Dienstag, 5. April 2011

Doofheit als kongeniale Ausdrucksform

Wer - wie ich - einmal geglaubt hat, die Amateurfraktion der Gähnachse (zu der durchaus auch Einige gehören, die für ihr Zeugs vermutlich bezahlt werden, wenn auch nicht von der Achse) habe mit Freddy dem Frisörfobiker ihren Nadir erreicht, wird von Frau Feixner, dem schreibenden Lachsack, unter der stilvoll-dezenten Überschrift "Fuck you, Vodafone!" eines Besseren belehrt. Auch sie redet am liebsten über eines - sich selbst.

Auf meinen neuen Visitenkarten steht nur noch meine Mailadresse. Wenn ich das Bedürfnis nach Gequatsche habe, rufe ich gern jemanden an (meistens eher nicht). Damit liege ich im Trend, in den USA soll es, so las ich kürzlich in der „New York Times“ [blah yabber yack yack...]
(Hervorhebungen von mir.)
In der Tat! Quaatschen tut sie woanders.

Und während Freddys Beiträge zwar ebenfalls so spannend sind, wie Farbe beim Trocknen zuzuschauen und genauso vor ärgerlichen Ich-bin-toll-und-wichtig-ismen strotzen, ist er zumindest eines - man muss es ihm lassen - nie: vulgär. Nicht einmal als Stilmittel. Ein Satz wie: "Der Mann in der Jogginghose jedenfalls wollte mir vor dem Pinkeln noch schnell sein Geschlechtsteil zeigen" würde er nicht über die Lippen bzw. die Tastatur bringen.

Langeweile zu verbreiten, Selbstgefälligkeit auszuschwitzen und Vulgarität nicht als Stilmittel, sondern als kongeniale Ausdrucksform zu verwenden, ist schlimm genug, aber diese Frau ist dazu noch garantiert IMMER auf der falschen Seite, egal worum es geht. Im Oktober bereits fiel mir das hier auf:
Man kann ja nur noch milde den Kopf schütteln über Menschen, die beim Einkaufen darauf achten, dass nicht zu viele „E“ (Geschmacksverstärker, künstliche Farbmittel etc.) auf den Lebensmittelpackungen stehen. Rührend! Glutamat ist angesichts der aktuellen Entwicklung nun wirklich unser kleinstes Problem. Wer weiß, was alles im Pudding oder in den angeblich gesunden Tiefkühlerbsen ist.
Da schüttelt also eine Frau, die entweder unverheiratet und kinderlos ist oder der es wurscht ist, wie es den ihr Anvertrauten ergeht, solange sie nur ihre peinliche Witzischkeit loswerden kann, supercool und aus gefühlt ganz großer Höhe "milde den Kopf" über Leute, denen es nicht wurscht ist, dass wir alle uns freiwillig debil fressen. Forscher der Universität Liverpool z.B. fanden heraus, dass die wichtigsten Hilfsmittel der Nahrungsindustrie, zu denen der gelbe Farbstoff E 104, die blaue Farbe E 133, der Geschmacksverstärker Glutamat, E 621, und der Süßstoff Aspartam, E 951, sich in ihrer zerstörenden Wirkung auf die Hirnzellen nicht, wie man meinen könnte, addieren, sondern sich vervielfachen.

Nach Ansicht der Forscher stützen diese Erkenntnisse den Verdacht, dass die untersuchten Zusatzstoffe bei Kindern zu Hyperaktivität, Lern- und Konzentrationsstörungen, sowie Verhaltensauffälligkeiten führen, und insbesondere Aspartam und Glutamat die Entstehung von Essstörungen, Alzheimer und Parkinson begünstigen. Notfalls genügt aber auch der regelmäßige Konsum dessen, was der schreibende Lachsack so absondert.