Montag, 1. Februar 2010

Wenn man das Osterhäschen aufs Feuilleton loslässt

Die Gähnachse untertrifft sich selbst:

Und deshalb gilt hierzulande nichts schlimmer als Krieg, obwohl Naturkatastrophen und Grippeepidemien weit verheerender sein können.*
Wie querdenkerisch! Da sitzt eine alternde Frau bräsig vor ihrem Computer und schreibt ernsthaft SOWAS! Muss man dieser (um Broder miszuzitieren) promovierten Dummbätzin wirklich erklären, was es für Männer bedeutet in den Krieg zu ziehen und dass das etwas anderes ist, als von einem Gletscher verschluckt zu werden oder an Grippe zu sterben?
Wer dachte, dass Rohheiten der Achse-Autoren, wie Doofkopp Freddys "fünfzig Millionen unerwünschte Menschen" die ja glücklicherweise abgetrieben wurden, Grinsemännchens "Montagsautos der Evolution" und Pimpelchens "besoffene Fahrlässigkeit" ununtertreffbar sind, hat sich geirrt.

Dass sowas von einer Frau kommt, ist nicht ganz so verwunderlich. Die wollen immer mitquatschen bei Dingen, von denen sie keine Ahnung haben, und wer immer noch an die weibliche "emotionale Intelligenz" und "Empathie" (zwei von den beliebten selbstgratulierenden Entschuldigungen, die immer wieder gerne genommen werden, eben um immer doof mitzuquatschen) glaubt, glaubt auch an den Osterhasen. Es brauchte wirklich eine Frau, um der doofen Bischöfin eine noch dööfere Antwort zu geben. Ob die eine Woche mit Roméo Dallaire in Ruanda eines Besseren belehrt hätte? Ich bezweifle es. Aber schick hätte sie im Kampfanzug ausgesehen.

"Sechs Jungens stellten die Fahne auf. Der erste, der die Stange in den Boden trieb, war Harlon Block. Harlon war ein All State Fußballer. Er meldete sich zum Marine Corps zusammen mit allen Stamm-Mitgliedern seiner Fußballmannschaft. Sie gingen fort, um ein anderes Spiel zu spielen. Ein Spiel, genannt Krieg. Aber es stellte sich heraus, dass es kein Spiel war.

Harlon, 21 Jahre alt, starb mit seinen Gedärmen in den Händen ... Ihr müsst wissen, dass die meisten Jungens auf Iwo Jima 17, 18 und 19 Jahre alt waren. Der nächste Junge ist René Gagnon aus New Hampshire. Wenn ihr in dem Moment, als dieses Foto aufgenommen wurde, Renés Helm abgenommen und in das Helmband geschaut hättet, wäre da eine Fotografie gewesen. Eine Fotografie seiner Freundin. René tat sie dort hin zu seinem Schutz, weil er Angst hatte. Er war 18 Jahre alt. Jungens haben die Schlacht bei Iwo Jima gewonnen, Jungens, nicht alte Männer.

Der dritte Mann war Feldwebel Mike Strank. Mike ist wirklich mein Held. Er war der Held all dieser Jungens. Sie nannten ihn "alter Mann", weil er so alt war. Er war schon 24! Wenn Mike seine Jungens im Trainingslager motivierte, sagte er nicht: "Auf, lasst uns Japaner töten" oder: "Lasst uns für unser Land sterben", er wusste, dass er zu kleinen Jungens sprach. Er sagte: "Ihr tut was ich sage, und ich bringe euch nach Hause, zu euren Müttern."

Der letzte ist Ira Hayes, ein Pima Indianer aus Arizona. Ira Hayes verließ Iwo Jima lebend. Er ging in das Weiße Haus mit meinem Vater. Präsident Truman sagte zu ihm: Sie sind ein Held." Er sagte zu Reportern: "Wie kann ich ein Held sein, wenn 250 meiner Kumpel mit mir auf die Insel kamen und nur 27 sie wieder lebend verließen?"

Ira Hayes hatte Bilder des Grauens in seiner Seele. Er starb sturzbetrunken mit dem Gesicht nach unten [in einer Pfütze], 32 Jahre alt, 10 Jahre, nachdem dieses Foto aufgenommen wurde.

Der Nächste ist Franklin Sousley aus Hilltop, Kentucky. Er war ein immer gutgelaunter Hillbilly Boy. Franklin starb auf Iwo Jima mit 19. Als das Telegramm kam ... brachte es ein barfüßiger Junge zu der Farm seiner Mutter. Die Nachbarn, die eine Viertelmeile entfernt wohnten, haben sie die ganze Nacht schreien gehört.

Auf der anderen Seite der Statue, der erste Junge, das ist mein Vater, John Bradley aus Antigo, Wisconsin ... Mein Vater sprach niemals mit der Presse. Wir Kinder hatten eine Liste von Ausreden, die wir den Presseleuten erzählen mussten, warum Vater nicht mit ihnen sprechen konnte.

Mein Vater sah sich nicht als Held ... John Bradley war ein Sanitäter ... Auf Iwo Jima hat er wahrscheinlich mehr als 200 sterbende Jungens in seinen Armen gehalten. Und diese Jungens haben sich gewunden und schrien vor Schmerzen.

Mein Vater hat mir gesagt: "Ich möchte, dass du nie vergisst, dass die Helden von Iwo Jima die Jungens waren, die nicht wiederkamen."

Das ist die Geschichte sechs netter Jungens. Drei starben auf Iwo Jima und drei kamen zurück als Nationalhelden. Ingesamt starben 7.000 Jungens auf Iwo Jima in der schlimmsten Schlacht in der Geschichte des Marine Corps.

Nur Minuten nach dem Hissen der Fahne waren Feldwebel Michael Strank, Obergefreiter Harlon Block und Gefreiter Franklin Sousley tot.

Danke, dass ihr mir zugehört habt. Guten Abend."


(Aus eine Rede, die James Bradley spontan einer Gruppe von Schulkindern aus Wisconsin hielt, die das Iwo Jima Monument besichtigten, das er grade auch besuchte, um seinem Vater "Gute Nacht" zu sagen, Übersetzung von mir.)

Einem Naturereignis ausgesetzte Soldaten des Black Watch Regiments auf der Krim.


Father Mychal Judge OFM, offiziell der erste Tote des 11. Septembers 2001. Er starb in Ausübung seiner priesterlichen Pflicht als er einem seiner Männer die letzte Ölung spendete an Grippe.


Deutscher Kriegsgefangener hilft verwundeten britischen Soldaten, Barnafay Wood, 16. Juli 1916.
Einige Männer sind in ein Gewitter geraten. Pech!



* Hier das Link zu dem gesamten Blogeintrag, 1238 Wörter und 9329 Anschläge sinnlos verklappt mit Philosophierereien über den Krieg und die deutsche Geschichte, die tausend - und tausendmal intelligentere - Vorgänger haben. Aber für ein Link auf der Gähnachse reicht's wohl allemal noch.