Donnerstag, 30. Juni 2011

Nicht die käßmannsche Kurve gekriegt

Eine Professorenstelle wird's wohl nicht geben.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Warum ist der Strompreis in Frankreich niedriger?

Die deutschen Stromversorger betreiben "hemmungslose Abzocke", ständig liest man das. Zu wenig Wettbewerb heißt es. Gleichzeitig ist aber die Kilowattstunde in Frankreich, wo die franzöische EDF einen Marktanteil von weit über 50% hält, um etwa 5 Cent günstiger. Wie ist dieser Unterschied - bei noch geringerem Wettbewerb in Frankreich - eigentlich zu erklären?

Was ist ein griechisches Ja eigentlich wert?

Man wird ja mal fragen dürfen ....

Dienstag, 28. Juni 2011

Dem Ansehen der Soziologie wäre sehr geholfen ...

... wenn viele ihrer professoralen Vertreter mehr wissenschaftlich publizieren würden und weniger den linksideologischen Öffentlichkeitsdiskursheini spielen würden. Das letzte aktuelle Beispiel hierfür liefert dieser renommierte* Soziologieprofessor, der offenkundig seinen Wissenschaftlerberuf mit dem des Priesters verwechselt. (Man beachte auch das Posing auf dem Foto! Das sind kreative Genies, das zeigt schon das moderne Kunstwerk im Hintergrund. Naja, mit großer Wahrscheinlichkeit glauben sie das zumindest.) Wie es halt fast immer so ist, wenn ein Mann dieses Faches sich zur Energieversorgung äußert, kommt dabei seitenlanges völlig belangloses Geschwafel, gespickt mit unbewiesenen Behauptungen heraus. Aufgrund seines Titels darf er das dann auch in einer großen Zeitung kunstvoll auswalzen. Sehr unterhaltsam sind dann Passagen wie diese, die von großer Agitationserfahrung zeugen:

Einen so schnellen Ausstiegskurs wie Deutschland fährt keine andere Industrienation. Ist das nicht doch übertriebene Panik? Nein. [Ah!] Es ist nicht deutsche Angst. [Nein!] It’s the economy, stupid! [Oho!] Kernenergie wird auf Dauer teurer, erneuerbare billiger. [Ich weiß das ganz genau! Von Fixkosten und variablen Kosten muß ich nichts wissen. Deswegen ist es ja gut, wenn man ein Kernkraftwerk möglichst kurz laufen läßt. Macht sie "auf Dauer" wirtschaftlicher!] Vor allem aber gilt: Wer weiter sämtliche Optionen offen lässt, wird nicht investieren. [Aha!] Dann schafft Deutschland die Energiewende nicht. [Ja, das würde mein Lebensglück ungemein stören. Zum Glück tun unsere vom Nationalismus völlig geläuterten Soziologen aber noch was für Deutschland, und die Welt!]
Das Erstaunliche ist ja, daß diesen Leuten so ein Schwachsinn nie selbst peinlich wird.

Der Gaga-Artikel des Tages

Hier.

Sonntag, 26. Juni 2011

Was ist denn mit DEM los???

Hier.

Das EEG und der größte Stimmenkauf in der Geschichte der Bundesrepublik

Nun sagen es endlich auch mal prominentere Wirtschaftswissenschaftler. Die Photovoltaiksubventionen sind eine gigantische Fehlinvestition (es geht da um große zweistellige Milliardenbeträge). Aber um die Zukunft des Stromnetzes ging es von Anfang an nicht: Mit den Solarförderungen haben die Grünen auf Kosten aller Verbraucher einen kaum vorstellbaren Wählerstimmenkauf, der immer noch am Laufen ist, ganz legal hingekriegt. Wer das nicht glaubt, soll einfach mal in Süddeutschland durch ländliche Gegenden fahren!
Das sagen die Forscher leider nicht. Bravo, ihr Grünen. So schlau wie ihr muß man erst mal sein!
Die im Zweifelsfall um keinen Populismus verlegene CSU in Bayern ist indessen auch auf diesen kostspieligen Zug aufgesprungen, sie will ja in Bayern noch Wahlen gewinnen.

Freitag, 24. Juni 2011

Interkulturelle Kompetenz

Das ist momentan der Anwärter für das Wort des Jahres. Diesmal soll dadurch die Radikalisierung von Muslimen verhindert werden. Komischerweise habe ich das Gefühl, daß es bei dem Stichwort "interkulturelle Kompetenz" im medialen Diskurs fast immer um das mich anwidernde Islamthema geht. Hat jemand anderes beobachtet?

Leseempfehlung: das westliche Eigenbild und der Fortschritt

Dare we hope that the alternate narrative, now largely unknown, unheard, and disregarded, might soon become dominant? Systemic crisis might open the door. If so, what remains of the West may find a solid postmodern footing in the framework the alternate narrative offers. That framework in no way rejects reason, science, or modernity’s mastery of nature. (Some neo-pagan postmodern views, such as Deep Green environmentalism, reject all three.) Rather, it calls for reason to join again with faith on the model offered by our Medieval ancestors and build anew a splendid Western civilization.
Woraus die "alternate narrative" nach Meinung des Verfassers besteht, kann man in diesem spannenden Text nachlesen.

Auf den Punkt gebracht: Das verkommene studentische Ehrenamt

Es ist Zeit, jede – Zugehörigkeitsgefühl genannte – Erpressung zum bedingungslosen Mitmachen in studentischen Gremien für Nachwuchspolitiker, die kein Mensch braucht, öffentlich zu denunzieren. Was sich im Jenenser StuRa als Mitmachagentur und Zensurbehörde häuslich eingerichtet hat, ist der lokale Ausdruck einer selbstverständlich positiven deutschen Staatsbürgermoral, die sich freiwillig gleichgeschaltet auf die Suche nach Kameradenschweinen macht.
Mehr hier.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Tagesdiktum: Der heutige deutsche Kollektivtraum

Heute denkt eine dekadente Mittelschicht, sie würde ihr Lebensglück vermehren, wenn sie die Energieversorgung auf "Erneuerbare" umstellt. Unglücklich wird sie, wenn ihr Essen nicht das Label "bio" hat. Man fragt sich, wo bleiben da die individuellen Ziele? Was will der Anti-Atom- oder Stuttgart 21-Protestler in seinem eigenen Leben erreichen? Hat er das sich Ziele setzen schon aufgegeben?

Das Christentum ist faschistisch

Wer so etwas behauptet, könnte als öffentliche Person evtl. die Empörung der Kirchen ernten, vor Gericht würde man deswegen aber höchstwahrscheinlich nicht gezogen werden. Beim Islam sind die Sensibilitäten etwas größer. Nichtsdestotrotz ist Geert Wilders nun freigesprochen worden. Gut so.

Dienstag, 21. Juni 2011

Stuttgart 21 und die grüne Kumpanei mit dem Mob

Mit unschöner Regelmäßigkeit kommt es zu Gewalttaten, wenn das "Volk" in diesem Rechtsstaat demonstrieren geht. Insbesondere dann, wenn sich dieses Pack Volk als entschieden links bzw. rechts der politischen Mitte versteht. Ein relativ großer Teil der Demonstranten bleibt friedlich, ein kleiner, aber immer noch signifikanter Teil, übertritt Gesetze, schmeißt Steine und verletzt mitunter gerne auch mal Menschen.

Dennoch hat man dabei immer das Gefühl, und es ist völlig egal, ob es sich da um "Anti-Atom"-Proteste, Proteste "gegen soziale Ungerechtigkeit" oder ähnliche "linke Themen" handelt, daß die Gewalttäter als Teil der Bewegung verstanden werden. Auffällig ist dabei noch eine Assymmetrie: Rechtspopulistische Parteien, so unsympathisch und krud sie häufig auch sein mögen, verzichten weit häufiger auf Gewalt als linkspopulistische Parteien wie die Grünen. Die Grünen nehmen also für sich Mittel in Anspruch, die rechts von der Mitte sonst nur bei Rechtsextremen als akzeptabel gelten. Für die Grünen (von der Linkspartei gar nicht zu reden) war die Kumpanei mit dem Mob und Verbrechern immer Bestandteil ihres Auftretens. Nachher folgen halbherzige Distanzierungen, so auch jetzt. Wenn sie könnten wie sie wollen, würden sie den Rechtsstaat aushöhlen.

Montag, 20. Juni 2011

Der Niedergang des Libanon

Früher wurde der Libanon mal "Schweiz des Nahen Ostens" genannt. Mit der Schweiz ist es schon seit Jahrzehnten vorbei, nachdem dort edel und gut seiende Menschen den Laden langsam übernommen haben. Das reicht aber anscheinend nicht, die edleren Menschen, die mit dem damaligen Reichtum gründlich aufgeräumt haben, goutieren auch Sklavenhandel. Kommentator "weisnix" fügte bei dem Artikel noch das hinzu:

In den reichen chinesischen Haushalten Bangkoks werde zigtausende Birmanen und Kambodschaner fast offiziell als Sklaven gehalten. Das ist in Thailand ein offenes Geheimniss. Es gibt nie Ausgang und selten wenig Geld. Diese Menschen haben hier weniger Rechte als Strassenhunde.
Derweil laufen die Vorbereitungen für eine weitere "Hilfsflotte" nach Gaza.

Dienstag, 14. Juni 2011

Was ich bei Stuttgart 21 nicht verstehe

Es geht weiter: Handwerker werden nicht zur Baustelle gelassen. Mal nachgefragt: Ist das nicht eigentlich Nötigung? Kann man dafür nicht Geldstrafen aussprechen, und zwar in Höhe von ein paar tausend Euro? Und für den Fall der Wiederholung mit dem Vorstrafenregister winken? Eine solche Vorgehensweise dürfte doch viel nachhaltigere Lerneffekte erzielen als das ewig mühsame und kostspielige Freiräumen von Plätzen durch die Polizei, was die ganzen Versager dort dann auch noch für "Widerstand" halten.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Unbedeutende Marginalie: Die dpa als Propagandaanstalt?

"Methan ... ein Gas, das 21 mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid."

Woher hat die dpa diese Gewißheit? Ein guter Journalist würde vielleicht "ein Gas, das laut einigen Klimaforschern 21 mal "klimaschädlicher" sei als Kohlendioxid" schreiben. Die dpa hat sowas freilich nicht nötig.

Samstag, 4. Juni 2011

Grüne Dreistigkeiten von Tabea Rößner in der FAZ

Für Landespolitiker ist das doch toll. Da Ihre Partei gerade drei neue Landesregierungen bildet, könnte es heißen: Jetzt sind wir dran.

Das haben wir nicht im Sinn. Um ein Signal zu setzen, werden wir aus Rheinland-Pfalz in den ZDF-Fernsehrat statt eines Politikers den ehemaligen Verfassungsrichter Brun-Otto Bryde das ist der Typ, den die Grünen 2000 erfolgreich im Bundesverfassungsgericht unterbringen konnten entsenden. Es geht nicht darum, dass wir, weil wir an der Regierungsmacht sind, unseren Einfluss ausbreiten. Kein Politiker, keine Regierung kann ein Interesse haben an unkritischen, gleichgeschalteten Medien.

Ministerpräsidenten schon, wenn sie bestimmen können, wer Chefredakteur wird und wer nicht.

Das mag machtpolitisch so sein. Aber ist das wirklich förderlich? Wir müssen wegkommen von dieser Art Politik-Diktat von oben, das zeigt schließlich auch Stuttgart 21. Politik braucht Transparenz, kritische Öffentlichkeit und breite gesellschaftliche Diskussion. Das hat meine Partei schon immer so gehalten.


Und daß sie Stuttgart 21 in Zusammenhang mit "kritischer Öffentlichkeit" bringt, zeigt, daß es ihr genau um das Gegenteil geht: Die Herrschaft des grünen Wutbürgers, deren einzige Legitimation sein dauerndes Empörtsein ist.

Der pazifizierte Hinterhof

Was denkt man sich bei so einem Bild? Für mich ist das eine Kulisse für Menschen, die sich darauf verlassen, daß der Sozialstaat das Leben in ihrem Hinterhof weitgehend harmonisch hält. Ich glaube den Leuten, die so etwas bejubeln, nicht, daß sie "Herz" haben! Nagut, ein Hasenherz vielleicht.