Dienstag, 31. August 2010

Das Grauen hat jetzt einen Namen

Es heißt "Pimpelchen".

Der Dorfdepp der Gähnachse hat wieder zugeschlagen. Es lohnt sich immer wieder, über ihn zu schreiben, weil man Bücher damit füllen kann, was er nicht weiß. Das Grauen ist mitten unter uns:

Grundsätzlich ist die Sache klar: Hinter dem breiten Rücken der Freiheitsstatue darf sich jede Weltreligion, jede Menschheitsbeglückungslehre, jede noch so obskure und verfemte Sekte tummeln, wie sie mag. [Was für eine saudämliche Metapher!] Amerika ist - auch wenn manche das anders sehen - kein christlicher Staat. [Wird es jemals aufhören, sich Amerika schönzulügen?]

schnipp

Aber eine Moschee, genauer gesagt: ein islamisches Kulturzentrum in unmittelbarer Nähe zum Ground Zero...? [Und neulich war es doch noch gaaanz weit davon enfernt!] Muss das wirklich sein? Ground Zero ist heiliger Boden. Hier ermordeten am 11. September 2001 Mohammed Atta und seine Mitverschwörer nahezu 3000 Menschen. Wer könnte das je vergessen? Uns allen haben sich die Fernsehbilder von den Opfern auf den Fenstersimsen eingebrannt, die vor einer entsetzliche Wahl standen: in dem schwarzen Rauch zu ersticken, der hinter ihnen aus den Flammen quoll [Schreibt es einen Besinnungsaufsatz "Wie ich 9/11 erlebt habe" oder was?], oder den letzten verzweifelten Schritt nach vorn ins Leere zu wagen. Viele sprangen in den Abgrund - Hand in Hand. Und jeder weiß, was die Mörder brüllten, während sie die Passagierflugzeuge in die zwei Hochhaustürme steuerten. "Allahu akhbar!", schrien sie: Allah ist groß! [Awmegawd, es hat sich informiert was am 11. September ablief! Es liest uns!] Und nun soll sich direkt neben dem Schauplatz dieses ungeheuerlichen Verbrechens [Autsch!] ausgerechnet ein islamisches Bauwerk 13 Stockwerke hoch in den Himmel erheben? Riecht das nicht verdächtig nach islamischem Triumphalismus? Kein Wunder, dass die Emotionen hochkochen. "Null Toleranz am Ground Zero", sagen die einen... [blah blah yabber yabber yack yack...]

Der Streit um die Moschee neben dem Ground Zero erinnert von ferne an eine andere Auseinandersetzung: die heftige Diskussion um das Karmeliterkloster in Auschwitz, die in den Achtzigerjahren entbrannte. Viele Juden empfanden dieses Kloster als Provokation, als unerträgliche Schamlosigkeit... Einer aber widersprach damals - der israelische Schriftsteller Amos Oz. [Blah blah yabber yabber yack yack ...]

Analog könnte man sagen: Der islamische Fundamentalismus ist zwar nicht mit dem Islam identisch. Aber er ist doch nicht über den Islam gekommen wie eine Kolonialmacht, die ein fremdes Territorium okkupiert; er ist aus dem Islam gekommen wie eine Schlange, die aus einem Ei kriecht. [Aua-Metapher!] Kein besserer Ort als der Ground Zero, um darüber nachzudenken, wie dies möglich war. [Ob er das wirklich meint, oder ob er diesen geisteskranken Dreck nur absondert, um Recht zu behalten?] Wurde die Gewalt dem Islam nicht sozusagen in die Wiege gelegt ...? War der Prophet Mohammed denn kein Eroberer à la Napoleon, der über Leichen ging? [Äh? Napoleon? Mohammed? Ersterer stand einem halbdiktatorischen Regime mit plebiszitären Elementen vor, letzterer war ein geisteskranker Massenmörder mit religiösen Wahnvorsellungen. Ersterer hat durch so manche Reformen – z.B. die der Justiz durch den Code Civil – und die Durchsetzung der Abschaffung feudaler Privilegien verbunden mit der Emanzipation der Juden - sollte das unser Über-Philosemit nicht wissen? - und Einführung der Rechtsgleichheit ganz Europa bis in die Gegenwart hinein geprägt. Letzterer... ach lassen wir das.]

schnapp

Jenes Kulturzentrum müsste von gemäßigten Muslimen [Man glaubt es nicht, wenn man es nicht gelesen hat!] geleitet werden, nicht von wildgewordenen Demagogen, die den Heiligen Krieg predigen. [Klar! Genau wie es ja auch zahllose Deutsche gab, die nur von wildgewordenen Demagogen, die den Heiligen totalen Krieg gepredigt haben, dominiert wurden. Klar, eigentlich waren alle Deutsche friedliche Leute und mochten auch die Juden ganz gerne, bis diese wildgewordenen Demagogen alles vermasselt haben.]

schnipp

Welchen Stellenwert räumt Imam Abdul Feisal Rauf der Scharia im modernen Leben ein? Ist sie ein unabänderliches Gesetz, das Allah vom Himmel herab gesandt hat, oder handelt es sich bei der Scharia um einen Quell der Weisheit, aus dem der gläubige Muslim dann trinkt, wenn es ihm schmeckt, den er aber jederzeit kritisieren kann? Und was gilt im Zweifel mehr: die Scharia oder das Gesetzbuch der Vereinigten Staaten von Amerika? Im Talmud heißt es dazu klar: "Das Gesetz des Königreiches ist Gesetz". Werden die Muslime sich daran ein Vorbild nehmen? Auch hier sollte dem Imam keine rhetorische Ausflucht gestattet werden. [Ich lach mich schlapp!]

Die beste, die kreativste, die frechste [Aua!] Antwort auf das geplante islamische Kulturzentrum am Ground Zero fand Greg Gutfield. Dieser Spaßvogel [Ha ha!], der beim konservativen "Fox"-Sender [Fox ist nicht "konservativ", sondern von den Saudis gekauft, oh großer Medienschaffender in Amerika.] spätnachts eine Talkshow hat, reagierte sehr amerikanisch [und jetzt kann man ganz sicher sein, dass ein erbarmungswürdiger Scheißdreck kommt]: Greg Gutfield ruft nicht nach Vater Staat. Er will kein Verbot. Das Recht von Muslimen, eine Moschee zu bauen, ist ihm eine Selbstverständlichkeit. Soll doch - wie das im Kapitalismus üblich ist - der freie Markt die Sache regeln! [Klar, so wie die Saudis Fox gekauft haben! Freier Markt ist immer gut!] Und so kündigt Gutfield allen Ernstes an, er werde gleich neben dem islamischen Zentrum eine Schwulenbar eröffnen...

Der Islam sei der Homosexualität bekanntlich nicht gerade freundlich gesonnen. Eine Schwulenbar gleich neben der Moschee könne da Grenzen niederreißen und die Homophobie in der islamischen Welt verringern."
Das Letzte, was in der islamischen Welt verringert werden muss, ist die "Homophobie". Sollte es wirklich nicht wissen, dass Homosexualität "in der islamischen Welt" ebenso weit verbreitet, wie tabuisiert ist? Außer wenn es mit kleinen Jungens gemacht wird, dann ist es ganz okay.

Der Kerl sondert seinen Scheiß wirklich einfach so im Vorbeigehen ab. Auf Amerikanisch (sic!): He makes up his shit as he goes along.


Den selbstverliebten Schwätzer einen Gutmenschen zu nennen, ist eine Beleidigung aller Gutmenschen.