Freitag, 25. Dezember 2009

Mutti ist GOTT: Ein Beitrag zum Christfest

"Bischöfin" Margot Käßmann hat schon früher unseren Unmut erregt, weil sie, in ihrem Eifer, die Tatsache zu rechtfertigen, dass sie nicht mehr gewillt war, ihr eheliches Treuegelöbnis zu halten, gleich eine breite Schleimspur durch die Heilige Schrift zog:

Die Ehe ist eine gute und richtige Institution ... Aber die Bibel sagt auch, ´was du auf Erden lösen willst, das soll auch im Himmel gelöst sein` (Matthäus 16, 19)
... was immer der Dichter uns damit sagen wollte. Dass dies ausgerechnet in Deutschlands Schweineblatt Nummer 1 geschah, ist vermutlich nur stimmig.


Immer wieder beweist "Bischöfin" Käßmann, ihr Stilgefühl, ihre Seriosität und den Niedergang der deutschen Dentaltechnik dadurch, dass sie dem unheimlichen Lieblingsblatt der Deutschen, gerne mit Foto, ihre intimsten Gedanken ("Ich bin nicht auf der Suche nach einem neuen Mann") anvertraut. Ihre Bescheidenheit ist legendär.
Wie reagierte er [der seinerzeitige Ehemann] darauf, dass sein [sic!] Frau an Brustkrebs erkrankt ist? "Er konnte es schwer wahrhaben, weil ich bislang immer alles hingekriegt habe. Es fiel ihm nicht leicht, zu akzeptieren, dass ich dieses Problem nicht schnell geradebiegen kann. Normalerweise schafft seine Frau immer alles."
Und weil das noch nicht peinlich genug war, antwortete sie auf die knallhart-investigative Frage der Schweineblatt-Journaille, wie denn ihre Töchter mit ihrer öffentlichen Mutter zurechtgekommen seien:
Sie haben meine Rolle lange nicht realisiert, auch deshalb, weil ich sie aus der Öffentlichkeit heraushalten konnte. Für sie war ich die Mutter, über deren Pestosoße zu den Spaghetti [Wie ungemein Toscana! Spiegeleier mit Bratkartoffeln taten es wohl nicht?] gemotzt wurde. Erst heute nehmen sie richtig wahr, was diese Rolle bedeutet.
Aber es geht, man glaubt es kaum, NOCH schlimmer:
Wenn Sie nicht Bischöfin geworden wären, was dann?

Ich denke, Journalistin. Ich wollte schon immer die Welt verändern...
Genau so wie die Jungs von BILD, gelle Frau Bischof?

Und da die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung der durchschnittlichen DoppelX-Chromosom-Belasteten sich immer (aber auch IMMER!) umgekehrt proportional zu der Höhe des Amtes verhält, das irgendwelche dämlichen Männer ihr anvertraut haben, damit sie nur ja niemand "Macho" schimpft, versteigt sich die Bischöfin nach ihrer Wahl zur Ratsvorsitzenden der EKD zu Folgendem:
Auch Käßmann dürfen die Menschen widersprechen. "Ich bin keine unfehlbare Päpstin."

[...]

Zeit für eine neue Liebe hat die oberste Kirchenchefin zurzeit nicht – doch sie würde sich eine schöne Partnerschaft wünschen. Demütig sagt sie: "Auf irgendwas muss auch ich verzichten."
Diese unaussprechlich demütige Knallcharge, ihres Zeichens promovierte Theologin, weiß also entweder nicht, dass die "Unfehlbarkeit" des Papstes sich auf genau zwei Dinge erstreckt, nämlich die Unbefleckte Empfängnis Mariens, die vom ersten Augenblick ihrer Existenz an ohne Erbsünde gewesen sei (Papst Pius IX. 1854) und die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel (Pius XII. 1950), oder sie versucht, in dem miesesten Printmedium der Nation, einen Punkt gegen den Papst, bzw. gegen die Katholische Kirche, zu machen, weil sie davon ausgehen darf, dass die überwältigende Mehrheit der BILD-Leser es nicht besser weiß. Wenn ein pointegeiler Schreiberling so etwas äußert, mag man ihm Unbildung zugute halten, der promovierten Bischöfin nicht.

Etwas mehr Ehrlichkeit und etwas weniger "Demut", Frau Bischof!
BILD: Worauf dürfen sich 25 Millionen Protestanten bei Ihnen freuen?

Käßmann: Auf einen fröhlichen Christenmenschen! ... [blah blah sabber sabber] ...

BILD: Und die Katholiken?

Käßmann: Auch die wissen, was sie an mir haben:
Darauf kannst du einen lassen, Margot!