Es ist jetzt das zweite Mal, dass er einen hohen Offizier unter den Bus schubst, dieser Verteidigungsminister. Der erste war Oberst Klein, dessen Name entgegen sonstiger Gepflogenheiten veröffentlicht wurde und gegen den nie ein Verfahren hätte eröffnet werden dürfen, der zweite ist jetzt der abgelöste Kommandant der Gorch Fock, der, wieder entgegen aller Gepflogenheiten, wie ein geprügelter Hund noch auf seinem Schiff ausharren musste, bis sein Nachfolger eintraf. Von einem Mann der Herkunft Guttenbergs erwarte ich, dass er Sinn für den soldatischen Ehrenkodex hat. Dass ein Manfred Wörner seinerzeit einen deutschen General vorführen konnte, weil er Zeugen aus dem Strichermilieu mehr vertraute, war ja nun nicht SO verwunderlich. Von DIESEM Minister hätte ich allerdings mehr Sinn für Dekorum erwartet.
Samstag, 29. Januar 2011
Traumschiff
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The_Editrix
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19:47
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Labels: Abgrundtief verkommen, Allgemeinverprollung, Einfach nur gut, Etiketteecke, Guttenbergs Talfahrt
Montag, 3. Januar 2011
Blumen der Bellos
Wolfgang Röhl hatte auf AchGut den Blumen des Blöden einen netten kleinen Wettbewerb gewidmet.
Dem leider früh verstorbenen Anglistikprofessor Dietrich Schwanitz, u. a. Autor des Bestsellers „Bildung - alles was man wissen muss“, verdanken wir wertvolle Tipps, wie man sich auf gesellschaftlichem Parkett als Mensch von Bildung und Stil ausweist. Diskutiert beispielsweise irgendwo ein Zirkel über einen gerade hoch gehandelten Schriftsteller, rät Schwanitz zu dem gewitzten Einwurf „Aber ein Musil ist er nicht!“ Widerspruch? Nicht zu befürchten. Kaum ein Schwein habe ja Robert Musils sterbenslangweiliges Hauptwerk „Der Mann ohne Eigenschaften“ gelesen.Das Ergebnis ist lesenswert!
Natürlich bedarf es eines stattlichen Phrasenvorrats, um dauerhaft im Debattenmainstream mitschwimmen zu können, welcher sich aus „Spiegel“, „Zeit“, „SZ“, „Anne Will“ und „Monitor“ speist, Claus Leggewie für einen Sozialwissenschaftler, Renate Künast für eine politische Begabung und Margot Käßmann für eine Querdenkerin hält. Ferner benötigt man ein ganzes Arsenal von blumigen Sentenzen, die niemand bestreiten kann, der die Erde von seinen Kindern nur geliehen hat.
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The_Editrix
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14:48
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Labels: Das saubere Ende der Kackwurst
Sonntag, 2. Januar 2011
Eugenik und Ästhetik
Das Jahr fängt gut an. In der konservativen (kicher) WELT habe ich heute Tanja Dückers, die schreibende Mülltonne mit Onlinezugang entdeckt. (Keine Links, bitte googeln!) Unter dem Titel "Die gefährliche Sehnsucht nach der Familie" erklärt sie uns die Welt:
Tradition und Herkunft durch eine Familiengründung implementieren zu wollen, ist insofern von vorneherein ein schwieriges, wenn nicht zum Scheitern verurteiltes Unterfangen, weil Kinder qua natura eher kleine Anarchisten als Hüter der Tradition sind, d.h. die romantische Sehnsucht nach Familie wird in jedem Fall mit der Wirklichkeit konfrontiert. Auch wenn sie sich meist nach einer Sturm-und-Drang-Phase ihren Eltern wieder annähern: Eltern werden kaum umhin kommen, mit der (zeitweiligen) Infragestellung ihrer selbst konfrontiert zu werden.Was wir selbstverständlich nicht gewusst haben, und für sowas wird man dann auch zum Dank von der Zeitschrift Cicero als eine "der 500 führenden deutschsprachigen Intellektuellen" geführt.
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The_Editrix
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23:50
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Labels: Abgrundtief verkommen, Familienwerte, Geh bügeln
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