März 26, 2026

"Frauenrechte"

Das sind Christian Ulmen und Collien Fernandes. Ich hatte keine Ahnung, wer die sind und musste Google zu Hilfe nehmen. Sie sind so etwas wie Schauspieler und hatten, als sie noch zusammen waren, Werbeverträge, zuletzt unter anderem für den TV-Spot einer Online-Apotheke, der sich um Durchfall dreht.

Christian Ulmen und Collien Fernandes wurden gerne als "Traumpaar"  oder "Power Couple" verkauft.  Ja, seit Romy Schneider und Alain Delon sind wir weit gekommen.

Wie konnte es kommen, dass Meldungen über eine C-"Promi" Frau mit einem 4.5-Gesicht auf einmel die Schagzeilen beherrschen? Nun ja, vor gut einer Woche veröffentlichte der Spiegel unter der Überschrift "Du hast mich virtuell vergewaltigt" einen Artikel über Fernandes, in dem sie ihrem Ex-Mann Ulmen vorwirft, über Fake-Profile gefälschte sexualisierte Darstellungen von Fernandes verbreitet und unter ihrem Namen, aber ohne ihr Wissen, mit Männern geflirtet und sogar Telefonsex gehabt haben soll. Nius berichtet:

Die Spiegel-Autorin Juliane Löffler hat im Podcast von Anne Will zugegeben, dass die Recherche ihres Magazins zu Collien Fernandes und Christian Ulmen auf das geplante Zensur-Gesetz von SPD-Justizministerin Stefanie Hubig abgestimmt war. Hintergrund ist eine Geschichte mit dem Titel "Du hast mich virtuell vergewaltigt", in der die Schauspielerin Fernandes ihrem Ex-Mann vorwirft, über gefälschte Accounts unter ihrem Namen mit Männern Kontakt aufgenommen, Telefonsex gehabt und ihnen pornografisches Material geschickt zu haben. 

Er, mit der gefakten Stimme einer Frau, mit Männern. Er soll ihr das gestanden haben. Niemand scheint die Bilder und Videos bisher gesehen zu haben.. 

Ulmen hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert, sein Anwalt spricht von "unwahren Tatsachen". (Lieber Herr Anwalt, so sehr ich die Sache Ihres Mandanten unterstütze: es gibt keine "unwahren Tatsachen". Es gibt unwahre Behauptungen, auch "Lügen" genannt.) Dass für Ulmen "die Unschuldsvermutung" gilt wird an jedem, aber auch an JEDEN, Bericht über den Fall angehängt. Gut zu wissen, aber muss man wirklich so hartnäckig darauf hinweisen, dass wir in einem Rechtsstaat leben? Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Innerhalb weniger Stunden organisierte das Betroffenheitsmilieu eine Demo gegen sexualisierte digitale Gewalt gegen Frauen vor dem Brandenburger Tor. Fernandes hatte dazu aufgerufen, erschien aber nicht. Berufs-Nervensäge Luisa Neubauer ("Männer haben Glück, dass wir keine Vergeltung wollen", weil auch sie Opfer von "Deep-Fake"-Attacken geworden sei) und ex-dicke Grünen-Politikerin Ricarda Lang, die, seit sie mit Hilfe eines Medikaments abgenommen, hat ihre Rolle als Symbol der "Body-Positivity"-Bewegung hinterfragt" (DIE hat Sorgen!) waren dabei, auf der Bühne wurde für die sogenannte "Brandmauer" agitiert, neben der Bühne äußert sich die ehemalige SPD-Vorsitzende Saskia Esken, pointiert, sachlich und hart am Thema, dass die "alternativen Medien" gefährlich seien, weil die AfD ihre Popularität ja pornographischen "Deepfakes" verdankt.

Berufsbetroffene Claudia Roth erklärte in BILD, dass sie "geweint (habe), weil da so viel Schmerz war, und angewidert von Männern [sic!] sei, "die das über Jahre durchziehen können".  

Die Düsseldorfer Influencerin "Leonie Löwenherz", eine weitere "LGBTQIA+"-Nervensäge, meinte in einem Video:

Ich will nicht, dass Christian Ulmen jetzt gecancelt wird. Ich will, dass er und alle anderen Täter an ihren großen Zehen auf den Marktplätzen dieser Nation aufgehangen und öffentlich kastriert werden. Ich möchte, dass allen Männern, die jetzt irgendwas von Unschuldsvermutung in Kommentarspalten rotzen, das Wort Täterschützer auf die Stirn tätowiert wird. Und ich möchte nichts mehr von ‚Not all men‘ lesen, weil es offensichtlich doch alle Männer sind.

Ja, im besten Deutschland aller Zeiten können Knallchargen wie Ulmen und Fernandes zu Stars werden und tätowierte Pipimädchen zu politischen "Influencern" mit sadistischen Gewaltphantasien. Wie war das nochmal mit "Hass im Internet"?

Tatsächlich richtet sich ja der obszöne Männerhass aber nicht wirklich gegen Männer, sondern gegen weiße Männer, nicht wahr? Die sehr reale Gewalt gegen Frauen und Mädchen durch Migranten, von den alternativen Medien ausführlich als Kontrapunkt zu der "virtuellen" Gewalt zitiert, war bisher keine Demonstration wert, Claudia Roth hat deswegen nicht geweint, Neubauer verlangte keine "Vergeltung" von ihnen, das tätowierte Pipimädchen nicht, dass man sie an den Zehennägeln aufhängt und kastriert. Nichts  Neues unter der Sonne, das alles zieht sich ja seit 2015 hin, aber besonders brisant erschienen in diesem Zusammenhang, dass vor Kurzem zwei Fälle von Gruppenvergewaltigungen minderjähriger Mädchen in kommunalen Jugendeinrichtungen bekannt wurden, einer in Neukölln, einer in Gnarrenburg, Niedersachsen. Islamische Täter mit Migrationshintergrund vergewaltigten in beiden Fällen ein Mädchen und filmten die Tat auf ihren Handys. Die Verantwortlichen der Einrichtungen zeigten die Tat jedoch nicht an, weil Migranten es ja eh so schwer bei uns haben und nicht zusätzlich "stigmatisiert (ja wirklich!) werden dürfen und scheiß was auf die Opfer.

Man fühlt fast so etwas wie Erleichterung, wenn man erfährt, dass das Ganze nicht ein geisteskranken Gehirnen entsprossener Fiebertraum ist, sondern einen sehr realen Hintergrund hat. NIUS berichtet:

Seitdem diese Geschichte an die Öffentlichkeit gelangt ist, wird wenig über die Beziehung von Fernandes und Ulmen und dafür viel über strengere gesetzliche Restriktionen im Netz gesprochen. Und genau das, darauf deuten umfangreiche Recherchen von NIUS hin, könnte genau so von Beteiligten beabsichtigt sein.

Die Geschichte über den Fall Ulmen/Fernandes hat alles, was eine linke Groteske braucht: eine Correctiv-Journalistin, eine Steuergeld-NGO, eine Zero-Covid-Aktivistin, eine raunende Spiegel-Titelstory und eine Ministerin, die die Meinungsfreiheit einschränken will. Was sie nicht hat, ist Klarheit darüber, was im Hause Ulmen-Fernandes eigentlich passiert ist.

 Alles klar?

An meine Leser, danke, dass Sie bis hierhin durchgehalten haben, denn jetzt komme ich zur Sache. Der geplante Eingriff in die Meinungsfreiheit, geht mir am Allerwertesten vorbei, denn so etwas wird sich durchsetzen, vielleicht nicht jetzt, aber mit der Zeit und scheibchenweise. Nein, mir kommt es auf etwas ganz anderes an.

Liebe Influencer_innen, liebe Berufsbetroffene, liebe Krawallschachtern. liebe Perverse_innen mit sexuellen Gewaltphantasien, hört mir gut zu! Ihr unterliegt einen Irrtum. Ihr HABT gar keine "Rechte", oder besser, Ihr habt nur die Rechte, die Euch die Männer zugestehen. Macht doch einmal ein Gedankenexperiment. Stellt Euch vor, dass alle Männer in unserem Kulturkreis (das ist der, in dem Frauen "Rechte" haben) beschließen würden, dass Schluss mit lustig ist und Frauen gar keine "Rechte" mehr haben. Das ginge nicht? Liebe von Schicksal begünstigte, weil im Westen geborene, Frauen, dann würde es genau so aussehen, wie in den nicht-westlichen Ländern, wo die Männer sich totlachen, wenn ihnen jemand etwas von "Frauenrechten" erzählt. Es ist eine biologische Tatsache, dass Männer stärker sind als Frauen. Sie haben sich nur irgendwann einmal entschlossen, ihre Rechte mit Euch zu teilen und könnten das jederzeit wieder rückgängig machen.

Biologie 101. Verstanden? 

Aktualisierung: es sieht aus, als ob Ulmen diese Fotos/Videos nie hergestellt/verbreitet hat und mir ist immer noch nicht klar, ob es sie überhaupt gibt.


 

Januar 10, 2015

Ich krieg' das Kotzen

. . . wenn ich die Betroffenheitsfressen sehe!


Per Email bekommen. Quelle leider unbekannt.

November 16, 2010

Was würde Jackie jetzt tun?*

Was geht hier vor?

Stil-Ikone trifft Islam.

*Geklaut von einem amerikanischen Blog.

November 12, 2010

Klarabella und Cruella de Duisentrieb

Phyllis Chesler hat mal wieder eine Hitzewelle:

Mai 30, 2010

Das Phänomen

Gibt es außer mir noch jemanden, der genug hat von dem Trampel aus Hannover?

März 20, 2009

Hablabla Fiderallala Fiderallalalala

Unter der Überschrift "Rechtsextremismus schadet Standort Deutschland" erklärt uns der ZdJ unter Mittäterschaft des Habla einmal mehr die Welt:

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigt sich alarmiert über die rechtsextreme Gesinnung vieler deutscher Jugendlicher und sieht darin auch eine Gefahr für das Image Deutschlands bei ausländischen Investoren. "Es bedeutet natürlich für den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht gerade eine Stärkung, wenn diese Einstellung bekannt wird", sagte der Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann, am Mittwoch im Gespräch mit Handelsblatt.com mit Blick auf eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. "In der Konkurrenz der Wirtschaftsstandorte, die gerade heute immer härter wird, spielt die demokratische Zuverlässigkeit und die Offenheit Anderen gegenüber keine geringe Rolle", so Graumann.
Ganz klar. Nicht totalitäre, wirtschaftsfeindliche Ideologien, die längst politisch korrekter Mainstream sind, schaden dem Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern Hauptschüler, die keine "Ausländer" mehr mögen, nachdem sie einmal zu oft von ihren kulturbereichernden Mitschülern 'was in die Fresse bekommen haben.

Aber Moment mal, so kann es nicht sein, denn:
Weiteres Ergebnis der Untersuchug [sic!] ist, dass die Gewalt unter Jugendlichen insgesamt zurückgegangen ist. Drei Viertel der Befragten hatten demnach im vergangenen Jahr überhaupt keine Gewalt erlebt, erklärten die Autoren der Studie. Als Hauptursachen für Gewalttaten von Jugendlichen nannten sie soziale Ausgrenzung und prügelnde Eltern.
Und was man von deutscher Pädagogik zu halten hat, weiß man ja spätestens seit Hänsel und Gretel und Professor Unrat, nicht wahr?

Und in einem weiteren Artikel, nur einen Tag früher in demselben Habla erschienen, steht über eben diese Studie:
„Der Produktionsfaktor Nummer eins sind prügelnde Eltern.“ Opfer familiärer Gewalt werden vor allem jugendliche Migranten, deren Eltern aus der Türkei, dem früheren Jugoslawien sowie aus arabischen und afrikanischen Ländern stammen. Jugendliche nichtdeutscher Herkunft begehen häufiger Gewalttaten als deutsche.
Aber das hätte ja nicht zu Graumanns Betroffenheitsgesülze gepasst, und so strickt sich auch das Hablabla seinen politisch korrekten Dreck mal eben so im Vorbeigehen zusammen.

Die halten uns echt für doof.

Oktober 24, 2008

Die Mutter Flodder der Literaturkritik

In diesem Land genügt es, ohne Atem zu holen quatschen zu können*, um als blitzgescheit zu gelten. Was Elke Heidenreich nicht verstanden hat, ist, dass es grade ihr Unterschichten-Hautgout war, der in diesem unserem Fernsehen eine größenwahnsinnige Krawallschachtel zur Altpapier-Domina aufsteigen ließ, und dass sie sich nur deswegen für eine Literaturkritikerin halten durfte.

Es ist auch einfach nur schön, jetzt zu sehen, WIE unbeliebt die uneitle Elke, die kein abgeschlossenes Studium aufweisen kann, bei denen war, deren Verkaufszahlen sie nicht zu fördern vermochte. 

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 *Was mich zu Zeiten der Radiopräsenz der uneitlen Elke als "Else Stratmann, Metzgersfrau aus dem Ruhrgebiet" immer besonders aufgebracht hatte, war der Tatsache geschuldet, dass a) Metzgersfrauen ehrenwerte mittelständige Handwerkergattinnen waren (und vermutlich noch sind), denen Elkes ach-so bemühte Unterschichts-Schnoddrigkeit nun wirklich nicht gerecht wurde und b) dass im Ruhrgebiet kein Mensch so spricht. Der geniale Humorist Jürgen von Manger hat das vor vielen Jahrzehnten unendlich viel besser getroffen, die Schwerfälligkeit, die Verschmitztheit, der gesunde Menschenverstand der schwerblütigen Menschen dort - das Gegentei tatsächlich, von Elkes verquatscht-pseudo-schnoddriger Witzischkeit. Glauben Sie mir. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets.

April 24, 2008

Nobelpreis für Eva Herman

Ein Symptom dafür, dass die katholische Kirche verzweifelt ist, ist die Tatsache, dass sie einer viermal verheirateten, berufstätigen Frau mit einem späten Kind in den inoffiziellen Rang einer Expertin für Familienwerte verliehen hat, weil diese etwas Nettes über die traditionelle Rolle von Frau und Mutter geschrieben hat, etwas, wozu sie weder formal qualifiziert, noch persönlich geeignet ist.

Lange haben wir darauf gewartet, dass Günter Grass, der seinen Ruf als kritischer Intellektueller und moralische Instanz ebenfalls einer Reihe schlechter Bücher verdankt, nun auch entsprechend gewürdigt wird. Ist die Reihe seiner Qualifikationen doch lang.

Der Mann ist z.B. so lernunfähig, dass gegen ihn, um die wunderbare Wanda sinngemäß zu zitieren, ein Schafswollpullover noch wie ein Intellektueller erscheint. Wer sagt, dass es

ein Freundschaftsbeweis Israel gegenüber (ist), dass ich es mir erlaube, das Land zu kritisieren – weil ich ihm helfen will
und so Wolfgang Pohrt bestätigt, der (ich zitiere aus dem Gedächtnis) sagte, daß die Deutschen mit ihrem Verantwortungsfimmel einem strafrechtlich verurteilten Kinderschänder glichen, der sich als besonders qualifiziert für einen Job als Kindergärtner empfinde, verdient einfach nur noch... tja was? Vermutlich dass man ihm den Nobelpreis verleiht.

Wir hatten Adenauer, grauenhaft, mit all den Lügen, mit dem ganzen katholischen Mief. Die damals propagierte Gesellschaft war durch eine Art von Spießigkeit geprägt, die es nicht einmal bei den Nazis gegeben hatte
meinte der Nobelpreisträger in einem FAZ-Interview vom August 2006 und blieb sich damit selber treu, war es doch insbesondere das "Antibürgerliche", das ihn an den Nazis eingestandenermaßen so angezogen hatte und was ihn zu einem ganz dicken Erfolg im Nachkriegsdeutschland werden ließ.

Doch zurück zur verzeifelten Katholischen Kirche und ihren Experten für Tradition und Werte. Radio Vatikan, das offenbar jedem Deppen ein Interview nachwirft, ließ schließlich auch
Grass, ein(en) bekannt kritische(n) Kopf
nicht ungewürdigt davonkommen. Und in der Tat, es war fürchterlich. Da die Familienwerte schon mit Eva Herman besetzt waren, musste man sich für Grass etwas anderes einfallen lassen, und zwar etwas, wovon er ganz sicher nichts versteht. Da fiel die Wahl nicht schwer:
Wenn jetzt der Papst - um ein Beispiel zu nennen, mit den Schwierigkeiten in Amerika - und das gibt es ja nicht nur in Amerika - Übergriffe auf Kinder von Priestern verurteilt und dankenswerter Weise dieses Problem angeht, sich entschuldigt und auch die Opfer besucht, ist das ein erster Schritt. Der zweite Schritt wäre natürlich zu fragen: Wie kommt es dazu? Ist das Zölibat noch aufrecht zu erhalten? Da fehlt die offene Diskussion, die Infragestellung von Postulaten, die aus dem Mittelalter herrühren und nicht mehr zeitgemäß sind
meinte Grass, der offenbar nicht nur nichts von Sexualpsychologie versteht, sondern auch von Geschichte, denn, so ließ er Radio Vatikan wissen:
Da fehlt mir ein radikaler Reformwille und die Rückbesinnung auf das, was am Christentum so umwerfend revolutionär ist, dass es aus diesem Palästinastreifen heraus sich zu einer Weltreligion hat entwickeln können.
Was unserem moralischen Urgestein also vorschwebt, ist, wenn ich das richtig sehe, irgendeine umwerfend revolutionäre Sache, "antibürgerlich" sozusagen, die mit all den Lügen, mit dem ganzen katholischen Mief und einer Art von Spießigkeit Schluss macht und zwar aus dem "Palästinastreifen" heraus.

Warum wird mir Eva Herman auf einmal sympathisch?

Rebell im Kostümchen und Depp im Feuilleton



Ich SCHWÖRE, ich habe mich nicht auf den Kerl eingeschossen. Ich bin kein Masochist, ich ärgere mich nicht gerne. Ich habe lediglich nach der kanadischen Nervensäge Islamkritikerin Irshad Manji gegoogelt und bei meinem Fund (s.o.) gedacht: "WAS FÜR EIN SCHEISS", noch bevor ich wusste, wer der Autor war.

Wie gesagt: Ich schwöre!

Irshad Manji ist schmal. Die Kanadierin sieht in ihrem schwarzen Kostüm bezaubernd aus. Ihre kurz geschnittenen Haare stehen ihr kunstvoll zu Berge, diese Frisur ist mittlerweile ein Markenzeichen geworden. Sie ist hochprofessionell, spricht frei – in ein Mikrofon, das irgendwo an ihrem Körper verborgen ist – und legt eine Punktlandung hin: Exakt um viertel nach 7 fängt sie an zu sprechen, Schlag acht Uhr ist sie mit ihrem Vortrag zu Ende.
Toll!

Und ich nehme an, wir können froh sein, dass er nicht "Kostümchen" gesagt hat.
Irshad Manjis Rede ist ganz unakademisch, sie spielt nicht den Professor, sie gibt den „stand-up comedian“: Nur keine Pointe auslassen!
Ja, sind sie denn nicht auch zum totlachen, diese Steinigungen? Zum Abrollen, die öffentlichen Auspeitschungen? Zum Piepen, diese Amputationen? Und selbst wer sonst zum Lachen in den Keller geht, dem MUSS doch einfach angesichts der an Kränen Aufgehängten im Iran noch ein Schmunzeln zu entlocken sein.

Weiß dieses unfassbare Untalent eigentlich, wovon es redet?
Später wird sie von der Madrassah erzählen, der islamischen Religionsschule in Vancouver, in der sie beigebracht bekam, Frauen seien „minderwertig“ und könnten deshalb nicht vorbeten: „Mensch, ich dachte, ich bin katholisch!“
Tja, wenn es um diese mittelalterlichen Deppen geht, ist ja kein Heuler zu billig. Die Katholiken, nicht die Muslime, denn die mögen keine Witze über sich und werden dann böse. Ich bin ganz sicher, Manji kennt den Unterschied der Stellung der Frau in der christlich-katholischen Gesellschaft einerseits, und der islamischen andererseits, sehr wohl, was ihren pointegeilen Vergleich nur noch peinlicher und geschmackloser macht. Ob Stein ihn kennt? Vermutlich nicht, sonst hätte er ihr, statt zu widersprechen, nicht noch ein sycophantisches
Vielleicht ist Irshad Manji deshalb an der New York University gerade eben Direktorin von etwas geworden, das sich „Moral Courage Project“ nennt. Es soll dabei darum gehen, die Stimmen jener Einzelgänger zu stärken, die als Nestbeschmutzer ihre eigene Gruppe kritisieren und deswegen heftig angefeindet werden.
nachgeworfen, oder? ODER? Uta Ranke-Heinemann lässt grüßen, schließlich teilen beide Damen ja auch eine Vorliebe für schicke Kostümchen.

Ich habe Manjis "The Trouble with Islam" 2003 gekauft, pflichtschuldigst gelesen und beides bereut. Genauso oberflächlich, eitel und unernst, wie Stein sie - "natürlich" ohne sich dessen bewusst zu sein - in seinem Welt-Artikel vom 2. April beschreibt, kommt sie auch in ihrem Buch 'rüber. Nur muss man das - Stein würde jetzt sagen "natürlich" - nicht gut finden.
As I view it, the trouble with Islam is that lives are small and lies are big. Totalitarian impulses lurk in mainstream Islam.
Ach wer hätte das gedacht.
That's one hell of a charge, I know. Please hear me out. I'll show you what I mean, as calmly as I possibly can.
Und so weiter.

Aber nicht jeder reagiert auf diese Mischung von Truismen und Pennälerhumor irritiert.
Irshad Manji ... ist bis in die letzte Faser ihres Wesens ein amerikanisches Produkt: eine religiöse Frau, die tiefen Glauben an den Gott Mohammeds mit Liberalität verknüpft.
Diese Logik aus dem Irrenhaus muss man sich ganz, ganz langsam reinziehen: Um Manjis friedlichen Islam zu verwirklichen, müsste der existierende Islam, der sich über die Sharia definiert, demontiert werden. Kann sich jemand vorstellen, dass Muslime, RICHTIGE Muslime, deren Familien seit weit über 1000 Jahren dem Islam anhängen, jetzt auf einmal einer Lesbe mit Igelfrisur, die in ihrem schwarzen Kostümchen bezaubernd aussieht, folgen, weil sie den Islam zu etwas "reformieren" möchte, was er niemals war?

Den Islam zu kritisieren ist eine richtige und ehrenwerte Sache und auch Paradiesvögel haben hier ihren Platz. Dass eine Frau jedoch, die an dieser Religion vor allem stört, dass sie sie daran hindert, ihren homosexuellen Lebensstil auszuleben, messianisch überhöht wird
Den USA ist es gelungen, verängstigte [jüdische] Einwanderer aus Galizien und Russland in selbstbewusste und erfolgreiche amerikanische Staatsbürger zu verwandeln...

Etwas Vergleichbares vollzieht sich – Allah und Irshad Manji sei Dank – zurzeit mit den amerikanischen Muslimen. Zweifellos wird das Wirkungen nach sich ziehen.
erfolgt, ebenso zweifellos, wie "natürlich", nur dann, wenn man Pimpelchen aufs Feuilleton loslässt.

März 25, 2008

Der alte Ziegenbock und das verwöhnte Kind



Ohne Zweifel wäre es unberechtigt, Oriana Falacci, die ebenfalls in Daniel Pipes' Blog erwähnt wird, in die Dummtussen-Kategorie einzuordnen, deswegen bekommt sie ihren eigenen Eintrag hier.

Sie geriet in die Pipes-Post, weil auch sie nicht ohne das muslimische Kopftuch, oder besser: die Iran-übliche Ganzkörperverhüllung, auskommen mochte. Sensationssuche war stärker, als ein Prinzip. Das war 1979, als sie bei dem alten Ziegenbock Khomeini zum Interview antreten durfte. Und Fallaci wäre nicht Fallaci, würde man am Ende nicht mehr über Fallaci, als über Khomeini erfahren.

Fallaci erinnerte sich, dass sie Khomeini intelligent fand und "den bestaussehenden alten Mann, den ich jemals in meinem Leben gesehen hatte. Er sah wie die 'Moses'-Skulptur von Michelangelo aus. Und, so sagte sie, Khomeini war "keine Marionette, wie Arafat oder Ghadafi oder die vielen anderen Diktatoren, die ich in der islamischen Welt getroffen habe. Er war eine Art Papst, eine Art König - Ein wirklicher Führer."
Und niemand (es erschien 2006 in The New Yorker) fand das peinlich - schließlich war es ja von "La Fallaci".

Doch es kam noch schlimmer. Sie erzählt:
Als Khomeini sie wiederkommen ließ [nachdem sie das erste Interview "geschmissen" hatte], gab sein Sohn Ahmed Fallaci einige Ratschläge: Sein Vater war immer noch sehr wütend, also wäre es besser, nicht das Wort "Tschador" zu erwähnen. Fallaci ließ das Tonbandgerät zurücklaufen und kam sofort wieder auf das Thema zurück. "Zuerst sah er mich erstaunt an", sagte sie. "Totales Erstaunen. Dann bewegten sich seine Lippen hin zu dem Schatten eines Lächelns. Dann wurde aus dem Schatten eines Lächelns ein richtiges Lächeln. Er lachte, ja. Und als das Interview vorbei war, wisperte Ahmed mir zu: "Glaube mir, ich habe meinen Vater noch nie lachen sehen. Ich denke, sie sind die einzige Person auf der Welt, die ihn zum Lachen gebracht hat."
Toll.

Und niemand hat (sie selbst schweigt sich darüber aus) je gefragt, ob Fallaci bei dem zweiten Interview nicht doch wieder die Ganzkörperverhüllung angelegt hat, noch, ob wir es hier nicht vielleicht doch mit einem ungesunden Interesse an dem Objekt des Interviews zu tun haben, noch, ob die ganze Geschichte, für die es als Zeugin nur Fallaci selbst gibt, wirklich auch so ganz wahr ist.

Khomeini überhaupt Publizität zu geben, war eine zweifelhafte Angelegenheit, aber da Fallaci nicht Informationen, sondern Skalps sammelte, konnte sie wohl nicht widerstehen.

Was ist von einer Frau zu halten, die eine "leidenschaftliche" Beziehung zu einem zehn Jahre jüngeren Mann unterhielt, einem Mann, der ihr ihr (und sein) ungeborenes Kind aus dem Leib trat, einer Frau, die diesen Mann trotzdem nicht verlassen hat, sondern stattdessen zwei Bücher darüber schrieb? Der Begriff "Aufmerksamkeitshure" wäre vielleicht zu unfreundlich, aber eines war sie sicher: eine Nervensäge. Und so klingt auch ihre Islamkritik, so berechtigt sie im Kern ist: immer entweder prämenstruell-hysterisch oder wie der Wutausbruch eines verzogenen Kindes. Fallaci stampft mit dem Fuß auf und schreibt nicht darüber, wie der Islam IST, sondern wie Fallaci ihn FINDET.

Eine mutige Frau? Sicher! Die Frage ist nur, ob eine Frau, die eine Ehe mit einem langweiligen, gutbürgerlichen Mann durch die Zeitläufte führt, Kinder und Enkel großzieht und als anständige Menschen in die Welt entlässt, nicht unendlich viel mehr Mut braucht.

Fallacis Oeuvre trägt schwer an einem Hautgout, den man, wäre sie ein Mann, "schwanzgesteuert" nennen würde. Bezeichnenderweise gibt es für die weibliche Variante nicht einmal ein Wort.

Januar 03, 2008

Möchtegern-Konservativ, Deutsch, Orientierungslos

Wer Eva Herman erwähnt, sollte über Ann Coulter, ein anderes "konservatives" blondes Medienglück, nicht schweigen. Die ist etwa Hermans Jahrgang, sieht aber wie ein hundertjähriger Stoßvogel aus und gilt auf "konservativen" Webseiten in Deutschland als knackiges Nachwuchtalent. Ich kann nur vermuten deswegen, weil man hier erst dann von ihr gehört hat, als "konservativ" unlängst in Mode kam, obwohl es, wie in Deutschland ja nicht unüblich, sowohl von von denjenigen, die "konservativ" gut finden, als auch von denjenigen, die das nicht tun, immer wieder hartnäckig mit "reaktionär" verwechselt wird.

Dezember 28, 2007

Phyllis Chesler und der Verlust moralischer Unschuld

Benazir Bhutto wurde ermordet und Feministin Phyllis Chesler, die das schlechteste Buch über Antisemitismus geschrieben hat, das ich kenne (und ich kenne einige), hat mal wieder eine Hitzewelle. Es ist garnicht so einfach, diese verquaste Gefühlshyperventilation zu übersetzen:

Juni 01, 2007

Uta und der Holocaust

Uta Ranke-Heinemann sagt uns, wie es ist: