Samstag, 30. Januar 2010

Oberst Klein äußerst sich zur leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel

Uuuups... selbstverständlich nicht. Ilsebill der Oberkiefer äußert sich zu dem Militäreinsatz in Aghanistan. Käßmann

Freitag, 29. Januar 2010

Die seelische Grausamkeit teutonischer Verstocktheit

Frisörfobiker Freddy darf auf Achgähn 999 Wörter und 7659 Anschläge verklappen.

Legende:
Ich bin toll und habe es zu 'was gebracht
Einen US-Dollar ins Phrasenschweinderl
Autsch!
Klippschülerniveau
Mischformen sind möglich!

Mittwoch, 27. Januar 2010

27. Januar 1945

GEWALT HAT NOCH NIE EIN PROBLEM GELÖST!

Dienstag, 26. Januar 2010

Bitte verzeih' uns, Heinrich Lübke!

Freitag, 22. Januar 2010

Der Wolpertingerphysiologe

"Ich bin Geschichtsprofessor, Gnädige Frau." "Dann erzählen Sie doch mal eine!"

Vor etwa einer Woche erschien auf der Gähnachse ein Beitrag von Dr. (So viel Zeit muss sein!) Clemens Heni, Ein Nazi und sein Schüler: Karl Bosl und Wolfgang Benz. Dass er einschlug, wie ein nasser Feuerwerkskörper, der Beitrag, muss daran liegen, dass Heni zu lesen ungefähr so spannend ist, wie Gras beim Wachsen zuzuschauen, denn wissenswert war der Kern seiner Information allemal.

Um meinen Lesern die akute Kiefernsperre zu ersparen, die mich beim Lesen des Henischen Textes befiel, hier das Ergebnis in aller Kürze vorab: Der Doktorvater des Antisemitismus- und Vorurteilsforschers Wolfgang Benz, Karl Bosl, war ein Nazi. Und zwar ein "richtiger" Nazi, nicht nur ein opportunistisches Arschloch, das, um seinen Lehrstuhl zu behalten, zwischendurch mal was von Blut und Boden gesabbelt hat. Karl Bosl trat 1933 in die NSDAP und in die SA ein und wurde Mitglied im Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB). 1938 bewarb sich für das Projekt des SS-"Ahnenerbes" mit dem Thema "Wald und Baum in der arisch-germanischen Geistes- und Kulturgeschichte" und wurde angenommen. Vom SD hatte der Bewerber Bosl den Genusstauglichkeitsstempel "(bes. geeignet:+ / Parteigen.:+ / W’ansch.:+ / Bemerk.: einsatzfähig wiss. Nachwuchs)" vepasst bekommen. Im Frühjahr 1945 nahm er noch an einer Historikertagung in Braunau am Inn (und ja, im Geburtshaus des geliebten Führers) teil. Und das Schlimmste: Er log nach dem Krieg darüber wie gedruckt, während er noch 1964 im rechtsextremen Witikobund publizierte. Alles samt Nachweisen bei Heni nachzulesen.

Heni stellt zutreffend fest:

Kaum ein Wissenschaftler oder Journalist hat sich offenbar je gefragt, wo Wolfgang Benz wissenschaftlich groß geworden ist. Wo hat der Mann promoviert und bei wem? Wer selbst promoviert hat oder mit Freunden und Kollegen darüber spricht, weiß: Es ist ein sehr bewusster Prozess, bei wem man schließlich seine Doktorarbeit schreibt.
Und weiter:
Wussten die beteiligten Akademiker bei der Einstellung von Benz als Leiter des ZfA im Jahr 1990 von der Tatsache, dass Benz nur kurz zuvor in einer Festschrift für seinen Nazi-Doktorvater Bosl mit einem Beitrag vertreten war?

Benz ist bekannt für seine häufigen Kommentare und Einlassungen in Printmedien sowie in Film, Funk, und Fernsehen, und er versucht stets den Eindruck zu vermitteln, dass ihm die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen in jeder (!) Hinsicht ein wirklich ernstes Anliegen ist. Doch wie es aussieht, hatte er zur wissenschaftlichen und politischen Herkunft seines Doktorvaters über inzwischen mehr als 40 Jahre hinweg nichts zu sagen.

schnipp

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der Benz 1988 für Bosls Festband schrieb, würdigt er seitdem auch Überlebende der Shoah.
Sic!

Dann in einer Fußnote:
„Wolfgang Benz wurde am 9. Juni 1941 in Ellwangen geboren. Der Vater war Arzt und als Katholik Gegner der Nationalsozialisten. Er wuchs in Aalen auf und machte am Schubart Gymnasium das Abitur. Danach studierte er Geschichte, Politologie und Kunstgeschichte in Frankfurt/Main, Kiel sowie München und schrieb nebenher für die Ellwanger ‚Ipf- und Jagstzeitung’. 1968 folgte die Promotion in München bei Karl Bosl mit einer Analyse über Süddeutschland in der Weimarer Zeit.“ ... Die Formulierung „als Katholik Gegner der Nationalsozialisten“ ist abwegig, da damit doch suggeriert wird, Katholiken seien häufig, oft oder gar per se „Gegner der Nationalsozialisten“ gewesen. Dieser Ankündigungstext scheint zudem einfach aus dem bekannten Munzinger-Archiv herauskopiert worden zu sein.
Und während der Text aus "Munzinger" tatsächlich mega-peinlich ist, anscheinend hat der Antisemitismusforscher irgendwann einmal seine Biographie seinem Forschungsgebiet angepasst, geht hier Henis kleine schwarze antideutsche Seele mit ihm durch.


Nein Herr Dr. Heni: Es gibt keine (KEINE!) Gruppe, weder in Deutschland noch sonstwo, die per se "Gegner der Nationalsozialisten" gewesen wäre, aber WENN es eine gab, deren Mitglieder häufig, und vielleicht sogar oft, "Gegner der Nationalsozialisten" waren, dann war es die der Katholiken. Und es gilt auch für Antideutsche und besonders für antideutsche Akademiker, dass eine Ideologie, auch wenn sie eine ist, die auf der "richtigen" Seite steht, nicht der Wahrheitsfindung entgegenstehen sollte. Vielleicht sollten Sie mal etwas innere Vorurteilsforschung betreiben.

Doch zurück zu Benz. Im Sommer 2009 schrieben wir über den Fall des Harvard-Professors "Skip" Gates:
Ein Professor für "Afroamerikanische Studien" ist etwa so etwas wie ein Professor für Wolpertingerphysiologie, das heißt, man kann schreiben was man will (auf Amerikanisch heißt das: "to make up one's shit as one goes along"), streicht ein sechsstelliges Gehalt ein und einen Mount Everest an Prestige dazu. Wolpertingerphysiologen Akademiker wie Gates haben daher, irgendwie verständlicherweise, ein enormes Interesse daran, die Rassen-Paranoia am Leben zu erhalten.
Abgesehen vom Gehalt, das in Deutschland deutlich niedriger ist, kann man das alles 1:1 auf Wolfgang Benz übertragen. Auch er kann schreiben, was er will ("make up his shit as he goes along"), da er den Gegenstand seiner wissenschaftlichen Arbeit - Vorurteile - selber definiert, auch er streicht einen Mount Everest an Prestige ein und hat daher ein enormes Interesse daran, die Vorurteils-Paranoia am Leben zu erhalten.

So ist Wolfgang Benz zahllose Male seine intellektuelle Unredlichkeit vorgehalten worden, zahllose Male wurde ihm wie einem minderbegabten Kind erklärt, was der Unterschied zwischen Vorurteil und Ressentiment, zwischen Islamkritik und Antisemitismus ist - ohne Erfolg, er hat sich wohl noch nicht genug blamiert. Dass es zwischen Fremdenfeidlichkeit und Antisemitismus durchaus Gemeinsamkeiten, aber keine Gleichheit, gibt, hätte der "Vorurteilsforscher" nicht erst durch Broder, Eussner, Liza, Küntzel oder Weinthal, sondern schon durch die Rezeption der älteren Literatur zu dem Thema, z.B. der Klassiker von Adorno et. al., zuerst 1944 erschienen, "Der autoritäre Charakter. Studien über Autorität und Vorurteil" erfahren können. Sollte es wirklich so sein, dass diese Literatur im ZfA unbekannt ist?

Es scheint so. Erst neulich in der Süddeutschen sagt Benz:
In Internet-Foren, in denen Islamfeindschaft besonders schamlos verhandelt wird [in Internet-Foren wird ALLES besonders schamlos verhandelt], wurde vor kurzem der Mord an der Ägypterin im Dresdner Gerichtssaal freudig kommentiert. Die Tat sei zu verurteilen, schrieb einer [Oh wow, So viele?], "allerdings gibt es jetzt eine islamische Gebärmaschine weniger".

Ein anderer [NOCH einer? Doppelwow!] meinte, im Koran werde "in über 60 Suren zum Mord an Andersgläubigen und Ungläubigen, speziell an Juden und Christen" aufgerufen. Diese Überzeugung wird er gegen alle Hinweise über den wirklichen Inhalt des Korans so energisch verteidigen, wie der Antisemit vom Glauben an den schlimmen Inhalt des Talmud, an jüdische Ritualmorde und andere Wahnphantasien nicht ablässt.
Ja haben denn SIE denn den Koran gelesen, Herr Benz? Was sind denn diese "Hinweise"? Sind Sie jetzt auch Orientalist?

An dieser Stelle sollte man einige Fragen stellen, die Heni - sie hätten auch den Umfang eines Blogeintrags gesprengt - nicht gestellt hat.

Nein, Wolfgang Benz ist nicht Orientalist. Ist er denn wirklich "Antisemitismusforscher"? Warum hat jemand, der bei einem der führenden Köpfe der Landesgeschichte promoviert und eine landesgeschichtliche Doktorarbeit abgeliefert hat, derart krass den Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit gewechselt?

Eine Habilitation fand nicht statt. In der Wissenschaftlergeneration, der Benz angehört, war das eine Ausnahme. Auch eine kumulative Habilitation durch Vorlage einer ausreichenden Zahl von Veröffentlichungen fand nicht statt.

Was ist mit seinen Veröffentlichungen? Während die Webseiten anderer Hochschullehrer Publikationsverzeichnisse enthalten, die den Standards wissenschaftlicher Bibliographie entsprechen, sieht die von Professor Benz aus, wie die Wunschliste eines Kindes, das einen etwas frühreifen Geschmack hat, nur der Preis fehlt noch. Und in der Tat sind die veröffentlichten Monographien (bei denen - notabene! - seine Dissertation fehlt) dünn in jeder Beziehung, populärwissenschaftlich, ohne wissenschaftlichen Anmerkungsapparat, für den Schulunterricht, Broschüren. Außerdem wird bis zum Erbrechen die Frühgeschichte der Bundesrepublik wiedergekäut. Man muss sich nur einmal die Mühe machen, das auf der Webseite der Deutschen Nationalbibliothek oder bei Amazon nachzuprüfen.
Wolfgang Benz,
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Potsdam 1945.
Besatzungsherrschaft und Neuaufbau im Vier-Zonen-Deutschland
von Wolfgang Benz (Broschiert - 1. Januar 1986)
Gebraucht ab: EUR 0,01


Die anderen Veröffentlichungen hat er entweder als Herausgeber oder als Mitherausgeber betreut.

Ein Tip, Herr Professor: In ein wissenschaftliches Schriftenverzeichnis gehören Erscheinungsort und -jahr und nicht der Verlag. Und siehe da, im Publikationsverzeichnis des Co-ZfA-Leiters Prof. Dr. Werner Bergmann sind diese Regeln, wenn auch schlampig, eingehalten worden.

Wenn die Veröffentlichungen nichts hergeben, gibt es denn ein anderes Indiz, das das Expertenwissen des Professors beschreibt?

Ja, das gibt es. Während der Wilkomirski-Affäre hat Professor Dr. Wolfgang Benz die Erinnerungen des Schwindlers für aussagekräftiger als das Tagebuch der Anne Frank erklärt und in typisch deutscher Vergesslichkeit äußert er nur wenig später:
Anne Franks und Victor Klemperers Tagebücher, die Titel der anschwellenden Erinnerungsliteratur, auch die Erregung um Daniel Goldhagens Buch (1996) und um Martin Walsers Rede (1998) bis hin zum Elaborat des "Benjamin Wilkomirski" stehen dafür [i.e. eine Rezeption des Holocaust auf breiter Basis]. Dass beim Nachzeichnen dieser Entwicklung bis zur Eloquenz der heutigen Gedenkprofessionellen und den Auswüchsen des Betroffenheitsgeschäfts so wichtige Ereignisse der Geschichtskultur wie Claude Lanzmanns "Shoa" oder Ebbo Demants Lagerstraße von Auschwitz und Jurek Beckers "Jakob der Lügner" Bestand haben, ist tröstlich.

War es nur die Angst vor Pathos und Kitsch, die so lange von der Beschäftigung mit dem Völkermord abhielt, die Bert Brecht zum Ausruf zwang: "Was für ein schrecklicher Kitsch", nachdem er sich den Film "Ehe im Schatten" hatte vorführen lassen? Wahrscheinlich nicht, denn seit Quoten zu machen sind mit diesen Stilmitteln selbst beim Thema Auschwitz, hat sich die Szene verändert.
So hatte dann auch der Wilkomirski sein Gutes, und der Tatsache, dass heute mit dem Holocaust Quoten zu machen sind, haben wir ein grenzgruseliges Phänomen wie Prof. Dr. Wolfgang Benz zu verdanken, der den Orientalisten Dr. Hans-Peter Raddatz als "selbsternannten Islamwissenschaftler" beleidigen darf, weil er es wagt eine, gut begründete, andere Meinung, als der "Vorurteilsforscher" zu haben. Und weil es sich bei der Eloge auf Wilkomirski nicht um einen ehrlichen Irtum, sondern um das Pawlowsche Sabbern eines Berufsbetroffenen handelte, fiel er, zusammen mit anderen, auch gleich noch auf Rebecca K. 'rein, der Neonazis kein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt hatten und die den Zivilcouragepreis trotzdem bekam. Das kommt davon, wenn man einen "renommierte(n) Antisemitismus-Forscher" zum Gärtner macht.

Was lehrt uns das? Das lehrt uns, dass man für das ZfA, eine dieser Wohlfühl-Institutionen, die die Deutschen sich zwecks Vergangenheitsbewältigung gönnen, einen Historiker brauchte, IRGENDEINEN Historiker, der skrupellos genug war, geschichtsrelativierenden, unverbindlichen Dreck als Wissenschaft zu verkaufen, dem die Habilitation geschenkt wurde und der sich nicht einmal an die einfachsten formalen Regeln der wissenschaftlichen Arbeit halten muss. Es ist alles da, was wir schon so oft gesehen haben, die große symbolische Geste, die Antisemitismus ablehnt, sich aber weigert, über rationalisierende Platitüden hinaus Ursachenforschung zu betreiben, eichhörnchenfleißiges, positivistisches Sammeln von "Fakten", die dann - irgendwie - interpretiert werden, denn man betreibt ja nicht wirklich Antisemitismusforschung, sondern - Wolpertingerphysiologie.




Zum Großmufti von Jerusalem, einer der unappetitlichsten Gestalten der Weltgeschichte, finden sich Informationen in diesem Blog, und zwar hier.

Gudrun Eussner über das ZfA:
Das Zentrum für Antisemitismusforschung hat mit Forschung soviel zu tun wie Kuhfladen mit Spinat. Muuuh! Dr. Euter - oder so ähnlich. Deutschland unter alliierter Besatzungsherrschaft. Die Entstehung der BRD und DDR 1945-1949. Vorlesung. Prof. Dr. Wolfgang Benz
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/kvv/ws09.pdf
Entstehung "BRD und DDR". 86 000 Angebote bei Google.de
http://tinyurl.com/yfaxnmy
ZfA in meinem Archiv
http://tinyurl.com/kme83g

Mittwoch, 20. Januar 2010

Dem Fischer siine Fru in'n Pispott

Daar was mal eens een Fischer un siine Fru, de waanten tosamen in’ n Pispott, dicht an de See...

Deutschlands berühmtester Oberkiefer, der - richtigerweise - der Ansicht ist, dass Katholiken wissen, was sie an ihm haben, hat diesmal Probleme mit gleich zwei Päpsten:

Die EKD-Ratsvorsitzende, Margot Käßmann (Hannover), erwartet von Papst Benedikt XVI. in der Ökumene „nichts“. [Und das ist auch gut so!] „Wenn etwas zu erwarten gewesen wäre, hätte sich das bis jetzt gezeigt“, sagte Käßmann bei der Veranstaltung „Gregor Gysi [sic!] trifft Zeitgenossen“ [sic!] am 17. Januar im Deutschen Theater in Berlin. Kritik äußerte Käßmann auch an der öffentlichen Darstellung des Sterbens von Benedikts Amtsvorgänger, Papst Johannes Paul II. (1920-2005). Das Sterben sei ein intimer und zarter Prozess und gehöre nicht in die Öffentlichkeit, so Käßmann. Sie hätte bei der Geburt ihrer vier Töchter auch keine Kamera dabei haben wollen.

Dienstag, 19. Januar 2010

"Solange der mich nit anfasst, isset mir ejal"

Dieser, soweit ich weiß apokryphe, Adenauer-Ausspruch soll im Zusammenhang mit dem, wie man heute sagen würde, "Outing" seines Außenministers Heinrich von Brentano durch einen Dritten gefallen sein. War Adenauer also "liberal" oder "tolerant"? Selbstverständlich nicht. Er war einfach vernünftig. "Liberal" und "tolerant" ist man heute und das führt dann zu sowas:

Als Berufsverband für schwule Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur ist der Völklinger Kreis - Bundesverband schwuler Führungskräfte - das führende Netzwerk homosexueller Manager, Unternehmer und Freiberufler in Deutschland. Unser Ziel: Das Erreichen der Gleichberechtigung von Schwulen am Arbeitsplatz und im gesamten Berufsleben.
Die Hervorhebung wurde von mir hinzugefügt. Das ist nämlich das, worum es hier geht: Netzwerken!

Kann mir jemand erklären, worin die Nichtgleichberechtigung von Homosexuellen am Arbeitsplatz bestehen soll? Wird man(n) beim Einstellungsgespräch nach seiner sexuellen Orientierung gefragt? Wird man(n) gekündigt, wenn es 'rauskommt, dass man(n) mit einem Mann zusammenlebt? Nein? Kann es aber sein, dass es nicht gut aufgenommen wird, wenn sich jemand freiwillig und offensiv "outet", weil das Anlass zu der Vermutung gibt, dass er seiner Sexualität eine Wichtigkeit zumisst, die sie nicht besitzt? Ja? Ja! Und das ist auch gut so. Wird ein Heterosexueller sich bezüglich seiner sexuellen Vorlieben "outen"? Manche liegen gerne oben, manche untern, manche "machen" es besonders gerne im Auto, auf dem Küchentisch oder in der Badewanne. Und manche machen es gerne mit Männern. Wen interessiert all' das im Geschäftsleben?

Das Problem ist nicht die Homosexualität, das Problem sind auch nicht die Homosexuellen, das Problem sind die "Schwulen", die unbedingt als etwas Besonderes wahrgenommen werden wollen, und wie alle Minderheiten bilden sie Netzwerke, Netzwerke, die für ihre Mitglieder (Kalauer nicht beabsichtigt) Unterstützung liefert, eine Unterstützung, die sich an beruflichen Gegebenheiten vorbeiorientiert und über sie hinwegsetzt. Und das letzte, was sie wollen, ist "Gleichberechtigung".

Glaubt ernsthaft jemand, dass ein ansonsten integrer Mann wie der Hamburger Erste Bürgermeister Ole von Beust eine gruselige, grenzkriminelle Erscheinung wie Roger Kusch ohne dieses schwule "networking" zum Justizsenator gemacht hätte? Kuschs Qualifikationen, die nicht besser, als die tausend anderer potentieller Bewerber waren, können es kaum gewesen sein. Und dabei kann man getrost davon ausgehen, dass die beiden tatsächlich nicht intim verbandelt waren.

Weiß ein Mann wie Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit eigentlich, WAS er macht, wenn er eine Grundgesetzänderung fordert? Der Mann ist doch Jurist und wurde außerdem auf die Verfassung vereidigt, oder? Im Juni des vergangenen Jahres sagte er im Tagesspiegel:
„In den Gleichheits-Artikel des Grundgesetzes sollte die Formulierung eingefügt werden, dass niemand wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden darf. Das ist eine Forderung, die ich ausdrücklich unterstütze“...
Weiter im Tagesspiegel-Artikel:
Ungewöhnlich ist nicht nur der Inhalt des per Dringlichkeit eingereichten Antrags. Auch die Tatsache, dass er von den Regierungsfraktionen und von einer Oppositionspartei gemeinsam entworfen wurde, ist etwas Besonderes. Das mag daran liegen, dass in allen Fraktionen homosexuelle Abgeordnete sind, die oft ein „informelles Netzwerk“ pflegen und politische Anliegen gemeinsam vorantreiben, sagt Thomas Birk von den Grünen.
Sic!

Eine Grundgesetzänderung wegen "sexueller Identität", weil der Schwanz des Herrn Ersten Bürgermeisters sich nur bei Männern regt. Und niemand hat gelacht. Was ist der Sinn eines Netzwerkes? Bündelung und Optimierung von Resourcen zwecks Machterlangung und -erhalt? Richtig! Sollte sexuelle Orientierung Grundlage für politische Macht sein? Guter Witz!

Auf wessen Sensibilitäten müssen wir demnächst Rücksicht nehmen? Die Polyamourösen? Das sind Suddelsäue, die ungehindert herumschlafen mochten verantwortliche Nichtmonogame. Wie lange wird es dauern, bis Sodomiten als verantwortliche Anti-Speziesisten "Rechte" einfordern werden? Meldet sich als Nächstes die Kinderfickerfraktion? Uuups, das hat sie ja bereits getan! Das läuft jetzt unter "Plädoyer für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik" und beweist, dass Euphemismen genauso verkommen sind, wie die, die sie benutzen.

Wozu hat es geführt, dass man den doch (ohne Ironie) fair und gerecht erscheinenden Forderungen von Minderheiten und gefühlten Minderheiten, wie Frauen oder Unterpriviliegierten, stattgegeben hat? Bei den Frauen hierzu, i.e. zu der Institutionalisierung und Glorifizierung congenitaler Dämlichkeit und asozialen Verhaltens. Das wird jedesmal besonders peinvoll offenbar, wenn der fraubischöfliche Oberkiefer mal wieder in den Medien aufblitzt. Bei den Unterprivilegierten hat man das Problem der Ungleichheit gelöst, indem man die Tüchtigen lähmt, die Reichen enteignet und die Latte für Qualifikationen in Bodennähe angebracht hat. Und jetzt wundert man sich, dass man irgendwo bei den Drittweltländern gelandet ist, bildungsmäßig oder dass ein Zuhälter zum Medienstar aufsteigen konnte.*

Und bei den Homosexuellen, ja bei denen hat die mehr als überfällige Abschaffung des §175 StGB nicht dazu geführt, dass seriöse Herren wie Heinrich von Brentano, die nichts wollten, als ohne Diskriminierung, Strafandrohung und Erpressung wie jeder Andere hinter geschlossenen Türen ihr Privatleben zu haben, dieses nun hatten, sondern zu den aggressiven, säuischen Zurschaustellungen der schwulen Subkultur und der Forderung nach Herabsetzung des fickbaren Alters für Lustknaben (s.o.). Und auch das ist immer noch nicht genug, denn die Welt dreht sich bei diesen Männern um eines: um ihren Schwanz, und der ist ein anspruchsvoller Gebieter.

Und während die heterosexuelle männliche Sexualität immer mehr kriminalisiert, diskriminiert und marginalisiert wird und Männer, die NICHT schwul sind, oder die sich nicht als schwul definieren, gesellschaftlich entmannt werden, wenn sie nicht ganz (aber auch GANZ!) brav sind, feiert man eine perverse, aggressive, schweinische schwule Machokultur als "bunt", "schrill" und alternatives Lebensgefühl.

Gerechtigkeit, Gleichstellung und Fairness setzen voraus, dass Anstand und Hirn gleichmäßig verteilt sind. Das ist nicht der Fall.



* Was die Zugeständnisse an unsere Kulturbereicherer, Korrektur: der vorauseilende Gehorsam gegenüber unseren Kulturbereicherern, und die dankbare Rezeption desselben anbelangt, so lasse ich den hier weg, weil dieser Eintrag ja ein Ende haben muss.

Montag, 18. Januar 2010

Mater Dolorosa Plebis

Petra Schürmann, ehemalige Schönheitskönigin und Fernsehansagerin, die die immer weiter fallenden gesellschaftlichen Standards zur "Moderatorin", von der Ehebrecherin zur Ehefrau und von der Diebin des Ehemannes ihrer Freundin zur "Mutter eines Wunschkindes" aufsteigen ließen und die dann unter Erregung maximalen Medieninteresses den frühen Tod dieses Kindes betrauerte, ist Ende letzter Woche für unsere Sünden gestorben.

Frauen und Medienprojekte

Ja es gibt sie wirklich, eine Webseite mit der Domain "traumfrauen-erfolgreich-ansprechen". (Kein Link, bitte googeln, aber Kotztüte bereithalten!). Eigenwerbung:

„Wie man uns Frauen richtig anspricht, verliebt macht und erobert- So verlieren Sie Ihre Angst vor unseren Reaktionen und werden für uns interessant & attraktiv”
Ja das ist es! Diese Frauen werden nicht deswegen nicht angesprochen, weil ihnen die Blödheit schon aus den Augen schaut (wer bezeichnet sich schon selbst als "Traumfrau"?) sondern weil die armen Männer Angst vor so tollen, starken Frauen haben. Gut, dass es das Gelump auch als Hörbuch gibt. Klar, dass Blinde und Analphabeten zu der bevorzugten Klientel der "Traumfrauen" gehören.
Detaillierte Anleitung: 5 attraktive Frauen aus unserem Team erklären Schritt-für-Schritt, wie fremde Männer sie richtig ansprechen, beeindrucken und sie erobern können- als Anleitung für Männer.
Wie man die richtig anspricht? Wie wäre es mit: "Schau mal an! Ein Weihnachtsbaum mit Titten!"

Cui honorem, honorem

Der große Meister scheint das Medikament gewechselt zu haben. Zwei Gähnachsen-Einträge sind das Indiz dafür. Hier ist endlich 'mal wieder der alte - oder besser gesagt: der frühere - Broder am Werk:

... Sabine Christiansen, die ihre Katastrophen-Kompetenz mit dem Satz herausstreicht: “Ich habe jeden Slum auf der Erde gesehen.” - So sieht sie aus, die UNICEF-Botschafterin. Wie ein Slum mit Make up.
Hier auch:
"Was hat es mit dem Ereignis des Holocaust auf sich?” fragen ein paar Nachwuchshistoriker aus Deutschland und Polen und laden zu einem “Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager” nach Auschwitz-Birkenau ein, wo sie über “Neue Perspektiven der Konzentrationslagerforschung: Ort, Ereignis und Gedächtnis” labern wollen, bis der Schornstein qualmt. Interessierte werden gebeten, Abstracts ihrer Vorträge bis zum 15.2. einzuschicken. Das ist die “Deadline”.
Das akademische Jungvolk, das Dank der Gnade der späten Geburt um die Erfahrung gekommen ist, als SS-Mann oder Frau Dienst an der Rampe schieben zu können, zieht es mit magischer Gewalt an den Ort der Verbrechen ihrer Vorfahren zurück. Und so wie sie sich nichts dabei denken, im Zusammenhang mit Auschwitz von einer Deadline zu reden (Redaktionsschluss wäre nicht romantisch genug), so macht es ihnen nichts aus, von einer “Europäisierung und Internationalisierung des Holocaust” zu phantasieren, die “eine Pluralisierung der Konzepte und Kontexte” begründet. Ja, wer zum Onanieren zu blöd ist, der muss sich eben einen dekonstruieren:
“Darüber hinaus sollen die universell aus dem Holocaust abgeleiteten politik- und handlungsleitenden Imperative dekonstruiert und auf ihre Bedeutung für die Wahrnehmung des Holocaust befragt werden.”
Dankeschön TS!

Samstag, 16. Januar 2010

Nicht Hose voll, nur prinzipienlos

Gegendarstellung

Gudrun Eussner hat uns in diesem (wunderbaren) Artikel Heribert Seifert. Freundlich schreib´ ich für diese und jene ... zitiert.

Nun sagt sie, dass Seifert ihr mitgeteilt hätte, dass er gar nicht in Gelsenkirchen (oder sonstwo im Ruhrgebiet, wo man von den Kulturbereicherern ganz schnell was auf die Kartoffel-Nase bekommen kann) wohne. Und Lehrer sei er auch nicht mehr. Wobei Letzteres irgendwie umgekehrt-performativ ist.

Wir nehmen also mit Interesse zur Kenntnis, dass der große Obfuskator nicht etwa, wie wir zu seinen Gunsten angenommen hatten, meinungslos 'rumschwurbelt, weil er die Hose voll hat, sondern weil er aus Prinzip prinzipienlos ist. Auf Englisch heißt das: "He makes up his shit as he goes along".

Freitag, 15. Januar 2010

Ich schau lieber Nacktschnecken beim Kopulieren zu

Jetzt ziehen sie also auch eine der ganz wenigen NUR schönen und NUR liebenswerten Ikonen der deutschen Trivialkultur in den Dreck. Sie können nicht anders.

Schreibt die WELT:

Fans der alten „Sissi“-Trilogie müssen tapfer sein. In der Hochzeitsnacht ziehen sich die Kaiserin von Österreich und ihr Franzl in ihr Gemach zurück, ihre Mütter nehmen im Vorzimmer Platz. Das ist so üblich, oder, um im Jargon zu bleiben, das ist Etikett'.

Doch die Frischvermählten fühlen sich nicht wohl dabei. Also fassen sie sich bei der Hand, verlassen – zum Entsetzen der Muttis – das Zimmer, treten in den Garten. Und lieben sich unter freiem Himmel. Wilder Sex im Schlosspark – toll trieben es die alten Habsburger.
Wie ungemein unkonventionell!

Geht das denn zumindest mit verbesserter historischer Information einher? Kaum. Aber "emanzipiert" musste schon sein. Tatsächlich war Elisabeth, wie so viele Bulimikerinnen, eine rücksichtslose Egomanin, die nur für ihre Schönheit lebte und froh war, als eine Andere ihr endlich die lästigen ehelichen Pflichten abnahm, die hätten nämlich ihre Frisur durcheinandergebracht. Aber "emanzipiert" kommt eben auch bei der letzten Dorftusse, die gerne eine Prinzessin wäre, immer gut an. Erinnert sich noch jemand an die grässliche, und auch ungemein "emanzipierte", Königin der Herzen? Mindestens 75% ihrer Popularität war der Tatsache zu verdanken, dass die "Frau mit Herz"-Leserinnen eine schamlose nicht von einer emanzipierten Frau unterscheiden kann. Und bestimmt hat diese "Sisi" auch Kröten über die Straßen geleitet und ihren Müll getrennt, schließlich war sie Deutsche.

Es bleibt die Frage, will man, und damit meine ich unsere, die Sissi-Generation, wirklich die Romanze dieses überreifen Konfirmanden und seines Mauerblümchens sehen?


Sind wir wirklich sexuell derart bedürftig geworden, dass uns Sexszenen mit Leuten, die man, nur hübscher, in jeder Kneipe zwischen Tirschenreuth und Westerstede treffen kann, TATSÄCHLICH interessieren?


WAS qualifiziert dieses, höflich gesagt, knappe Durchschnittsgesicht, eine schöne Frau, wie die Kaiserin Elisabeth darzustellen? Und WAS will sie uns hier sagen? Ist das der Ausdruck für "seelenvoll" oder "trotzig"? Ach, irgendwie will ich es garnicht wissen.


Wie oft hat man sich geärgert, dass historische Persönlichkeiten im Film glamourifiziert wurden, und wenn es ausnahmweise einmal eine WIRKLICH schöne Frau darzustellen gilt, besetzt man ihre Rolle mit einem Trampel! Was haben die Filmemacher sich dabei GEDACHT? DENKEN sie überhaupt? HABEN sie ein Gehirn?


Konnte man nicht warten, bis die Letzten, die sich an diesen beiden schönen jungen Menschen erfreut haben, tot sind, statt uns mit derivativem Müll zu verärgern? Niemand, der einmal in das liebreizende Gesicht der jungen Romy Schneider geschaut hat, wird je wieder seinen Standard nach unten schrauben wollen. Hollywood? Verglichen mit ihr war "Liz" Taylor eine vulgäre, dicke Vettel und Grace Kelly eine langweilige Ming-Vase - schön aber hohl.


Kitschig? Aber sicher, und das ist auch gut so!

Was mich aber am meisten ärgert, ist, dass es, nachdem ein Gott wie Walther Reyer den Grafen Andrassy dargestellt hatte ...


... ja es ist wirklich nicht zu fassen ...


... es nun auch ein ...


... Eintänzer aus der Fischbratküche tut.

Und in der Tat, er tut es ja auch. Und dazu auch noch unrasiert.

Beck, statt Bebel, Bosbach statt Bismarck, Big Mac statt Bauernfrühstück, Borg statt Bach - all das mag tiefer gehen, aber nichts entlarvt die Arroganz, Verderbtheit und Hoffnungslosigkeit der verkommenen Eliten mehr, als wenn sie dem dummen Pöbel "Unterhaltung" mundgerecht aufbereitet präsentieren. Es könnte ja irgendwo, irgendwann irgendjemand Freude an etwas einfach nur Schönem haben, und das darf nicht sein.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Warum das Leben im Ruhrgebiet dem Charakter schadet

Lehrer, die meinen, zu Höherem berufen zu sein, gehen mir gewaltig auf den Wecker.

Heribert Seifert, der weiß, was "performativ" heißt, rezensiert das Buch der dänischen Politikwissenschaftlerin Jytte Klausen "The Cartoons that Shook the World" und vermüllt auf der Seite der NZZ rund 1300 Wörter, darunter...

Man ... begreift, welche neuen politischen Optionen die Instrumentalisierung ethnokultureller Prägungen auf nationalen und internationalen Bühnen bietet.
Und nach über 10.000 Zeichen dieses Geschwurbels weiß man immer noch nicht, was uns der Dichter eigentlich sagen wollte.
Die Unterschiede in der Einbeziehung und Gewichtung dieser Kontexte provozierten jene kulturkampftaugliche Deutungsdifferenz, die die einen für die Verteidigung der Redefreiheit und die anderen für die Abwehr ausgrenzender und tendenziell rassistischer Diffamierung auf die Barrikaden gehen liess. Das ist das vielseitig anschlussfähige Grundmuster einer ebenso prinzipiellen wie kaum kompromissfähigen Konfliktkonstellation.
Wieso der große Obfuskator sich mit so einem Dreck bei den mit besonders undurchlässigen Schädeldecken Geschlagenen den Ruf eines "Islamkritikers" oder in Kreisen mit Scheiße unter denselben den eines "Vorkämpfers für Rassismus und Faschismus" erwerben konnte, ist mir schleierhaft. Aber ich weiß ja auch nicht, was "kulturkampftaugliche Deutungsdifferenz" oder "kompromissfähige Konfliktkonstellation" heißt und außerdem haut mir kein Kulturbereicherer das Jackstück voll, wenn ich statt von der "Instrumentalisierung ethnokultureller Prägungen" vom Meinungsterror der Muslimlobby rede. Das Leben in Gelsenkirchen ist hart!

Freitag, 8. Januar 2010

Handtaschenraub als akademisches Fachgebiet

Der FOCUS füllt sein Winterloch. Betitelt Äußerungen laut Gutachten rassistisch, teilt er uns die neueste, brandheiße, hochwichtige, explosive Entwicklung im "Fall Sarrazin" mit, die die Republik bis in ihre Grundfesten erschüttert:

Der SPD-Kreisverband Spandau und die Abteilung Alt-Pankow werfen...
Und hier könnte man eigentlich aufhören zu lesen, denn wenn irgendwo "SPD-Kreisverband Spandau" steht, KANN da nur Scheiße - Korrektur: UNWICHTIGE Scheiße - folgen, insbesondere in der Paarung mit "Abteilung Alt-Pankow".

Da haben sich die Genossen aus der Vorstadt also aus den untersten Bilgen des Hochschulbetriebs einen Dr. Gideon Botsch, Politikwissenschaftler, hochgeholt, der für sie ein Gutachten geschrieben hat und das - Ach wer hätte das gedacht! - sagt, dass Sarrazins Äußerungen "rassistisch" seien. Der gute Mann verdient sein Geld durch den "Kampf gegen Rechts", was noch einfacher ist, als alten Frauen die Handtasche zu klauen, bedeutend risikoloser, lukrativer und nur marginal seriöser.

Und während unser Antisemitismus- und Rechtsextremismusforscher über der Heimattreuen Deutsche Jugend mit geschätzten vierhundert und gefühlten vier Millionen Mitgliedern seinen Schlaf verliert, werden in Berlin 80% der Rohheits- und Gewaltdelikte von den von Leuten wie Sarrazin verfolgten "neuen Juden" begangen. Und wir können nicht einmal davon ausgehen, dass Gedenkstättenpädagoge Botsch sich hinterher um die Reste ihrer Opfer kümmern wird, denn dazu wurde er nicht ausgebildet.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Offener Brief an Herrn Fundstück

Auf der Gähnachse gefunden:

Fundstück 05.01.2010 19:45 +Feedback

Der Rabauke und der Feingeist

Franz Josef Wagner in der BILD: Ja, ich verteidige den dänischen Karikaturisten. Eine Karikatur ist keine Axt, kein Dynamit. Eine Karikatur ist eine freie Meinung. Diese Terror-Arschlöcher können mich mal, diese Dumpfbacken.
http://www dot bild.de/BILD/news/standards/post-von-wagner/2010/01/04/post-von-wagner dot html

Andrian Kreye in der SZ: Schon der Vergleich zwischen Karikatur und Roman hinkt. Man kann ein Werk der Weltliteratur, in dem sich einer der klügsten Schriftsteller unserer Zeit auf kulturgeschichtlich höchstem Niveau mit den religiösen Spannungen seines Heimatlandes Indien auseinandersetzt nicht mit der plumpen Witzelei eines dänischen Karikaturisten vergleichen. Das eine ist eine intellektuelle Meisterleistung, die es zu verteidigen gilt; das andere eine bewusste Provokation, die ungefähr so intelligent ist, wie der Versuch, einen Tiger zu erziehen, indem man ihm erst ein Schinkenbrot anbietet und es ihm dann wieder wegnimmt.
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/494617
Sehr geehrter Herr Fundstück,

es ist uns nicht ganz klar, was der Dichter uns damit sagen wollte. Sollte es so sein, dass Wagner von der Schmuddelbild Recht hat, Kreye von dem Qualitätsmedium SZ aber nicht? Ja?

Dann lassen Sie sich sagen, dass Wagner kein "Rabauke" ist, sondern ein Schmierlapp, der morgen auch das Gegenteil schreiben würde, wenn es der Auflage dient. Auch eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.

Und das wollen Sie nicht gewusst haben? Das glaube ich nicht.

Schämen Sie sich!

Ich lach mich schlapp!

Schiffer: Henryk Broder hat ein ganz anderes Problem mit mir - wer seine Kommentare liest, die nicht vor Wahrheitsliebe strotzen, kann seine versteckten Wünsche ermesssen . . .
Was mögen Broders "versteckte Wünsche" bezüglich dieses Mauerblümchens sein? Was wollen uns die drei Pünktchen sagen? Es zur Kosmetikerin zu schicken? Zum Frisör? Zum Dermatologen? Zum Optiker? Zur Stilberaterin?

Derart ganz und gar von sich selbst eingenommen, derart Realitätsvergessen, derart selbstdienlich, derart schamlos und derart schlichtweg brunzdämlich kann wirklich nur eine Frau sein.

Sonntag, 3. Januar 2010

Eine elegante Lösung

Ein 27jähriger somalischer Muslim, der sich legal in Dänemark aufhielt, hat also versucht, den Zeichner Kurt Westergaard umzubringen (obwohl: er sagt er brachte Axt und Messer nur mit, um damit zu spielen), der sich retten konnte, weil sein Badezimmer zu einem "Sicherheitsraum" umgebaut worden war.

Zur Erinnerung und aus Solidarität mit Westergaard - DARUM ging es:

So wie wir alle wie einen Schicksalsschlag, das Wetter oder einen Erdrutsch, hinnehmen, das wir uns an Flughäfen immer strengeren Sicherheitskontrollen unterwerfen müssen und uns weigern, die Ursache dafür zu benennen, so nehmen wir, scheint's, auch hin, dass ein indigener Europäer, der sich bei einer bestimmten Immigrantengruppe unbeliebt gemacht hat, nun mit einem "Sicherheitsraum" in seinem Haus leben muss.

Lasst uns doch einfach alle "Sicherheitsräume" in unseren Wohnungen einbauen - irgendwann wird auch der gutwilligste Dhimmi 'mal einen Fehler machen und bei Muslimen Anstoß erregen - und weiter gewaltbereite Immigranten willkommen heißen. Wer braucht schon ein Gästeklo?

Freitag, 1. Januar 2010

Das Elend der Halbbildung

Jemand, der Matthias heißt und es daher besser wissen sollte, erklärt uns in der WELT, dass Allgemeinverprollung der Preis der Freiheit ist. Die unsäglichen Namen, mit denen die Kinder des Prekariats für's Leben gezeichnet werden, sind nicht etwa doof und prätentiös, sondern tatsächlich irgendwie kosmopolitisch und liberaliberaliberallala.

Verwundert reibt sich das Land die Augen und bemerkt: Es gibt hier eben doch auch die "feinen Unterschiede", die durch den Soziologen Pierre Bourdieu sprichwörtlich geworden sind. Klassenzugehörigkeit verrät sich auch bei uns nicht nur durch Einkommen und Wohnort. Lange glaubte man ja, solche unsichtbaren Gräben wären eher typisch für England ...
Tja, das waren sie auch, bis sich die Deutschen entschlossen haben, traditionelle und klassenübergreifende Namen endlich durch würdelose, lächerliche und prätentiöse originelle und kosmopolitische Namen abzulösen. Meine Onkel, alle Anfang des vergangenen Jahrhunderts geboren, hießen Heinrich, Ludwig, Paul, Wilhelm und Karl, die Großväter Karl und Heinrich, meine Tanten Charlotte, Helene, Hilde und Gertrud. Diese Namen lassen keinerlei Rückschluss auf die Gesellschaftsschicht zu, vor allem die Männernamen (außer Ludwig) lassen sich allerdings im norddeutsch-protestantischen Milieu "verorten".
In Zwangsgesellschaften gibt es dagegen oft ein kleines Vornamenreservoir: In Europa hießen Kinder früher meist entweder nach der herrschenden Adelsdynastie (weswegen der heute deutschlandweit beliebte Maximilian vor allem im Bayern der Wittelsbacher verbreitet war), oder sie hatten religiös geprägte Namen. In den meisten muslimischen Ländern ist das heute noch so. Während in Deutschland laut der Forscherin Astrid Kaiser die Zahl der Vornamen seit Beginn des 20. Jahrhunderts zunimmt. Cheyenne und Justin sind Herolde der Liberalität.
Matthias, dessen Eltern mehr Stilgefühl bewiesen haben, als ihr Sohn Verstand hat, will uns also allen Ernstes weismachen, dass "ein kleines Vornamenreservoir" eine schlechte Sache war. Kinder wurden auch nicht zwangsweise nach dem Monarchen benannt (Kinder wurden nicht einmal zwischen 1933 und 1945 zwangsweise nach dem geliebten Führer benannt, das taten die Eltern freiwillig), Kinder aller Gesellschaftsschichten, von denen des Monarchen bis hin zu denen des Landarbeiters, wurden eben gleich genannt und zwar nach klassenbübergreifenden ethnischen Leitbildern, z.B. Heiligen.
Auch die Namen enthüllen noch viel mehr als nur Armut und Reichtum der Eltern. Wer auf einem Zeitungsfoto aus Afghanistan drei Bundeswehrsoldaten mit den Vornamen Mario, Silvio und Henry erblickt, weiß sofort, dass diese aus den neuen Bundesländern stammen.
*Gähn" - Ja, das ist wohl so. Aber was beweist das? Trotz allem enthüllen auch diese Namen VOR ALLEM EBEN den sozialen Status der Eltern. Wer in der "Ehemaligen" wirklich etwas auf sich hält, nennt auch dort seine Kinder nicht Doreen, Sindy, Maik oder Enrico. Da die Allgemeinverprollung, eine der Segnungen des Arbeiter- und Bauernstaates seligen Angedenkens, auch vor den gebildeteren Ständen nicht halt gemacht hat, gibt es dort zwar mehr dieser Namensmonstren, aber es gibt auch Leute, die Alexander, Jörg oder Katharina heißen, weil sich ihre Eltern trotz des Gömmünismüs Stil, Unterscheidungsvermögen und Geschmack bewahrt hatten.

Aber Moment! Irgendwie MUSS doch nachzuweisen sein, dass Namen schon immer was mit pösem Klassendenken zu tun hatten:
Über Thomas Mann hieß es, er sei ein wahrer "Namenszauberer" gewesen. Er wusste natürlich, dass es schon im 19. Jahrhundert klassenspezifische Namen gab. Das wird sehr deutlich bei der Schilderung der Lübecker 1848er-Revolution in "Buddenbrooks", wo Johann Buddenbrook in Begleitung von Leberecht Kröger dem Wortführer der rebellischen "Canaille" entgegentritt. Dieser heißt Corl Smolt, und sein Name (die niederdeutsche Form von Karl plus das niederdeutsche Wort für Schmalz) verrät ihn eindeutig als Angehörigen der Lübecker Unterschicht. Ein Kevin seiner Zeit. Während Leberecht Kröger ganz klar der Name eines Senators mit pietistischem Hintergrund ist.
Den Namen Leberecht haben mit Sicherheit pietistische Eltern aller Gesellschaftsschichten ihren Kindern gegeben und Corl Smolt ist eben eine Mannsche Lautmalerei und beweist garnichts. Im Kirchenbuch wird der Mann Karl geheißen haben.
Cheyenne und Justin sind Herolde der Liberalität.

Und wenn sie in der Schule schlechter behandelt werden als Sarah oder Jakob, ist das ja auch eine Art ausgleichende historische Gerechtigkeit. Es gab mal eine Zeit, in der gerade Träger dieser Namen in Deutschland überhaupt keine Bildungschancen hatten.
Womit die Grenze vom Dämlichen zum Geisteskranken überschritten wäre und daher höre ich jetzt auf.

NOCH ein Beweis, dass Frauen an den Herd gehören, gefällig?

Das Bundesverfassungsgericht muss mal wieder Leute vor sich selber schützen. Die Welt berichtet, dass die Klage einer Frau gegen das Dreifachnamenverbot - sie wollte zu ihrem eigenen Nachnamen auch den Doppelnamen ihres Mannes tragen - beim Bundesverfassungsgericht abgewiesen wurde:

Im Rechtsstreit hatte das Ehepaar angeführt, dass sowohl der Schutz der Ehe als auch ihr Persönlichkeitsrecht mit dem gesetzlichen Verbot unzulässig eingeschränkt werde. Der gewünschte Dreifachname für die Ehefrau „Thalheim-Kunz-Hallstein“ solle die Verbundenheit zu ihrem Ehemann sowie zu ihren Kindern aus erster Ehe ausdrücken.
Tja, gute Frau, die Verbundenheit zu ihren Kindern aus erster Ehe hätten sie vielleicht doch besser dadurch bewiesen, dass sie ihr eheliches Treuegelöbnis gehalten und sich nicht hätten scheiden lassen. Es sei denn, ihr erster Mann wollte sie unbedingt loswerden, was in Anbetracht der Umstände allerdings nicht völlig ausgeschlossen ist.
Außerdem werde mit dem Dreifachnamenverbot auch ihre Berufsfreiheit eingeschränkt, argumentierte das Ehepaar. Als freiberufliche Zahnärztin und als Rechtsanwalt habe man sich bei Patienten und Mandanten einen Namen gemacht. Dürften sie nicht alle Namen führen, gebe es bei den Kunden keinen Wiedererkennungseffekt. Auf diese Weise drohten Einkommenseinbußen.
Die Rationalisierungen des Doppelnamenunwesens sind ebenso zahlreich, wie peinlich, aber dies setzt allem die Krone auf. Nach der Doppelnamenträgerin der ersten Generation, der zähledernen Frau Oberregierungsrat, die durch ihren Doppelnamen beweisen wollte, dass sie zumindest einmal von einem Mann geliebt wurde, kommt jetzt die mehrfach verheiratete Zahnärztin, die 'was vom Wiedererkennungseffekt sabbelt. Guteste, sollten Sie WIRKLICH was taugen in ihrem Beruf, WERDEN ihre Patienten sie schon wiedererkennen, egal wie sie heißen. Im übrigen hätten Sie dafür ganz einfach den Namen beibehalten können, unter dem sie jetzt praktizieren, aber so ganz lässt sich die innere Frau Oberregierungsrat auch hier nicht verleugnen, gelle? Und dafür müssen dann die lieben Kleinen herhalten. Und der größte Witz ist: Diese Leute wollen tatsächlich noch ernst genommen werden!
Es gibt noch mehr Ausnahmen: Bei seinen Recherchen ist Kunz-Hallstein auf eine Prominente mit ähnlichem Problem gestoßen. Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann hängte in zweiter Ehe „Maier-Leibnitz“ an ihren Namen an – ganz offiziell. Eine Intervention beim baden-württembergischen Ministerpräsidenten half ihr. Benutzt hat sie die Viererkette nur in Geschäftsbriefen. Im Alltag blieb alles beim Alten.
Schreibt der Focus. Was lehrt uns das? Erstens, dass Noelle-Neumann offenbar genauso bekloppt ist, wie sie in den Medien rüberkommt und zweitens, dass der Herr Rechtsanwalt aus München viel zu viel Freizeit und viel zu wenig ECHTE Probleme zu haben scheint.

Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann, der nicht Henckel von Donnersmarck, von Berswordt-Wallrabe oder so ähnlich heißt oder einen der Doppelnamen führt, wie sie historisch zu westfälischen Bauernhöfen gehören (Tip: Sie fangen z.B. mit Oberste-, Große-, Kleine- oder Schulte an oder haben mittendrin ein "zu"), ein kleinbürgerliches Würstchen ist, das meint, sich durch einen Doppelnamen einen Anstrich von "Klasse" zu verleihen, der ihm ganz sicher nicht zukommt. Und eine Frau - sie kann nicht anders - muss dieser entwürdigenden Selbstdarstellung dann die Krone aufsetzen, bzw. NOCH einen Namen anhängen.

QED!

Liebe Leser, gehen sie in sich und rufen sie sich die verheirateten oder verheiratet-gewesenen Frauen in ihrem Bekanntenkreis und in der Öffentlichkeit ins Gedächtnis. Und wenn ihnen dann EINE EINZIGE Doppelnamenträgerin einfällt, die NICHT läppisch, seicht und ohne Substanz ist: Gratulation! Und zu den männlichen Doppelnamenclowns sage ich mal ausnahmweise nichts weiter, weil sie ein Randphänomen sind. Aber der Feminismus wird das schon ändern.

Was machen Prolls und Frauen, wenn man sie denn an die Uni lässt?

Das!