte nicht provozieren. Das und eine eventuelle Beleidigung habe ich lediglich billigend in Kauf genommen.

Um ehrlich zu sein - es war aber auch die Sperre wert.

Es macht uns wieder den Malte!

Ich wundere mich immer wieder, was auf Facebook so als Sensatiönchen oder gar als "unfassbar" gehandelt wird.

Dieser prinzipienlose Dummbeutel hatte schon vor einem Jahrzehnt einen Ehrenplatz auf diesem Blog.