September 02, 2018

SPON entlarvt den im Laufe der Jahre geänderten Stil des Täter-Weißwaschens und gleichzeitig sich selbst

SPON widmet sich dem Tatverdächtigen des Messermordes in Chemnitz.

Tatverdächtiger aus Chemnitz Die Akte Yousif A.

Yousif A. ist wegen des tödlichen Messerangriffs von Chemnitz dringend tatverdächtig, er geriet schon zuvor mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. Verwandte und Kollegen sagen jedoch: "Er ist eine gute Person."
Von Jörg Diehl, Max Holscher und Andrew Moussa, Chemnitz

Der Barber-Shop im Chemnitzer Zentrum ist an diesem Freitagvormittag gut besucht: Kein Stuhl ist mehr frei, mehrere Männer warten auf einen Haarschnitt oder eine Rasur. Es ist nicht lange her, dass Yousif A. in dem Geschäft selbst noch Kunden bediente. Seit einigen Tagen sitzt er nun in Untersuchungshaft. Der Iraker gilt als Hauptverdächtiger des tödlichen Messerangriffs, der den gewalttätigen Ausschreitungen [Die es nicht gab.] in Chemnitz voranging.

Auch in dem Friseursalon sind die Geschehnisse der vergangenen Tage das Gesprächsthema. Mehrere Monate war der Iraker dort angestellt: Mitarbeiter und Ladenbesitzer können sich den Angriff nicht erklären. Er sei ein "netter Kerl" gewesen, "immer hilfsbereit", sagen sie. Sie sind überzeugt, dass A. und der mutmaßliche Mittäter Alaa S. aus Syrien unschuldig sind. Auch S. arbeitete in dem Barber-Shop. In den Verhören hat er Yousif A. schwer belastet.

Nach Erkenntnissen der Ermittler stach A. am Rande des Stadtfests wiederholt auf den 35-jährigen Daniel H. ein. Warum die Männer am frühen Sonntagmorgen vor knapp einer Woche aneinandergerieten, ist noch unklar. ["Aneinandergeraten" suggeriert Zweiseitigkeit, lieber SPON. Wollen wir nicht besser die Ermittlungsergebnisse abwarten?]

Schon früher geriet Yousif A. mit dem Gesetz in Konflikt: Er ist mehrfach vorbestraft wegen Körperverletzung und Drogendelikten, wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Im Februar 2016 war er nachts gegen halb vier betrunken vor einen Schneepflug und Autos gerannt. Die Staatsanwaltschaft ging nach SPIEGEL-Informationen davon aus, dass er sich bei der Aktion das Leben nehmen wollte. [Was es ja irgendwie verständlich macht.]

Merkwürdigerweise [Ach ja?] scheint Yousif A. einem Verfahren wegen Urkundenfälschung jedoch bislang entgangen zu sein, obwohl er nach SPIEGEL-Informationen in seinem Asylverfahren gefälschte Papiere vorgelegt hatte. Wie eine Untersuchung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ergab, waren zwei der von ihm vorgelegten Personaldokumente "Totalfälschungen". Darüber hatte das Bamf das sächsische Landeskriminalamt Ende Juni 2018 informiert.

"Ich habe Angst"

In seiner Anhörung gab sich Yousif A. damals ahnungslos: Er könne sich nicht erklären, warum die Dokumente falsch seien. "Sie können zur irakischen Botschaft gehen und sich bestätigen lassen, dass meine persönlichen Daten alle korrekt sind", sagte Yousif A. dem Entscheider des Bamf.

Knapp 40 Kilometer von Chemnitz entfernt lebte Yousif A. in dem Ort Annaberg-Buchholz. Hier war er gemeldet [Das musste gesagt werden], wohnte zeitweise mit anderen Personen in einer Wohnung eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses. [Ein gutbürgerliches Leben also. Wie konnten wir bisher ohne diese Information leben?] "Ich habe Angst", sagte eine 85-jährige Nachbarin. "Aber vor den Rechtsextremen." Seit der Haftbefehl gegen Yousif A. ins Internet gelangte, ist die Adresse bekannt.

Sie sei in dem Haus geboren, erzählt die 85-Jährige. "Das Haus war früher das schönste in der Straße", sagt sie und stützt sich auf ihren Gehstock. Vom alten Glanz ist nicht mehr viel übrig. [Alles Schuld der "Rechtsextremen" oder wie sollen wir diese Information auffassen?] Das Treppenhaus ist dunkel, ein Fenster an der Tür der Wohnung, in der Yousif A. lebte, ist eingeschlagen und nur notdürftig zugeklebt. Andere Nachbarn sprechen von einem Polizeieinsatz in dem Haus. Auch sie fühlen sich nicht mehr sicher.

[Eine alte Frau, die zwei Diktaturen durchlebt hat, davon eine linksextreme, fürchtet sich jetzt vor "den Rechtsextremen".  Für wie doof haltet Ihr uns, SPON? Auf Twitter würde das unter dem Hashtag #Paulanergarten laufen.]

"Eine gute Person"

Kriminell, gefährlich, unberechenbar? Verwandte von Yousif A. zeichnen ein ganz anderes Bild des Tatverdächtigen. Er sei "eine gute Person", alles andere als gewalttätig, sagte ein Cousin dem SPIEGEL. Auch er lebt in Deutschland, allerdings im Saarland. Sie hätten regelmäßig Kontakt, die Eltern des Irakers wüssten noch nichts von der Verhaftung: "Wenn die das erfahren, würden sie sterben", sagt der Mann. Yousif A. sei als ältester Sohn der sechsköpfigen Familie nach Deutschland geschickt worden, sagt der Cousin. "Um ein besseres Leben zu führen." [Und wie, lieber SPON, lässt sich das mit den Vorstrafen vereinbaren? Warum haben Sie diese Laudationes überhaupt gedruckt? Was haben die womit zu tun? Man merkt die Absicht und ist a weng verstimmt.]

Der Iraker war Ende Oktober 2015 über die Balkanroute nach Deutschland gekommen. Ursprünglich wollten die Behörden ihn nach Bulgarien zurückschicken, sie gingen davon aus, dass er dort bereits Asyl beantragt hatte. Bulgarien erklärte sich einverstanden und wollte den Iraker zurücknehmen. Doch A. tauchte wohl [Was denn nun?] unter und war für die Behörden nicht greifbar. Am 22. November 2016 schrieb ihn die Staatsanwaltschaft nach SPIEGEL-Informationen zur Aufenthaltsermittlung aus. Als die Frist zur Zurückschiebung nach Bulgarien verstrichen war, tauchte Yousif A. wieder auf. Nun war Deutschland für ihn zuständig. [Ja. Und was soll uns diese Information sagen, außer, dass Daniel Hillig ohne diese unfassbare Behördenschlamperei noch leben würde?]

Zweimal befragte ihn das Bamf. Yousif A. erzählte den Beamten, warum er angeblich aus der nordirakischen Provinz Ninive fliehen musste: Er sei dort in ein Mädchen verliebt gewesen und habe Ärger mit dessen Vater und Onkel bekommen. Diese hätten ihn verprügelt und ihn mit einem Messer verletzt.

Doch das reichte nicht, um Asyl zu erhalten. Die Darstellung sei widersprüchlich und voller Ungereimtheiten gewesen, befand das Bamf. A. habe die angeblichen Geschehnisse nur oberflächlich schildern können, was ein Indiz dafür sei, dass die Geschichte erfunden sei. [Und falls nicht - ist Zoff mit der Familie der Angebeteten überhaupt ein Fluchtgrund?] Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass A. im Irak Verfolgung drohe. Das Amt lehnte mit Datum vom 29. August 2018 den Antrag des 22-Jährigen ab - drei Tage, nachdem er in Chemnitz zugestochen haben soll.
Wird Yousif A. nun den Friedensnobelpreis verliehen bekommen, zeitgleich mit einer Seligsprechung schon zu Lebzeiten? Dem kann Daniel Hillig doch nur unglücklich ins Messer gerannt sein.

Und an diesem Punkt fiel mir ein 10 Jahre alter Blogeintrag über eine Gerichtsreportage ein, in der die umtriebige Frau Friedrichsen es auch für so etwas wie möglich hielt, dass ein Opfer dem Täter ins Messer gelaufen war. Es muss halt die Täter-Opfer-Konstellation passen. Hier handelte es sich um den Angriff eines "Deutschen afghanischer Abstammung" auf einen orthodoxen Rabbi 2008 in Frankfurt.
A. [der Täter] habe den Stich gegen Zaigarten [das Opfer] "mit einer derartigen Schnelligkeit, Professionalität und Wucht" ausgeführt, dass die 7,5 Zentimeter lange Klinge 18 Zentimeter tief in den unteren Bauchbereich des Opfers eingedrungen sei, obwohl der Rabbiner einen schweren Mantel, Hemd und Unterhemd trug. Zuvor habe der Täter sein Opfer auf Arabisch angesprochen und sodann beschimpft: "Scheißjude, ich bring dich jetzt um", was einige übereifrige Judenversteher einmal mehr denken ließ, dass es sich hier womöglich um eine Tat mit antisemitischem Hintergrund handeln könnte. Das konnte nicht unwidersprochen bleiben.
Doch dann stellte
Allah sei Dank!
sich die Sache rasch in einem ganz anderen Licht dar: Der Angeklagte spricht nicht Arabisch, er hat sich weder dem Koran zugewandt, er wurde auch nicht von Hasspredigern aufgestachelt, noch ist er von antisemitischer Gesinnung.
Nein, er hat nur spaßeshalber den Rabbi, der durch sein Outfit als Jude erkennbar war, unter Äußerung des Wortes Scheiß-Jude niedergestochen.
Er ist offenbar einer jener zahlreichen
(man sieht es gibt noch mehr von denen, was es irgendwie weniger schlimm macht)
jungen Männer, die, wenn sie sich in die Innenstadt aufmachen, vorsichtshalber ein Messer einstecken. Zur Verteidigung, versteht sich. Er gerät leicht in Händel mit jedermann, auch mit "Scheiß-Deutschen", ist einschlägig vorbestraft und, möglicherweise aus Langeweile oder Übermut, zu törichten Sprüchen und Rangeleien jederzeit bereit.
Dass die blöden Juden nun einmal kein Verständnis dafür haben, dass die nur spielen wollen! Als dieser eine von zahlreichen jungen Männern im Januar des Vorjahres in seinem Wohnhaus einen Aufzug demolierte, dem Hausmeister, der ihn blöd anquatschte (vermutlich einer dieser lästigen Rentner, die jungen Leuten mit Migrationshintergrund in Deutschland das Leben zur Hölle machen) mit einer Schreckschusspistole viermal ins Gesicht schoss, dann zwei Nachbarn mit einem Messer bedrohte und sagte, er habe bereits am Tag zuvor einen Nachbarn getötet, im Mai in einem Bus einem Fahrgast mit der Faust ins Gesicht schlug, weil dieser (ohne Zweifel ein weiterer lästiger Rentner!) ihn gebeten hatte, zur Seite zu gehen, dann den Busfahrer mit - man ahnt es - einem Messer bedrohte ("Ich stech' dich ab"), dann die Tür gewaltsam öffnete und flüchtete, wollte er ja auch nur spielen, was die Gerichte schließlich dadurch honorierten, dass sie ihn nur zu zwei Wochen Jugendarrest bzw. zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilten.

Schluss mit lustig ist nur dann, sobald sich Juden wieder einmal wichtig machen.
Nun ist Zaigarten ein Riese von Gewicht und stattlichen 1,90 Metern Größe, und A. im Vergleich zu ihm ein Hänfling. Er habe vor dem Ausflug nach Frankfurt mehrere Joints geraucht, sagte der Angeklagte, und sei "gut drauf" gewesen, daher das "Salam alaikum".

"Ich wunderte mich über die Reaktion des dunkel gekleideten Mannes", so der Angeklagte. "Er fing an zu schreien und kam auf mich zu. Dann hat er mich am Kragen gepackt und geschüttelt. Ich war ihm unterlegen. Daher zog ich das Messer. Als er mit geballten Fäusten auf mich zukam, wollte ich ihm nur drohen."

"Haben Sie das Messer aktiv auf ihn zugeführt oder lief er rein?", fragte der Vorsitzende Klaus Drescher.

"Das weiß ich bis heute nicht. Es ging so schnell", antwortete A.
Der zwanzig Jahre ältere, schwer adipöse Rabbi, den letztlich nur seine Fettschicht vor Schlimmerem bewahrte, hat dem harmlos-freundlichen Messer-Gewohnheitsträger mit einschlägigen Vorstrafen also so viel Angst eingejagt (schließlich hätte er sich ja auf ihn fallen lassen und zu Tode quetschen können), dass der sich genötigt sah, sein Messer zu ziehen, in das der Rabbi dann, wie der Richter ja auch in intuitivem Wissen um die Tatsachen suggeriert hatte, einfach hineingelaufen war.
Für die Verteidiger
(Aha! RICHTIGE Anwälte und gleich zwei dazu! Und nicht so ein schmuddeliger "Rechtsbeistand, (irgend)ein Anwalt namens...")
Bernd Kroner und Ulrich Endres ist ein solcher Geschehensablauf allenfalls ein "klassischer Rücktritt vom Versuch", wenn man denn überhaupt von einer Tötungsabsicht sprechen könne. Gefährliche Körperverletzung ja, denn der Mandant sei schließlich kein unbeschriebenes Blatt. Er werde schnell aggressiv und fuchtele auch gern mit dem Messer herum, was ihm wohl nun ein für allemal vergangen sei.
Das mit dem "fuchteln" müssen wir uns merken, wenn wir es wieder einmal mit Totschlag und gefährlicher Körperverletzung zu tun haben. Auch, dass ein Täter, nachdem er einem Opfer ein Messer mit voller Kraft in den Bauch gerammt hat, vom Versuch der Tötung zurücktreten kann, wenn er nur nicht ein zweites Mal zusticht, ist ein interessantes Argument.
Was die Glaubwürdigkeit des Rabbiners angehe, habe die Verteidigung allerdings erhebliche Zweifel.

schnapp

Nun sah der Geschädigte plötzlich nicht mehr gut aus:
...und das trotz der übermenschlichen Anstrengungen der Frau Friedrichsen, den Fall fair und sachlich zu schildern!
Sieben laufende oder bereits abgeschlossene Verfahren gegen Zaigarten wegen falscher uneidlicher Aussage und Betruges und anderer Vergehen wurden öffentlich erörtert, auch eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Mann, von dem er sich beleidigt fühlte.
Ja, das ändert natürlich die Sache. Der Rabbi hatte also eine kriminelle Vorgeschichte, was das gewalttätige Anpöbeln friedlicher, angekiffter junger deutscher Messerträger afghanischer Herkunft anbetrifft, der Angeklagte war hingegen lediglich dafür bekannt, ab und zu mal ein Bisschen mit dem Messer herumzufuchteln.
"Die Nebenklage hat der jüdischen Gemeinde in Frankfurt einen Bärendienst erwiesen", warf Verteidiger Endres dem Nebenklagevertreter vor.
Ganz klar! Am ganzen Antisemitismus sind ja ohnehin die Juden selbst schuld.
Es sei ein Kriminalfall zu verhandeln gewesen, nicht mehr und nicht weniger. Doch die Nebenklage habe "Ressentiments geweckt, die in dem Verfahren keine Rolle spielten, und in unanständiger und nicht akzeptabler Weise den Begriff Antisemitismus eingebracht".
Wie das die Juden eben so an sich haben.
Die Folge: Beifall von Teilen des Publikums, wie man ihn weder in einem Gerichtssaal noch außerhalb haben möchte; eine Demontage des Geschädigten
weil schließlich eine Messerattacke auf einen nicht vorbestraften Rabbi irgendwie viel schlimmer gewesen wäre.
Das hätte nicht sein müssen.
Sicher nicht. Hätte der Rabbi den Anstand gehabt, einfach zu sterben, hätte er uns allen den Artikel der Frau Friedrichsen erspart.
Man sieht, das Weißwaschen des Täters hat bei SPON Tradition, wenn es sich um die passende Täter-Opfer-Konstellation handelt. Hier wird allerdings der Täter (noch) nicht quasi-apotheotisch erhöht, man räumt immerhin ein, dass er nicht sehr nett sei.

Ist doch schön, wie man anhand solcher Medienabsonderungen den veränderten Zeitgeist ablesen kann.

Dezember 07, 2014

Einbahnstraße Rassismus und die Verantwortung der Medien

Nicht mehr sehr aktuell, aber immer wichtig: In letzter Zeit sind in Amerika in zwei Fällen weiße Polizisten, durch deren Handeln ein Schwarzer zu Tode gekommen war, nicht angeklagt worden. Das Rassismus-Geschrei in den deutschen Medien, fast immer gewürzt mit Schadenfreude, ist groß. 

Es gibt genug Gründe, Amerika zu kritisieren, aber Rassismus gegen Schwarze bei Polizei und Behörden ist ein viel zu komplexes Thema, um es derart simplizistisch abzuhandeln. Man sollte z.B. nicht urteilen, bevor man nicht die Akten, die im Fall Ferguson online stehen, und auch die Kriminalstatistiken gelesen - und verstanden - hat. Ob das jemand der hiesigen Schmieranten getan hat?

Eigentlich müsste die politisch-korrekte "antirassistische" Berichterstattung der US-Medien der hiesigen Gutmenschengleichschaltung sogar entgegenkommen, aber nein, es ist viel zu sexy, Amerika geifernd an den Pranger zu stellen. Weiß ja jeder, dass das Rassisten sind. Hauptsache wir nicht.

Wo hat man z.B. in den Mainstream-Medien jemals etwas von so unfassbaren Taten wie dem Wichita-Massaker oder dem Mord an Channon Christian und Christopher Newsom gehört? Gewalt, sex- und blutgeladen waren sie genug, aber es waren halt die falschen Täter. Man kann ja nicht rassistisch sein und scheiß' was auf die Opfer.

Und was ist mit diesem längst vergessenen Fall, in dem ein weißer Polizist, der sich völlig korrekt verhalten hatte, öffentlich Dreck fressen musste, weil der Präsident persönlich sich in diese Lappalie eingemischt hatte? Dieser Präsident hat mehr dazu getan als jeder andere der post-rassischen Ära, das Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen zu vergiften.

Es gibt längst eine schwarze Mittelschicht, es gibt im Schaugeschäft schwarze Weltstars, schwarze hohe und höchste Politiker (und zwar nicht erst seit Obama), schwarze hohe und höchste Offiziere, schwarze Akademiker und Publizisten. (Und ja, auch konservative, der wunderbare Thomas Sowell fällt mir hier auf die Schnelle ein, dann noch der konservativ-libertäre Larry Elder oder Alan Keyes.) Amerika hat einen farbigen Präsidenten, und trotzdem werden die Schwarzen in den Medien als verfolgte, hilflose Minderheit dargestellt. DAS ist Rassismus! Egal ob in den USA oder hier.

Dezember 01, 2014

Pöser Putin

Der FOCUS berichtet über das traurige Schicksal verantwortungsvoller und gutmeinender amerikanischer Adoptiveltern mit ethisch einwandfreien Familienwerten:

Nach 6 Jahren: US-Paar gibt adoptierte Kinder zurück

Bis 2013 konnten amerikanische Paare Kinder aus russischen Waisenhäusern adoptieren. Nun hat sich ein Vorfall ereignet, der für Entsetzen gesorgt hat. Ein amerikanisches Paar wollte nach sechs gemeinsamen Jahren seine Adoptivkinder zurückgeben.
Etwa 160 Millionen Kinder weltweit gelten nach Angaben der Unicef als Waisen, etwa 660.000 von ihnen leben in Russland. Bis 2013 konnten US-Bürger Waisenkinder aus Russland adoptieren, um ihnen dort ein Leben in einer intakten Familie zu ermöglichen, das gelingt jedoch nicht immer. Ein besonders gravierender Vorfall sorgt aktuell für Empörung weltweit:

Ein amerikanisches Paar, das 2008 zwei Kinder aus einem russischen Waisenhaus adoptiert hatte, wollte die Kinder nach 6 Jahren wieder zurück geben. Als Grund gaben die beiden Erziehungsberechtigten an, die Kinder würden unter psychischen Problemen leiden – sie hätten mehrfach gedroht die Eltern umzubringen. In einer Untersuchung kam daraufhin ans Licht, dass die Kinder offenbar vor der Adoption missbraucht worden waren und darüberhinaus nicht – wie angegeben - Geschwister seien.

Ein Adoptionsbeauftragter der US-Regierung nimmt die Adoptiveltern in Schutz: „Ohne diese Vorkenntnisse sind Adoptiveltern natürlich überfordert und bekommen dann auch nicht die nötige Unterstützung“ – sagte er gegenüber US-Medien.

Der Fall wirft dennoch ein düsteres Licht auf Adoptionen russischer Kinder durch amerikanische Familien. Der mit dem Fall beauftragte Richter gab in einer ersten Stellungnahme bekannt, dass Zwischenfälle wie der aktuelle keine Seltenheit seien – etwa 20% aller adoptierten Kinder leiden seiner Aussage zufolge unter Entwicklungsproblemen. Zudem seien in den vergangenen 20 Jahren 18 adoptierte Kinder durch Gewalt ihrer Adoptiveltern gestorben. Erst im vergangenen Jahr verbot die russische Regierung die Adoption von Kindern durch amerikanische Paare als Reaktion auf Sanktionen von Seiten der USA.
Liar liar pants on fire!

FAA-HALSCH!!!

Das Verbot war eine Raktion auf diesen Fall und auf andere - schlimmere - Fälle, in denen russische Adoptivkinder von ihren intakten amerikanischen Adoptivfamilien zu Tode geliebt wurden. Bereits 2010 berichtete ich in meinem Blog The Most Destructive Single Cause darüber. Ich gebe den Eintrag hier ganz wieder. Warum? Weil er es wert ist!

By now, everybody will have heard of the 7-year-old adopted boy who was placed on a flight back to Moscow by this "Tennessee mom". (Don't get me started now on disgusting American euphemisms!)

The boy may well have been a violent nutcase and she can blame the adoption agency and the Russian officials for dishonesty as much as she wants. They probably were. I am not even insisting that it was her duty to undergo therapy and all the excruciating processes other, responsible, adoptive parents choose to undergo. (Well, it WAS her duty, but I am not insisting on it for argument's sake.) However, nothing changes the fact that she put a helpless, troubled little boy alone on a 10-hour- flight and arranged for a stranger she found via the Internet, and who could have very well have been a fiend , to pick him up at the other end to drop him off like an broken bit of merchandise. So the child was too much fuss for her. Alright, but ist seems that even getting rid of him in a halfway decent manner was too much fuss for her.

I did quite an extensive Internet search and I found countless sheer and undiluted expressions of disgust at the "adoptive mother's" behaviour, even more expressing stern disapproval but granted her "good intentions" in the first place and that they could "relate" to her (yet another Americanism I hate) because they experienced similar problems with their own adopted child and -- worst -- those "I don't think we can judge unless we have gone through the same blah blah blah ..." relativists. Right! I guess you can't judge a mass murderer or a paederast until you've killed a few and raped at least one child. Gosh, DO I hate "ordinary people".
Neighbours in the rural town of 20,000 said Hansen [the adoptive mother] was a loving mother who found she could not cope with a violent child.

Linda Austin said: 'We knew there were problems but she tried her best. I think she is getting the raw end of the deal.'

Another neighbour added: 'Torry desperately wanted a child of her own, but she just found this boy uncontrollable.'
I wonder what they'd said had the skank abandoned a puppy. We've yet to see a snappy slogan like "A child is for life, not just for Christmas".

However, what I did NOT see in the course of my Internet search, was one single challenge of the fact that here we have a case of a "single mom" (Did I say that you oughtn't to get me started on disgusting American euphemisms?) as an "adoptive parent". Incidentally, previous adoption failures have increased Russian officials' wariness of adoptions to the U.S. In 2006, Peggy Sue [crappy name alert!] Hilt of Manassas, Virginia, was sentenced to 25 years in prison after being convicted of fatally beating a 2-year-old girl adopted from Siberia and 2008, Kimberly Emelyantsev of Tooele, Utah, was sentenced to 15 years after pleading guilty to killing a Russian infant in her care.

Does anybody see a pattern there?

Or here?
A Florida woman left her adopted Guatemalan kindergartener in the airport immediately after bringing him to the United States (he remained in foster care until she sought, and regained, custody of him 16 months later).
I guess we can at least be grateful that they didn't call her a "Florida mom".

What can one expect from a woman with a crappy name like "Torry Ann"? (I sometimes think that every single cliché is true.) What from an "adoptive grandmother" who makes "cute" statements like the one saying that her daughter "only wanted to have a family". And nobody laughs that old bag out of the door and tells her, as her daughter isn't married, that, no, she can't.

Is there really a scenario all that easily imaginable, where a married couple would do that to a child? That they would have rejected professional help? That they would have come forward with simpering bullshit like they "only wanted to have a family"? As if that would explain, let alone excuse, anything.

Most  women simply don't have the moral fibre, strength, reliability, integrity, maturity and devotion to be trusted with the sole care for a child. It's bad enough what they are doing to their birth children, so it's sheer and utter madness to indulge their whim "to have a family" and let them adopt. If they are unable to form a stable relationship with a man, how can they be trusted to form one with a child?

America, you have a lot of problems. You have a radical leftwinger in the White House, massive economic issues and God knows what consequences your immigration policy will have. But the worst you are doing to yourself is feminism. Why? Because it goes straight at the heart of any intact society -- the family.

What happened to the little boy is bad enough, but what is worse is the fact that nobody seems to notice that adoption rights for unmarried mothers stink.
Dazu Gudrun Eussner, die zu ähnlichen Schlüssen, wenn auch aus einer anderen Perspektive, kommt 2012:
Wer diese Statistiken [siehe dort] liest und dann noch daran glaubt, daß russische Kinder für Adoptiveltern aus den USA etwas anderes sind als Objekte zu ihrer eigenen Aufwertung, zur Vertreibung der Langeweile aus ihren Vorortreihenhäusern, ausgenutzt und angetrieben von Regierungskreisen zum Beweis der amerikanischen Überlegenheit über Rußland in der Behandlung von Kinderkrankheiten, zur Politik im verlängerten Kalten Krieg, einem solchen kann man alles unterjubeln.
Aber Hauptsache, wir haben es dem pösen Putin, der auch für das schlechte Wetter verantwortlich ist, 'mal wieder so richtig hingerieben. Scheiß doch was auf die Kinder.

November 12, 2014

Ein bisschen schwanger

Blu-news berichtet heute unter der Überschrift Rassismus im Namen des Volkes über das Urteil im Fall des Deutsch-Äthiopiers Derege Wevelsiep in Frankfurt. Wevelsiep hatte vor etwa zwei Jahren für Schlagzeilen gesorgt, weil er nach eigenen Angaben bei einer Fahrkartenkontrolle an der U-Bahn-Station Bornheim-Mitte erst von einer Kontrolleurin rassistisch beleidigt, und dann dann von Polizisten ebenfalls rassistisch beleidigt und misshandelt worden sei.

Allerdings gab es schon seinerzeit gute Gründe für Zweifel an Wevelsieps Geschichte, die in sich nicht schlüssig war und nicht wirklich zu den ärztlichen Befunden passen wollte. War der Mann wirklich „rassistisch beleidigt“ worden, oder war er vielleicht wissentlich schwarzgefahren (darf man das Wort eigentlich noch sagen?), hatte die Kontrolleure gar noch für dumm verkaufen wollen – und sich dann in die Geschichte des von rassistischen Polizisten malträtierten Farbigen geflüchtet? Was wirklich geschah, weiß man auch heute noch nicht. Die Wahrheit wird wohl für immer im Dunklen bleiben.

Das übliche Schmierentheater nahm seinen Lauf

Für das mediale Sprachrohr der Frankfurter Linken allerdings, die Frankfurter Rundschau (FR), gab es von Beginn an keinen Zweifel: Wevelsieps Geschichte stimmte, war ein willkommener Beleg für den von dieser Zeitung regelmäßig herbei fantasierten Rassismus in Reihen der Frankfurter Polizei. Schnell wurde ein großer Bericht daraus, der nur die Darstellung Wevelsieps als Wahrheit gelten ließ und in allen erdenklichen Nuancen überaus subjektiv durchdenklinierte. Es folgten weitere Artikel – eine typische FR-Kampagne waberte durch die Stadt. Über soziale Netzwerke aktivierte die Zeitung die linksradikale Szene der Mainmetropole. Demos gegen Polizeigewalt und Rassismus, Debatten im Römer, aufgebrachte Linken-Politiker – das übliche Schmierentheater nahm seinen Lauf, stetig befeuert durch weitere Artikel in der Rundschau. Skurriler Höhepunkt der Geschichte: Die Stadt sah sich allen Ernstes veranlasst, ihre Fahrkartenkontrolleure durch „V-Männer“ in U-Bahnen auf „Rassismus“ zu kontrollieren.

schnipp

Schnell die „Ausländerkarte“ gezogen

So sah es Amtsrichter Peter Alexander Pulch als erwiesen an, dass der 33-jährige Polizeioberkommissar Matthew S. besagten Wevelsiep mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe und verurteilte den Beamten wegen Körperverletzung im Amt und Beleidigung zu einer empfindlichen Geldstrafe von 120 Tagessätzen á je 70 Euro, insgesamt also 8.400 Euro Strafe. Der Richter folgte damit zumindest teilweise der Darstellung Wevelsieps, obwohl keiner der zahlreichen Zeugen dessen Version stützte. Drei weitere Polizeibeamte hatten ausgesagt, dass Matthew S. Wevelsiep nicht geschlagen habe, auch der Angeklagte selbst beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. Alles nur Lüge und gegenseitige Deckung, urteilte das Gericht.

Bemerkenswert ist übrigens schon das „teilweise“ im Richterspruch, schließlich hatte Wevelsiep nicht nur den einen Faustschlag, für den Matthew S. nun verurteilt wurde, zu Protokoll gegeben, sondern drei Schläge und zwei Tritte des Polizisten. Der ganzen Fülle der Wevelsiep‘schen Darstellung wollte der Richter aber auch nicht folgen, schließlich hatten nicht nur sämtliche Zeugenaussagen, sondern auch die Aussagen von Sanitätern und Ärzten Zweifel daran gelassen, ob die Verletzungen („nicht besonders schwerwiegend“) zu den Schilderungen passten. So berichtet auch Denise Peikert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): „Blut im Urin? Nur per Teststreifen nachzuweisen, Ursache unklar. Eine Nierenverletzung gab es nicht. Die Wunde im Gesicht? Ein Riss ohne Schwellung, nach einem Faustschlag ungewöhnlich. Die Gehirnerschütterung? Nur auf Grundlage von Wevelsieps Angaben diagnostiziert.“

Dennoch bliebe „nach zwei Verhandlungstagen die Ahnung, dass der Abend vor gut zwei Jahren anders gelaufen wäre, hätte Wevelsiep weiße Haut gehabt“, so Peikert. Das mag stimmen. Allerdings in beide Richtungen, schließlich hatte sich der Deutsch-Äthiopier mit seinen Äußerungen gegenüber der Kontrolleurin auch nach Einschätzung des Richters „völlig unangemessen verhalten“ und schnell die „Ausländerkarte“ gezogen – und damit seinerseits nicht unwesentlich zur Eskalation beigetragen. So wie er nur deswegen überhaupt einer gründlicheren Kontrolle unterzogen wurde, da er sich nicht ausweisen konnte.

Der „Mittelweg“ des Richters

Doch all das sind Nebenkriegsschauplätze, die gemeinhin vor Gericht keine allzu große Rolle spielen dürften. Was passiert wäre, ist das Eine – was wirklich passiert ist, das Andere. Die einzige Frage, die vor Gericht relevant sein durfte, lautet: Hatte der Polizeibeamte Matthew S. Wevelsiep nun wie dargestellt misshandelt und beleidigt – oder nicht? Oder, noch genauer ausgedrückt: Ist das Gericht davon überzeugt, dass die Anschuldigungen zutreffen, oder gibt es Zweifel an der Darstellung der Anklage? Dann nämlich muss in einem Rechtsstaat gelten: „In dubio pro reo“ – im Zweifel für den Angeklagten. Und Zweifel gab es hier wohl zur Genüge, wie auch das Gericht konkludent eingestand: Schließlich wertete es den Großteil der Wevelsiep-Version, also zwei von drei Faustschlägen und beide Fußtritte, als – ja, als was eigentlich? – dem Vernehmen nach wohl als Lüge. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht? In diesem Fall galt offenbar: Wer viermal lügt, dem glaubt man auch beim fünften Mal. Und das, obwohl auch bei diesem fünften Mal, dem einen Faustschlag mit der „ungewöhnlichen Wunde“, Zweifel überaus berechtigt sind.

Richter Pulch hingegen will sein Urteil als weisen Mittelweg verstanden wissen, da die Wahrheit – „wie immer“ – in der Mitte liege. Eine bemerkenswerte (Un-)Logik für ein Gericht, die übertragen auf andere Fälle den Niedergang des Rechtsstaats bedeuten würde. „Das ist eben genau nicht die Mitte, in der die Wahrheit angeblich liegt“, merkte auch FAZ-Redakteurin Peichert in ihrem Bericht an. Das Urteil sei vielmehr „ein Bekenntnis“ dazu, dass Pulch die Wahrheit „auf der Seite Wevelsieps sieht“. Zumindest das, was sich überhaupt noch irgendwie als angenommene Wahrheit vermarkten ließ.

Man könnte auch sagen: Das Urteil ist ein Bekenntnis dazu, dass selbst der deutsche Rechtsstaat nicht mehr seinen eigenen Gesetzen, sondern eher denen des Zeitgeists folgt. Auf Basis vorliegender Zeugenaussagen und Indizien hätte es nur ein Urteil geben dürfen, nämlich den Freispruch des Polizisten. Das aber hätte einmal mehr die Gemüter der städtischen Linken erhitzt und so gar nicht zur einseitigen Kampagne einer großen ortsansässigen Zeitung gepasst. Es hätte auch keinen Anlass zu all den schablonenhaft konstruierten Lobpreisungen gegeben, die auf das Urteil aus den üblichen Kreisen – beispielsweise einem Frankfurter Unding namens „Amt für multikulturelle Angelegenheiten“ – in die Welt (besser: in die Frankfurter Rundschau) hinaus geblasen wurden. Schlimmstenfalls hätte sich der Richter gar seinerseits dem Vorwurf des „Rassismus“ ausgesetzt gesehen – und wohin die Angst vor solchem Vorwurf dieser Tage führen kann, zeigte sich bekanntlich mehr als eindrucksvoll am Beispiel des englischen Rotherham. Also tüftelte sich Richter Pulch aus dem vorliegenden Wirrwarr, das niemals eine Verurteilung gerechtfertigt hätte, eine „Wahrheit“ zusammen, die kein Mittelweg zwischen Wahrheit und Unwahrheit ist, sondern einer zwischen dem Gewissen des Richters und dem Geschrei in Medien und Politik.

Im Zweifel für die Hautfarbe?

Wie der besagte Abend an der U-Bahn-Station Bornheim-Mitte gelaufen wäre, wenn Wevelsiep weiße Haut gehabt hätte, weiß man nicht, wird man nie wissen. Allerdings bleibt nach zwei Verhandlungstagen nicht nur die Ahnung, sondern fast schon die Gewissheit: Hätte Wevelsiep vor Gericht weiße Haut gehabt, wäre Matthew S. niemals verurteilt worden. So gesehen hat Deutschlands Linke, frei nach dem mittlerweile verstorbenen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, also doch „schon immer Recht gehabt“: Deutschland hat ein echtes Rassismus-Problem.

Wie sonst soll man es nennen, wenn vor Gerichten nunmehr die Hautfarbe offenbar eine derart gravierende Rolle spielt, dass ihretwegen selbst der eherne Grundsatz „in dubio pro reo“ außer Kraft gesetzt wird? Spielt etwa die „Rasse“, die es nach Stand der Naturwissenschaft im Falle des Menschen gar nicht gibt, in deutschen Gerichten wieder eine Rolle? Im Zweifel für die Hautfarbe? Das ist Rassismus in Reinform, verkündet als Urteil „im Namen des Volkes“, bejubelt als „wegweisend“ von allerlei selbsterklärten Antirassisten. Wahnsinn, aber wahr.
Kann sich noch jemand an den Fall Ermyas Mulugeta erinnern? Der Deutsch-Äthiopier hatte 2006 mit über 2 Promille im Blut in Potsdam vor einer Kneipe randaliert, Bus- und Taxifahrer angepöbelt, Passanten getreten und wurde von einem mit einem Faustschlag niedergestreckt. Er fiel aus der Höhe seiner fast zwei Meter um und schlug auf die Bordsteinkante auf -- Schädelbruch. Mahnwachen und Demonstrationen  ("Wer ist der Nächste?") hielten die immer auf der Seite des Guten stehenden Deutschen in Atem. Zwei Männer, die wohl nicht einmal am Tatort waren, wurden festgenommen und in Handschellen und mit verbundenen Augen zum Bundesanwalt nach Karlsruhe geflogen. Mit ihren kurzen Haaren und ihren bulligen Gestalten entsprachen sie dem Bild des "Rechtsradikalen". 2007 wurden sie in einem aufsehenerrregenden Prozess freigesprochen, der Rassismusvorwurf war schon vorher fallengelassen worden.


Alle auf der Seite des ewig Guten Stehenden regten sich auch weiter über Guantanamo auf.

Nicht lange nach dem Prozess stand Mulugeta selber vor Gericht und wurde wegen Betrugs verurteilt. Die Immer-Wohlmeinenden hatten 50.000 Euro für ihn gesammelt, Prozesskostenhilfe hatte er trotzdem beantragt.

Ach so! Was wird eigentlich aus dem in Frankfurt verurteilten Polizisten?

November 02, 2014

Non scholae sed vitae discimus

Im Tagesspiegel deliriert Caroline Fetscher über Islam im Sozialkundeunterricht, der helfen würde, den Islamismus, im Gegensatz zum Islam, besser einordnen zu können.

Was auch immer bislang rätselhaft bleibt an den Beweggründen derer, die vom frommen Terror fasziniert sind, in einem sind sich die Beobachter einig: Sie haben allesamt wenig oder keine Ahnung vom Islam. Sie wissen so gut wie nichts von der Geschichte des Maghreb oder des Nahen und Mittleren Ostens. Ahnungslos steigen sie, verbal oder real, auf das Abenteuer primitiver Gotteskrieger ein. Gegen Ahnungslosigkeit aber ist der Mensch nur mit Ahnung gewappnet, besser noch: Mit Wissen. Gegen den Schulhof-Islamismus, der sich ausbreitet, wie ein emotionaler Virus, macht nur eine solide Basis an Kenntnissen immun, die jenseits des Schulhofs, im Innern der Schulbauten, vermittelt werden muss. Dabei geht es nicht um den viel diskutierten, noch selten praktizierten Islamunterricht. Gefragt wäre ein faktisches, säkulares Wissen, das erst befähigen könnte, differenzierter zu diskutieren und zu urteilen.
Das wird den deutschen Schülern ein Trost sein, wenn sie 'mal wieder von ihren Mitschülern mit Migrationshintergrund eins auf die Fresse bekommen. Was ist da so rätselhaft? Als ob die deutschen Kinder auf den Schulhöfen, eben von dort, nicht schon lange alles wissen, was es über den Islam zu wissen gibt.

August 06, 2012

Mal Lob für die FAZ

Ich kann mich nicht daran erinnern, zum letzten mal einen Text auf faz.net gelesen zu haben, den ich unter Kampagnen- und Mobjournalismus subsumieren würde. Im Gegenteil: Immer wieder Plädoyers für rechtsstaatliche Werte. So auch hier. Auch hier angenehmer Zitierstil.
Daß das so ist, könnte daran liegen, daß die FAZ-Redaktion bei den Texten von "Nachrichtenagenturen" genau hinschaut, was hingegen bei WELTonline (und wahrscheinlich nicht nur dort) sicher nicht der Fall ist. Die dpa z.B. ist gänzlich unfähig, Nachrichten von Meinung zu trennen. Würde sie pleite gehen, wäre das ein großer Gewinn für den deutschen Journalismus, freilich soll hier auch die dapd nicht ausgeklammert werden. Andererseits könnte man diese Unfähigkeit auch vielen großen Zeitungen diagnostizieren.

Es mag kitschig klingen, aber: Wem Lauterkeit kein Fremdwort ist, sollte erwägen, die FAZ zu abonnieren.

» Was der Fall Drygalla lehrt

August 03, 2012

Hat selbstverständlich nichts mit dem Islam zu tun

Auf nordbayern.de steht was:

Frauen im Freizeitbad beleidigt und mit Reizgas besprüht
23-Jähriger rastete wegen Davidsterns an der Halskette einer 48-Jährigen aus - 24.07. 16:04 Uhr

Stein - Am Montagabend ist es in einem Freizeitbad in Stein zu einem Übergriff auf zwei Frauen gekommen. Ein 23-Jähriger beleidigte sie, besprühte sie mit Reizgas und zeigte den "Hitlergruß" - offenbar wegen eines Davidsterns an der Halskette einer der Frauen.
[...]
Im Bereich der Umkleidekabinen traf die 48-Jährige später wieder auf den jungen Mann. Diesem fiel auf, dass sie an ihrer Halskette ein religiöses Symbol, einen jüdischen Davidstern, trug. Daraufhin beleidigte sie der 23-Jährige, der nach Polizeiangaben Deutscher türkischer Abstammung war, aufs Unflätigste und zeigte den so genannten “Hitler-Gruß“.

Mai 29, 2012

Irre gute Idee

Nur noch geisteskrank! Und wetten dass das dieselben Leute sind, die sich jederzeit energisch und von Herzen für die Rechte der Indianer als Ureinwohner Amerikas einsetzen würden?

Mai 08, 2012

Die Informationspflicht der Medien


"Zwischen"? Welche Gewalt hat Pro NRW angewendet? Auch mit der Lösung dieses Rätsels komme ich nicht weiter und muss um Hilfe bitten.

März 10, 2012

Arabischer Frühling

Hier!

Februar 12, 2012

Sauerlands größter Fehler ...

... war es wohl, die "Love"-Parade überhaupt erst nach Duisburg zu lassen.

Juni 30, 2011

Nicht die käßmannsche Kurve gekriegt

Eine Professorenstelle wird's wohl nicht geben.

Juni 24, 2011

Interkulturelle Kompetenz

Das ist momentan der Anwärter für das Wort des Jahres. Diesmal soll dadurch die Radikalisierung von Muslimen verhindert werden. Komischerweise habe ich das Gefühl, daß es bei dem Stichwort "interkulturelle Kompetenz" im medialen Diskurs fast immer um das mich anwidernde Islamthema geht. Hat jemand anderes beobachtet?

Juni 04, 2011

Grüne Dreistigkeiten von Tabea Rößner in der FAZ

Für Landespolitiker ist das doch toll. Da Ihre Partei gerade drei neue Landesregierungen bildet, könnte es heißen: Jetzt sind wir dran.

Das haben wir nicht im Sinn. Um ein Signal zu setzen, werden wir aus Rheinland-Pfalz in den ZDF-Fernsehrat statt eines Politikers den ehemaligen Verfassungsrichter Brun-Otto Bryde das ist der Typ, den die Grünen 2000 erfolgreich im Bundesverfassungsgericht unterbringen konnten entsenden. Es geht nicht darum, dass wir, weil wir an der Regierungsmacht sind, unseren Einfluss ausbreiten. Kein Politiker, keine Regierung kann ein Interesse haben an unkritischen, gleichgeschalteten Medien.

Ministerpräsidenten schon, wenn sie bestimmen können, wer Chefredakteur wird und wer nicht.

Das mag machtpolitisch so sein. Aber ist das wirklich förderlich? Wir müssen wegkommen von dieser Art Politik-Diktat von oben, das zeigt schließlich auch Stuttgart 21. Politik braucht Transparenz, kritische Öffentlichkeit und breite gesellschaftliche Diskussion. Das hat meine Partei schon immer so gehalten.


Und daß sie Stuttgart 21 in Zusammenhang mit "kritischer Öffentlichkeit" bringt, zeigt, daß es ihr genau um das Gegenteil geht: Die Herrschaft des grünen Wutbürgers, deren einzige Legitimation sein dauerndes Empörtsein ist.

April 20, 2011

Piep Piep Piep Wolfi hat Euch alle lieb

Am 17. April schrieb die taz für Doofe:

Eine Schwedin ist beim Sonntagsspaziergang mit ihrer kleinen Tochter und einem Hund von zwei Wölfen attackiert worden. Wie der Ehemann der Frau in Medien berichtete, tauchten bei dem morgendlichen Spaziergang bei Norrtälje nördlich von Stockholm plötzlich zwei Wölfe auf und bauten sich vor dem Hund namens Tyson auf.

Während das eine der beiden Raubtiere den kleinen Hund in den Nacken biss, ihn anhob und mit der Beute in den Wald entschwand, richtete der zweite Wolf seine Aufmerksamkeit auf den Kinderwagen. Die Mutter begann sofort zu schreien und Richtung Ortschaft zu laufen. Darauf folgte der Wolf seinem Artgenossen in den Wald.

Die Forstbehörden schickten Suchmannschaften in das genannte Gebiet. Die Forstbehörden schickten Suchmannschaften in das Gebiet, die Reste des Hundes fanden.

In Schweden leben etwa 200 Wölfe. Tierschützer verlangen ein totales Jagdverbot und die Ausweitung der Population. Anwohner in sechs betroffenen Bezirken wollen dagegen eine kräftige Dezimierung durch Jagd erreichen. Sie meinen, dass die Wölfe zu viele Haus- und Nutztiere reißen und auch gefährlich für Menschen sind.

Und in eben diesem Artikel bringen diese Schmieranten dann eine Bilderstrecke ("Wölfe aus nächster Nähe beobachtet") unter, die in ihrer süßlichen Verkitschung bei gleichzeitiger romantischer Überhöhung des Raubtiers Wolf den Vogel für Schmierenjournalismus abschießen dürfte. Aber was soll's, es fällt ja eh kaum jemandem auf.
Zurzeit leben nach Angaben des Naturschutzbundes NABU mehrere Rudel in der Lausitz in Sachsen und Brandenburg. In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sichteten Jäger und Umweltschützer mehrfach Wölfe. In Bayern, Sachsen-Anhalt, Hessen und Schleswig-Holstein wurden tote Tiere gefunden.

Foto: dpa Etwa 65 Kilometer nordöstlich von Berlin liegt der Wildpark Schorfheide. 18 Wölfe leben dort in zwei Rudeln.

Wölfe im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/ZB Wenn Fütterungszeit ist...

Winter im Wildpark
Foto: pa/ZB ... können Besucher die Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Wölfe im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/dpa Die Wölfe sehen zwar gefährlich aus, wenn sie ihre Zähne fletschen...

Winter im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/ZB ... den Menschen tun sie aber nichts.

Wölfe im Wildpark Schorfheide
Foto: dpa Vielmehr sind die Tiere an den Umgang mit Menschen gewöhnt.

Wolf-Nachwuchs im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/ZB Mehr als 20 Nachzuchten von Wölfen sind im Wildpark bereits gelungen.

Wolfsbabys im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/ZB In den ersten Wochen bekommen die Tiere alle drei Stunden von Wildparkchefin Imke Heyter eine Nuckelflasche mit Trockenmilch. Die Welpen müssen am Anfang vom Rudel getrennt werden, damit sie sich an den Menschen gewöhnen.

Wölfe kurz vor Vollmond im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/ZB Ein besonderes Erlebnis sind die Wolfsfütterungen bei Nacht.

Die Wölfe vor den Toren Berlins: Besuch im Wildpark Schorfheide
Foto: dpa Mit Fackeln in der Hand stapfen die Besucher durch den nächtlichen Wildpark...

Wölfe kurz vor Vollmond im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/ZB ... um die Tiere dabei zu beobachten.

Wölfe im Wildpark Schorfheide
Foto: pa/ZB Wenn die Wölfe dann anfangen zu heulen, ist manch einem Beobachter schon ein bisschen mulmig zumute. Aber das macht den Besuch natürlich umso spannender.
Aus dem Informationsdienst Hund und Jagd:
Alaska: Joggerin stirbt nach Wolfsattacke
Informationsdienst 69
(huj) Bei einer Wolfsattacke in der Nähe eines abgelegenen Dorfes ist in Alaska eine Frau ums Leben gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass an dem Kampf zwei bis drei Wölfe beteiligt gewesen sein könnten. Mehrere Dorfbewohner hatten zuletzt über auffälliges Verhalten der Tiere berichtet.
17.03.2010

Sachsen: Ersatz für von Wölfen getötete Hunde
Informationsdienst 61
(huj) Das war in der Tat eine Frage: Wer würde den Schaden tragen, wenn Wölfe im Bundesland Sachsen Jagdhunde töten? Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer stellte jetzt klar, dass nach dem sächsischen Naturschutzrecht Jagdhunde als "Nutztiere" gelten. Werden sie während des jagdlichen Einsatzes von Wölfen verletzt oder getötet, kann vom Hundeführer Entschädigung beantragt werden. Auf die Gefahr des Einsatzes von Hunden in Wolfsgebieten muss vor Jagden hingewiesen werden.
16.07.2009

Haben Wölfe Jagdhunde zum Fressen gern?
Informationsdienst 47
(huj) 2005 kam es in Schweden zu 20 Übergriffen von Wölfen auf Jagdhunde, meisten bei der Stöberjagd. 13 Hunde wurden dabei von Wölfen getötet. Zweimal griffen Wölfe Rinderherden an, 21 Kühe waren danach tot, 21 weitere mussten notgeschlachtet werden. Bei Angriffen auf Schafe rissen die Grauen 36 Vierbeiner, zehn wurden notgeschlachtet. In Schweden kamen 2005 insgesamt fünf Wölfe zur Strecke - zwei fielen dem Straßenverkehr zum Opfer, drei wurden erlegt.
28.05.2008
Was denn nun?

Der Gutmensch und seine Pfründe

Ich muss noch einmal auf die Wölfe zurückkommen. Bei genauem Durchlesen springt einen die Ähnlichkeit der Abwiegelungsstrategien, die Feigheit, der Selbsthass, das Opfer-zum-Täter-machen und die Lüge im Angesicht einer simplen Wahrheit, förmlich an. (Zu dem Original geht es hier.)

April 19, 2011

Heute gehört uns der Müllsack und morgen die ganze Welt

Samstag war ich auf der Jahreshauptversammlung meiner Kreisjägerschaft. Solche Veranstaltungen mag ich, weil ich da zu den Jüngsten gehöre und meistens die einzige Frau bin. Vor allem Ersteres passiert mir nicht mehr sehr oft. Höhepunkt war ein Vortrag über die Wölfe in der Lausitz, denn nun wartet man gespannt darauf, dass dieses streng geschützte Großraubwild auch in das am dichtesten besiedelte deutsche Mittelgebirge, das Erzgebirge, weiterwandert.

Die Webseite "Wolfsregion Lausitz" könnte als Nachschlagewerk über politisch korrekten Umgang mit wilden Tieren dienen. Unter der Überschrift "Angst vor Wölfen" finden sich solche Klopfer wie "Menschen gehören nicht zur normalen Beute von Wölfen" oder "Unerfahrene Jungwölfe sind manchmal weniger scheu, eher neugierig-naiv, zu einem aggressiven Verhalten gegenüber dem Menschen kam es aber noch nie" oder "Gelegendlich werden Wölfe in der Nähe, selten direkt in Ortschaften gesehen. Dort können sie auch Nutztiere reissen, besonders wenn diese unzureichend geschützt sind." Nun kann man nur noch hoffen, dass die Wölfe das auch wissen und die blöden Bauern sind es eh selbst schuld, wenn die Wölfe ihre Schafe reißen.

Nachhaltige Empörung

Da tun die mal was für Umweltschutz und Recycling und so, und schon gehen die in die Luft ...

April 12, 2011

Willkommen im Narrenparadies.

Wenn der Pastor einer Gemeinde von 50 Seelen in Florida der Verbrennung einer Ausgabe des verkackten Buches eines epileptischen Pädophilen aus dem 7. Jahrhundert, das Bigotterie, Mord, Eroberung und Versklavung kodifiziert, wenn also dieser Pastor der Verbrennung dieses Buches beiwohnt, steht die Welt Kopf, denn das Buch ist der Koran und Muslime könnten böse werden, was sie dann auch taten. Immerhin fragen einige Mutige, ob man dem Prediger denn "ganz" die Schuld an den etwa 20 Morden an Christen in der islamischen Welt geben könne.

März 08, 2011

Aber klar gehört der Islam zu Deutschland

Yassin Musharbash darf uns auf SPON über den Islam in Europa belehren. Auch er hat eine deutsche Mutter, ist aber nicht ganz so dreist wie Hilal Sezgin und vielleicht hübscher aber jedenfalls schlanker als Mariam Lau. Wegen seines "arabischstämmigen" Vaters gilt er als Terrorexperte, na wenn das mal kein Rassismus ist.