Januar 30, 2008

Eine ganz andere politische Kultur

Andrea Ypsilanti, die Frau mit dem zeitgemäßen und zweckdienlichen Multikulti-Namen, die in dem lebt, was man in einem weniger politisch korrekten Zeitalter unordentliche Verhältnisse nannte, amüsiert uns mit folgendem Heuler:



Der Einsteller des Videos bei YouTube schreibt dazu:

Andrea Ypsilanti plappert nur auswendig gelernte Phrasen ihres Lebensgefährten Klaus-Dieter Stork (rechts im Bild) nach. Oder wie läßt sich sonst erklären, daß er ihren Text lippensynchron mitsprechen kann???!

Januar 27, 2008

Was ist komisch?

Komisch ist, wenn ein Mann in einem Bagger in Schlangenlinien durch die Essener Innenstadt fährt und fragt, wo es zur nächsten Party gehe.

Gefunden in der virtuellen Pressemappe der Polizei Essen bei der Suche nach Nachrichten über die lästige Rentnerin, die gestern in einer Straßenbahn mit ihren ewigen Nörgeleien nicht so gut angekommen war, denn nicht überall ist es in Essen lustig.

Nörgelnde Rentner - Immer wieder lästig

taz-Verschnitt Welt berichtet über eine 83-Jährige, die gestern in einer Essener Straßenbahn niedergestochen wurde. Sie hatte es nicht gut gefunden, dass ihr Mann, ein weiterer lästiger Rentner, ins Gesicht geschlagen wurde, weil er sich halt auf die typisch lästige Rentnerart über eine Rempelei beschwert hatte, statt seine Schnauze zu halten und einfach zu sterben:

Wieder kostete eine Lapalie [sic!] einen Rentner fast das Leben. Und wieder fand die Tat im öffentlichen Nahverkehr statt. Dieses Mal stieß in Essen ein 35-Jähriger einer 83-Jährigen ein Messer in die Brust und verletzte sie lebensgefährlich. Dabei hatte sie sich nur über die Rempelei in der Bahn beschwert.
Was die Frage nach demjenigen Szenario aufwirft, das es berechtigt erscheinen lassen würde, eine 83-Jährige niederzustechen.

Januar 26, 2008

Die Verdammten dieser Erde aus dem Studentenheim

Spiegel Online berichtet heute, dass die Amerikaner in einem Zeltlager im Irak "brisante Listen beschlagnahmt" haben.

In Listen mit Namen ausländischer Rekruten, die US-Soldaten in dem Zeltlager sicherstellten, finden sich nach SPIEGEL-Informationen die Personalien von vier Männern aus Niedersachsen, die sich demnach freiwillig für den Dschihad gemeldet haben. Zwei der Männer, Radhuan Ibn Jussif N., 25, und Siad B., 30, verschwanden im Frühjahr vergangenen Jahres plötzlich aus dem Braunschweiger Studentenwohnheim "Affenfelsen".

Die beiden Tunesier hatten an der Technischen Universität Braunschweig studiert und galten als unauffällig; B. lebte seit zehn Jahren in Deutschland, N. seit 2003. Noch unklar ist der Hintergrund bei den anderen zwei Mitgliedern der Dschihad-Reisegruppe: Ein weiterer Tunesier namens Nidal al-K. gab gegenüber al-Qaida an, Arzt zu sein und stellte sich den Unterlagen zufolge als Selbstmordattentäter zur Verfügung. Ob er noch lebt, ist ungewiss.

Deutsche Ermittler prüfen nun, wer die vier Dschihadisten in Deutschland rekrutierte und den Kontakt vermittelte.
Dascha'n Dingen! Studenten! Und wir dachten, dass die nur deswegen zu Terroristen werden, weil sie in Deutschland an den Rand gedrängt werden, bildungs- und chancenlos sind.

Januar 25, 2008

Epitaph für Helmut Schmidt

Altbundeskanzler Helmut Schmidt ist von einer "Anti-Raucher-Initiative", die sein Rauchverhalten (ja wirklich!) "seit Jahrzehnten beobachtet" wegen Körperverletzung angezeigt worden, weil er anlässlich eines Neujahrempfangs in der Öffentlichkeit geraucht hat.

Und ja, es ist richtig, dass auch ein Altbundeskanzler nicht über dem Gesetz steht, und nein, die Tatsache; dass er und seine ebenfalls eifrig rauchende Frau Hannelore "Loki" mit fast neunzig Jahren Musterbeispiele für rüstige Rentner sind, spricht nicht wirklich FÜR das Rauchen.

Der größte Heuler bei alledem ist aber, dass die Schmocks, die unter demselben Stein hervorgekrochen sind, wie diejenigen, die finden, dass ein spießiger deutscher Rentner durchaus einen in die Fresse verdient, wenn er jungen Männern mit Migrationshintergrund das Rauchen verbietet, nun meinen, dass SIE das bei Schmidt durchaus dürfen. Und da der deutsche Spießer immer und überall zwanghaft das heraushängen lässt, was er für seine Bildung hält, muss hier sogar der arme Max Weber daran glauben:

Diese Woche erklärt Schmidt dabei, das Buch "Politik als Beruf" von Max Weber aus dem Jahre 1919 immer wieder einmal zur Hand genommen zu haben. Was aber kann er mit dem Inhalt anfangen? In just diesem Werk nennt der bekannte Soziologe drei entscheidende Qualitäten für den Typus Politiker: "Leidenschaft, Verantwortungsgefühl, Augenmaß".

...Verantwortungsgefühl beweist er mit seinem fortgesetzten Rauchergehabe jedoch nicht, und auch am rechten Augenmaß fehlt es dem 89-Jährigen offenkundig in dieser Sache.
Dabei ist dich die eigentliche Frage, warum man einen fast Neunzigjährigen, den die meisten Jugendlichen nicht einmal mehr dem Namen nach kennen, nicht langsam aus seiner Verantwortung als "Vorbild" entlässt oder ihm zum Beispiel eine Vorbildfunktion dort zuordnet, wo es ethisch Sinn machen würde. Aber das geht nicht, weil das erste eine wunderbare Gelegenheit zum Klugscheißen ungenutzt ließe und das zweite schlichtweg nicht mehr den Zeitgeist trifft.

Was zählt es noch, dass Schmidt außerordentliches Rückgrat in einer Situation bewiesen hat, die einen geringeren Mann hätte zerbrechen lassen, eine Situation, bei der das Wohlergehen des Landes, das ihm anvertraut war, auf dem Spiel stand. Auch ist es keine schlechte Leistung, 62 Jahre lang mit derselben Frau verheiratet geblieben zu sein, zumal bei der Nachfolgegeneration mittlerweile die Drittehen scheitern.

Tja, wasauchimmer. Hier wird jedenfalls diesem Mann von einem unsäglichen Schmieranten, der dazu noch Tausenden anderer deutscher Spießer aus der Seele spricht, Verantwortungsgefühl und Augenmaß abgesprochen - warum? WEIL ER RAUCHER IST!

Niemand soll uns nachsagen, dass wir keine Schwerpunkte zu setzen vermögen.

Wir vermuten das Problem liegt ganz einfach darin, dass Helmut Schmidt, anders als die jungen Männer mit Migrationshintergrund, seinem Kritiker nicht die Fresse polieren kann.

Januar 24, 2008

Über das "Deutsch" in der "Deutschtürkischen" Identität

In einem Stück Wahlpropaganda für die Opposition in Hessen offenen Brief in der ZEIT fordern 21 "prominente Deutschtürken" (was immer das sein mag) von der Union mehr Sachlichkeit in der Debatte um Jugendgewalt. Die Kern-Fragen und -Aussagen dieses Schreibens sollte man sich ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen, denn ein dichteres Vorkommen politisch korrekter Klischees, Halb- und schlichter Unwahrheiten wird sich so schnell nicht finden lassen:

Hätte der hessische Ministerpräsident den Vorfall von München auch dann politisch zu missbrauchen versucht, wenn die Täter zufällig keinen Migrationshintergrund hätten?
Die Frage ist sinnlos. Die Täter HATTEN nun einmal - und durchaus nicht "zufällig" - einen "Migrationshintergrund".
Ein Wahlkampfpopulismus, wie ihn Roland Koch wieder propagiert, trägt nicht zur Lösung der Problematik Jugendgewalt bei, sondern schürt rassistische Ressentiments.
Rassistische Ressentiments werden vor allem durch DAS VERHALTEN einer spürbaren Zahl von "Ausländern" geschürt.

Exkurs: Genau das unterscheidet übrigens Antisemitismus von Ausländerfeindlichkeit. Ersterer hat nichts mit dem Verhalten der Juden zu tun. Die können machen, was sie wollen, ihr Name ist eh Scheiße. Bei "Ausländern" ist das schon sehr anders. Eine politisch korrekte deutsche Mehrheit täte alles (aber auch wurklich ALLES!), um nur nicht mehr "Nazi" genannt zu werden. Sie verabschieden sich sogar vom Antisemitismus insofern, als sie ihn jetzt unter "Antizionismus" ("Es muss doch erlaubt sein, Israel kritisieren zu dürfen...") laufen lassen. "Ausländer" zu kritisieren ist jedoch immer noch anathema.
Wir bestreiten nicht, dass die Zahl der Migranten unter den jugendlichen Straftätern hoch ist. Dafür gibt es Gründe, die ausführlich analysiert werden müssen.
Das sind sie bereits. Nur sind die Ergebnisse zu unbequem, um auch zur Kenntnis genommen zu werden.
Die Unionsparteien müssen bei der Diskussion endlich anerkennen, dass das Problem kein ethnisches ist, sondern, wie zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, ein soziales!
Und später:
Dazu müssen wir auch an die kulturellen Hintergründe ran: Stichwort »Machokultur«. Eltern müssen begreifen, dass die Söhne nicht alles tun und lassen dürfen, was sie wollen.
Was denn nun?

Es ist NUR und AUSSCHLIESSLICH ein "ethnisches" Problem. Nur: wenn diese prominenten Deutschtürken sich nicht trauen, statt "ethnisch", "rassisch" zu sagen, womit ihre Aussage dann richtig wäre, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man auf Widerspruch stößt.
Je mehr sich sozial benachteiligte Milieus etablieren, desto gravierender wird auch die Gewaltproblematik werden. Besonders in den Migranten-Communitys fehlt es jungen Männern sehr oft an positiven Vorbildern, die sie respektieren und an denen sie sich orientieren können.
"Vorbilder" haben sie mehr als genug. Dass die nicht "positiv" sind (Stichwort "Machokultur") - Wessen Schuld ist das?
Es fehlt ihnen überhaupt an Perspektiven, an positiven Lebenserfahrungen und einem Selbstwertgefühl.
Wessen Schuld ist das? Außerdem haben die jungen Männer mit "Migrationshintergrund" übergenug "Selbstwertgefühl", nur leider das falsche. Hatte ich schon das Stichwort "Machokultur" erwähnt? Warum hören wir so wenig über gewalttätige Übergriffe von asiatischen "Migranten"?
Die beste Prävention gegen Jugendgewalt ist weiterhin eine gute Bildung und Ausbildung. Investitionen in Bildung, die individuelle Förderung der Jugendlichen, die Stärkung der Schulsozialarbeit und echte Bildungschancen, besonders für sozial Schwache oder Jugendliche mit Migrationshintergrund, sind wichtige Bausteine zur Lösung des Problems.
Ähhh.... WIE sagte nochmal Alaattin Kaymak so ganz ungebrieft, Herr Mutlu?
Die Jugendlichen sind in Deutschland geboren und aufgewachsen, hier sozialisiert und hier straffällig geworden. Warum sollten andere Länder, zu denen die Jugendlichen oftmals kaum eine Beziehung haben, für die Fehler und Missstände unserer fehlgeschlagenen Integrations- und Jugendpolitik büßen?
Wie wäre es mit: Weil die Kultur dieser (islamischen oder islamisch geprägten) Länder, ihre Werte und Regeln, von den Eltern dieser Jugendlichen mit nach Deutschland gebracht wurden? Könnte man nicht auch genausogut fragen, warum Deutsche für die Zustände innerhalb der islamischen Kultur büßen sollen?
Straffällige Jugendliche mit Migrationshintergrund sind ein Teil unserer Gesellschaft. Das erfordert die Resozialisierung dieser Jugendlichen in dem Land, in dem sie geboren und herangewachsen sind.
Wie kann man jemanden resozialisieren, der in Deutschland nie sozialisiert wurde, sondern in einer Parallelgesellschaft?

Es lohnt sich auch, einen Blick auf die Unterzeichner dieses Stücks Wahlpropaganda für die Opposition in Hessen offenen Briefes zu werfen.

Da haben wir u.a. die Volksvertreter Özcan "Wurde der nicht gebrieft" Mutlu und Cem "Hunzinger" Özdemir, die Kulturschaffenden Muhab "Ich hätte Theo van Gogh gefoltert" Bet, Ünal Yüksel (MuhabBets Produzent), sowie die Schauspielerin Renan Demirkan, die so singulär untalentiert ist, dass sie dem Begriff "Knallcharge" eine ganz neue Dimension zu verleihen vermag und zahlreiche würdige Akademiker und Wissenschaftler, bei denen man sich nur wundern kann, dass sie die Gemeinsamkeit mit dem "Musiker" Muhab "Ich hätte Theo van Gogh gefoltert" Bet nicht scheuen.

Oder anders: Hier haben wir Mutlu, der nach Jahrzehnten in Deutschland immer noch so eine Art "Kanaksprak" spricht und der, ebenso wie der Kindergärtner Özdemir, nur dank eines typisch deutschen Phänomens, der Grünen Partei, zum "Volksvertreter" aufsteigen konnte, einen Vertreter der Gossenkultur, der Rapper MuhabBet, der es, ebenso wie sein Songschreiber Yüksel, nur deswegen zu einer zweifelhaften Prominenz bringen konnte, weil unsere Poliker und ihre Berater ihren Arsch nicht von ihrem Ellenbogen unterscheiden können. Von Demirkan nicht zu sprechen, die von jedem anderen Publikum, das nicht von multikulturellem Selbsthass besessen ist, schon vor Jahrzehnten wegen akuter Talentlosigkeit zur Tür hinausgelacht worden wäre.

Es wäre sicher interessant, die Werdegänge der unterzeichnenden "deutschtürkischen" Wissenschaftler und Akademiker zu ergoogeln, doch fehlt mir dazu beides, Zeit und Geduld. Vielleicht wäre es ja tröstlich, festzustellen, dass in ihrem Fall zumindest deutsche Bildungseinrichtungen nicht umsonst (wenn auch kostenlos) tätig wurden.

Januar 22, 2008

Gegenwartsrelativierung

Da inzwischen schon wieder interessantere Schweineherden durch diverse Dörfer getrieben wurden, muss man nach den Nachrichten über die in einem Anhaltinischen Kaff erschlagene Frau schon richtig suchen. Nun heißt es, ein Taxifahrer hätte am Sonntag Morgen von seinem Büro aus gesehen, wie der junge Mann "auf etwas am Boden liegendes" immer wieder eingetreten habe und ihm, dem Taxifahrer, sei erst "beim näheren Hinsehen" klargeworden, "dass eine Frau das Opfer roher Gewalt auf offener Straße geworden war."

Ist das einer derjenigen Zeugen, die gestern noch aus sicherer Entfenung mit angesehen hatten, dass der 18-Jährige die am Boden liegende Frau trat, sie am Kragen hochzog, wieder fallen ließ und dabei immer wieder als "Schlampe" beschimpfte? Vielleicht derjenige, der berichtete, dass der Täter sich mehrmals nach Tritten auf den Kopf in Siegerpose neben das Opfer gestellt habe, "als habe er ein Stück Wild erlegt"?

Da niemand Genaues gesehen hat, scheint es diesen Zeugen oder diese Zeugen nicht mehr zu geben.

Womit haben wir es hier zu tun? Mit einem Verdrängungs- und Projektionsmechanismus zugunsten eines Anderen, der zehn Minuten lang tatenlos zugeschaut hatte, wie ein Mensch zu Tode geprügelt wurde? Oder schreibt sich die Schmockbrigade hier einfach einmal mehr IRGENDEINEN Dreck zusammen, weil Tatsachen ja ohnehin längst zu einer zufälligen Randerscheinung verkommen sind?

Der Inhaber der Pizzeria, in der der Totschläger vor seiner Tat randaliert hatte, ist übrigens ein "Ausländer". Wäre doch gelacht, wenn sich aus diesem Gähnfall nicht noch 'was richtig Geiles machen ließe.

Januar 21, 2008

Ein Bisschen Erleichterung

Auf dem Marktplatz einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt wurde in der Nacht zum Sonntag eine 54-jährige Frau mit äußerster Brutalität von einem 18-Jährigen zu Tode geprügelt. Einige Taxifahrer waren davon so schockiert, dass sie zuschauten, ohne einzugreifen. "Sie alarmierten sofort die Polizei und einen Rettungswagen", sagte eine Polizeisprecherin der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt, was "immerhin" impliziert und das Spiegel Online denn auch erwähnenswert fand. Und weiter: "Obwohl wir sehr zügig vor Ort waren, starb die Frau auf dem Weg ins Krankenhaus an ihren schweren Kopfverletzungen."

Der Täter wurde kurz darauf verhaftet, wie die Medien berichteten sturzbetrunken, verwirrt und aggressiv. Täter und Opfer sollen dem Säufermilieu angehören.

Einer derjenigen Zeugen, die aus sicherer Entfenung mit ansahen, dass der 18-Jährige die am Boden liegende Frau trat, sie am Kragen hochzog, wieder fallen ließ und immer wieder als "Schlampe" beschimpfte, berichtet auch, dass der Täter sich mehrmals nach Tritten auf den Kopf in Siegerpose neben das Opfer gestellt habe, "als habe er ein Stück Wild erlegt". "In Sicherheitskreisen", so berichtet der Tagesspiegel, werde nicht ausgeschlossen, dass der Mann aus einem sozialdarwinistischen Motiv heraus die Frau "misshandelt" habe.

Was die Frau sicher trösten würde, lebte sie noch.

Hettstedts Bürgermeister Jürgen Lautenfeld zeigte sich, wie vorausszusehen war, "schockiert" von dem Vorfall. "Dieser Fall ist äußerst tragisch." Was er natürlich nicht war, aber es ist vermutlich zu viel verlangt, dass der Bürgermeister einer Anhaltinischen Kleinstadt oder die Spiegel Online-Redaktion mit dem Tragikbegriff vetraut sind.

"Ein bisschen Erleichterung", so Spiegel Online, sei dabei jedoch mitgeklungen, als er erfuhr, dass der Vorfall keinen politischen Hintergrund haben soll, sprich: dass kein "Ausländer" betroffen war.

Was ein wunderbares Epitaph für das Grab dieser Frau abgeben würde.

Januar 19, 2008

Das Schlimme ist: Die wollen WIRKLICH nur spielen!

Es ist noch nicht alles gesagt über das Säbel-Zwischenspiel des Nicolas Sarkozy.

Was fällt uns, wenn wir an die Religion des Friedens denken, zuerst ein?

Es sind nicht die Frauen in Ganzkörper-Verhüllung, nicht die "Ehrenmorde", nicht die anmaßenden Minarette und nicht einmal die erschütternden Bilder der Kleinkinder mit Bombengürteln in "Palästina". Nein, es sind die öffentlichen Hinrichtungen, die Massenerhängungen im Iran (auch von Kindern) und die Enthauptungen mit dem Schwert in Saudi-Arabien, beides Länder, die in keiner Weise als international geächtet gelten können.

(Und ja, sobald sich eine angemessene Zahl meiner Mitbürger DARÜBER aufregt, werde ich anfangen, mich auch über die Todesstrafe in den USA aufzuregen.)

Dass solche Schauspiele nicht auch in Afghanistan immer noch zum Alltag gehören, haben wir dem Engagement des Westens und unter anderem der Bundeswehr zu verdanken, was einigen Politikern nicht gefällt, weil es die armen Henkersknechte terrorisiert, die ja schließlich bitteschön nur ihre Kultur leben möchten.

Januar 15, 2008

Die wollen nur spielen...

...die niedlichen großen Buben, die!





Ganz klar, bei Staatsbesuchen ist natürlich auch das Sich-Vertrautmachen mit der Kultur des Gastlandes angesagt.

Januar 12, 2008

Wenn Schamlosigkeit zur Methode wird

Inzwischen dürfte jeder das peinliche koalitions-/ oppositionsübergreifende politische Liebesgeflüster zwischen Zypries und Mutlu bei "Hart aber Fair" mitbekommen haben und die meisten sicher auch die an Schamlosigkeit und Zynismus nicht mehr zu überbietenden Stellungnahmen in der Bildzeitung. (Bitte googeln!)

Wir gehören nicht zu den Horden der gewohnheitsmäßigen Leserbriefschreiber, aber in diesem Fall hätte Abstinenz uns Gemütsblähungen verschafft und das haben wir nicht verdient.

Sehr geehrter Herr Mutlu,

BILD ist ein Medium, dem ich nicht unbedingt traue. Hier ein Zitat von der Webseite dieses Blattes:

Der Abgeordnete [Mutlu] zu BILD: „Alaattin Kaymak ist offenbar kein Politik-Profi und nicht sehr redegewandt.
Ich wollte nur fragen, ob denn vor der Sendung niemand mit ihm gesprochen hat.“
Falls BILD Sie allerdings korrekt zitiert hat, sollten Sie sich einer offenbar überfälligen Wirklichkeits-Überprüfung unterziehen. Der junge Mann, Alaattin Kaymak, spricht - in bemerkenswertem Gegensatz zu Ihnen - ein völlig akzentfreies Deutsch. Er erschien vollkommen unbefangen, wirkte ehrlich, und seinen kleinen (aber durchaus geistreichen) Witz über das Rauchergesetz trug er mit dem Sinn für "timing" eines routinierten Entertainers vor.

Kann es sein, dass Sie Deutsch nicht nur nicht sehr gut sprechen, sondern auch nicht sehr gut verstehen? Anders wäre obige Aussage nämlich nicht erklärbar.

Es verwundert mich auch, dass es Sie verwundert, dass ein reformierter junger Schläger nicht auch gleichzeitig ein "Politik-Profi" (was immer das sein mag) ist.

Wie gesagt, sollten Sie das tatsächlich so gesagt haben, wie BILD es zitiert, würde das einer peinlichen Blamage noch eine zweite, schlimmere, hinzufügen. Musste das sein? Haben Sie keine Berater, deren Deutsch muttersprachlichen Ansprüchen genügt?

Mit freundlichen Grüßen
(Unser voller Name und Wohnort)


Die frechste Hilfestellung beim Zurückrudern kam allerdings von der oh-so-konservativen "Frankfurter":
Daran könnte man eine Verschwörungstheorie aufhängen, doch ist die Erklärung, wie Özcan Mutlu im Gespräch mit dieser Zeitung sagte, ganz einfach. Weil er erst in letzter Sekunde ins Studio gekommen war und die Gespräche, die Plasberg vor Sendebeginn mit den einzelnen führte, nicht mitbekam, habe ihn gewundert, warum der junge Mann bei dieser Frage so ins Stottern kam. Plasberg wiederum guckte in diesem Augenblick ganz verblüfft, weil sein Gegenüber, der als zum Guten gewendeter ehemaliger „Schläger“ und Hoffnungsträger am Rande antrat, ihm eröffnete, dass er die Fachoberschule gerade abgebrochen und vorhabe, Bodyguard zu werden. Bei „Hart aber fair“ werden inzwischen also sogar Mienen, Gesten und Worte auf die Goldwaage gelegt, die man gar nicht hören kann. Was einmal mehr unterstreicht, dass die wichtigste Talksendung der ARD mittwochs läuft.
Was einmal mehr unterstreicht, dass Journalisten entweder kackfrech lügen oder sich nicht einmal die Mühe machen, sich die Dinge, über die sie schreiben, auch anzusehen, weil sie darauf bauen können, mit beidem davonzukommen. Denn erstens kam der junge Mann eben NICHT ins Stottern und zweitens war die Sache mit dem Schulabbruch an dieser Stelle garnicht das Thema, und das Ganze war dann auch offensichtlich derart dämlich, dass es nicht einmal Mutlu selbst in seinen Entschuldigungskatalog aufgenommen hatte, was etwas heißen will.

Nicht einmal ein guter Versuch, Herr Hanfeld! Sie sollten Vieles vielleicht öfter auf die Goldwaage legen.

Aber man kann es ja mal versuchen, nicht wahr?

Januar 11, 2008

Die Journaille und das Kindchenschema

Michael B. Berger, Ressortleiter Niedersachsen bei der Hannoverschen Allgemeinen, hat ein Problem, mit dem er nicht allein ist.

Iss‘ er nicht süss? Ach, wie isser niedlich. Nein o nein, das es so was Niedliches gibt... Diese göttlichen Knopfaugen, zum Nur-noch-Hinschmelzen.... Liebe Leser, die Rede ist ... von einem Raubtier, das weder Anstand noch Moral kennt.
Es geht Berger also hier um ein Raubtier, das weder Anstand noch Moral kennt, das von vielen als attraktiv betrachtet wird und das viel zu viel Medienpräsenz genießt.

Januar 10, 2008

"Es" denkt 'mal wieder in jemandem!

Ein Kommentar von Stefan Dietrich in der FAZ:

Saubermänner

09. Januar 2008 „Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eines: raus, und zwar schnell." Das hat nicht Roland Koch gesagt, sondern ein niedersächsischer Ministerpräsident namens Schröder. Derselbe Schröder zieht heute mit Abscheu und Empörung über Ministerpräsident Koch her, der sich selbst im Wahlkampf deutlich weniger holzschnittartig ausdrückt als der Niedersachse.

Auch Schröders ehemaliger Parteifreund Lafontaine, der sich mit einer Bemerkung über „Fremdarbeiter, die Arbeitsplätze wegnehmen“, bei Rechtsextremisten beliebt machte, sollte sich mit Kritik an Kochs politischer Einäugigkeit besser zurückhalten.

Noch vor einem halben Jahr warnte Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, vor „steigender Gewaltbereitschaft unter vielen muslimischen Jugendlichen gegenüber Juden". Sie sei vergleichbar mit der im rechtsextremistischen Lager. Dem Wahlkämpfer Koch, der dieses Phänomen zum Thema macht, wirft er nun vor, „Vorurteile gegen Ausländer zu schüren“. Allerdings hat jetzt auch gerade kein Überfall auf einen jüdischen Rentner stattgefunden.
Politiker lügen wie gedruckt, das ist nichts neues, und es ist lobenswert, das noch einmal hübsch kompakt zusammenfassend darzustellen. Allerdings hätten wir von einem Vertreter des ZdJ, mit seinem hohen ethischen Anspruch, schon etwas mehr Wahrheitsliebe (oder ist es Realitätssinn?) erwartet, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass der "jüdische Rentner", den es laut Verfasser braucht, um den FdJ aktiv werden zu lassen, aus einem guten Kommentar ein Stück subtiler Hetze macht.

Wenn man sich die lahmarschigen Stellungnahmen des ZdJ in der Angelegenheit des unlängst niedergestochenen Rabbiners in Frankfurt anschaut (zwar kein Rentner, aber immerhin!), wenn man die ebenso generelle, wie nervtötende Bereitschaft dieser Organisation, nahezu sämtliche Übel der Welt schultern zu wollen, kennt, einschließlich der sachlich falschen, relativierenden und zum Speien oft wiederholten Gleichsetzung von Antisemitismus und Rassismus, wenn man weiß, dass Herr Kramer, übrigens ein Konvertit, den antisemitischen Kampfbegriff "Islamophobie" versucht hoffähig zu machen, und wenn man dann die Unterstellung liest, dass der ZdJ nur dann von sich hören ließe, wenn gerade mal wieder ein "Überfall auf einen jüdischen Rentner stattgefunden (hat)" dann, ja dann kann man dem Verfasser des obigen Kommentars nur raten, doch noch einmal gründlich in sich zu gehen.

Januar 09, 2008

Schmuddel-Knut und die unerträgliche Wirklichkeit



Hier das kleine Eisbärmädchen, das jetzt von Menschen aufgezogen, dann (notgedrungen) von ihnen verstoßen werden, ein Leben im Luxus-Käfig führen und irgendwann (menschengesteuert) gedeckt werden wird, um die traurige Ahnenreihe weiterzuführen. Aber EINES wird es immerhin nicht haben: GEBÄRMUTTERZYSTEN!
Immerhin!


Im Nürberger Zoo hatten zwei Eisbärenweibchen fast gleichzeitig geworfen. Alle Babies hatten diejenigen Geräusche gemacht, die auf gesunden Nachwuchs schließen ließen, bis die zwei der einen Bärin garnix mehr sagten und es sich dann herausstellte, dass sie spurlos verschwunden waren, gefressen von der Mutter, wie das die Natur so in manchen Fällen vorsieht.

Aber das ist natürlich dem Durchschnittsleser der Welt nicht vermittelbar:

Wenige Tage zuvor hatte Eisbärenweibchen "Vilma" ... ihre zwei Babys nach ihrem Tod gefressen.
Danach könnte es, rein satztechnisch, auch sein, dass die Bärin verstarb und als eine Art ursine Untote ihre Babies verzehrt hat. Tatsächlich war es aber wohl eher so, dass die Schmocks des taz-Verschnitts im Eifer, ihre Leser vor der schrecklichen Wahrheit einer Bärin, die ihre Jungen gefressen hat, bevor sie tot waren, zu bewahren, ihre Sätze zusammen mit ihrer Unterwäsche verwurstelt hatten.

Dafür spricht auch, dass an anderer Stelle derselben Fotostrecke bemerkt wird:
Es ist bekannt, dass Eisbären ihren Nachwuchs auffressen, wenn er nicht gesund ist.
Nicht, wenn er TOT ist, wohlgemerkt, sondern wenn er NICHT GESUND ist. Und das machen übrigens nicht nur Eisbären.

"Wie grausam" titelte Bild, das Drecksblatt, das sein Prabolspiegelohr immer zum Kotzen nah am Volk hat. (Kein Link!)

Das Problem ist nur: Diese Jungen WAREN vermutlich gesund. Was allerdings nicht "gesund" war (und ist) ist die Umgebung, in der diese Jungen geboren wurden. In ihrem natürlichen Lebensraum werden Eisbärenmütter nämlich, anders als im Zoo, relativ wenig von gaffenden menschlichen Idioten gestört, und wer jemals einen Wurf Hunde oder Katzen, die seit Menschengedenken an Menschen gewöhnt sind, großgezogen hat weiß, wie schnell das seelische Gleichgewicht eines Muttertieres aus dem Gleichgewicht gebracht ist und dass das sehr schnell zum Verstoßen der Jungen führen kann.

Doch damit nicht genug an humanem Kretinismus.

Das dritte Eisbärenjunge, aus einer anderen Mutter, das potentiell in Gefahr war, zu verhungern, weil seine Mutter sich immer weniger für es zu interessieren schien, wurde dem Hungertod preisgegeben, weil das ja - bitteschön - in der Natur auch so laufen würde, als ob hier IRGENDETWAS natürlich gewesen sei und die Tatsache, dass das (wie man inzwischen weiß) kleine Mädchen jetzt doch leben wird, ändert nicht einen Deut daran, dass diese gehirngeschissenen Deppen erst einen kleinen Eisbären zur Welt kommen ließen, der nie hätte geboren werden dürfen, um ihn dann elendig verrecken zu lassen.

Der Einwand, dass man vielleicht doch bitteschön Eisbären im Zoo nicht mehr züchten, sondern sinnvollerweise aussterben lassen solle wird von Experten abgetan mit dem Argument, dass das
nicht artgerecht (ist), es macht die Tiere krank. Das Risiko, dass sie Zysten und andere Erkrankungen an den Gebärorganen ausbilden, steigt beträchtlich. Langfristig werden sie dadurch sogar unfruchtbar.
Oh je! Und das ist ja genau das, was wir NICHT wollen! Lasst uns Eisbären weiter züchten, Wegwerfwürfe und menschenaufgezogene Neurotiker inbegriffen, Hauptsache, die Bärendamen haben keine gynäkologischen Probleme und die Unterschicht kann sich weiter Eisbären im Zoo angucken und im Fernsehen Schweinkram, statt der Filme des Sir David Attenborough.

Januar 07, 2008

Postklimakterische Peinlichkeiten


Da grob geschätzt 99% der Leser des taz-Verschnittes Welt offenbar nicht wissen, dass auch Leute jenseits der Lebensmitte Sex haben, oder, weil sie unheilbar an Geschmacksverirrung leiden, nicht lieber Nacktschnecken beim Kopulieren zuschauen, schlug die Nachricht, dass der "konservative" und nebenbei auch noch katholische französische Staatspräsident seine neueste Zerstreuung mit auf Staatsbesuch nimmt, ein wie eine Bombe. Die Kommentarfunktion einer solchen Webseite ist wirklich nützlich, wenn man dem Volk mal so richtig aufs Maul schauen will. Nicht etwa, dass sich dort jemand aufregt, weil der Mann katholisch und, eben zum zweiten Mal geschieden, schon wieder die Sau rauslässt, oder weil der französische Staatspräsident während seiner offiziellen Mission nicht mit einer diskreten Profi-teuse zufrieden ist, sondern sein postklimakterisches Interesse am anderen Geschlecht auch noch von den Kameras der Weltpresse dokumentiert sehen möchte. (Die Illusion, von einer Frau ganz doll und wirklich um seiner selbst geliebt zu werden, MUSS was haben.) Aber nein, sie regen sich auf weil Saudi-Arabien, immerhin ein souveränes Land (so sehr man das auch, und zu recht, bedauern mag), diese prae-senile Turtelei nicht offiziell sanktionieren mochte. Jetzt wird es also dem Konto muslimischer Gräueltaten zugerechnet, wenn die inzwischen vom Skandal zum Normalfall avancierte unappetitliche Herumhurerei der westlichen Politiker in einem Einzelfall und für wenige Tage unterbrochen werden muss.

Wir sollten es uns nicht ganz so einfach machen.

Und als ob das alles nicht genug der Heuchelei gewesen war, musste auch Brunis spätes Glück für den Fototermin herhalten. Das Kind versuchte brav, wie man es geheißen hatte, sein Gesichtchen zu verdecken. An sich nicht schlimm, dem Buben machte es offenbar Spaß und die Fotografen gerieten ganz aus dem Häuschen, naja und wenn dem Kind dann wirklich mal etwas zustoßen sollte - denn sein Gesicht sah man selbstverständlich zwischendurch auch unverdeckt - ohmeiohmei WERDEN die Chancen für photo-ops ins Gigantische steigen!

Bei der umtriebigen Oma konnte man das Kind vermutlich nicht lassen, die war nämlich damit beschäftigt, die Zukunft ihrer fast 40jährigen Tochter zu managen. Besorgt, dass Carla auch in Zukunft ihre Lieder zur Klampfe vortragen kann, setzte sie sofort die richtigen Schwerpunkte:
Sie habe dem Staatspräsidenten erklärt, dass Carla auch «als First Lady Frankreichs» und «trotz aller Verpflichtungen, die sie haben wird», Zeit für ihre künstlerische Arbeit brauche. Er sei «völlig einverstanden» gewesen.
Imagine my surprise! Da wird ihm wohl auch nix anderes übrigbleiben, oder? Schließlich hat sie es ihm erklärt. "Pussywhipped" nennen die Anglophonen so etwas, aber da Kinder zufällig hierhin surfen könnten, übersetzen wir das nicht.

Jeder weiß inzwischen, was für ein Hurenbock der verstorbene JFK gewesen ist und die meisten wissen auch, wie schamlos die gute Jackie Schwiegervater Joe deswegen abgezockt hat, aber all das geschah diskret. Jack nahm seine Entspannungshelferinnen nicht mit auf Dienstreise und Jackie machte ansonsten gute Miene zum bösen Spiel, sie bekam es ja ordentlich bezahlt. Keine Kameras, kein Exhibitionismus, keine tränenreichen Geständnisse, jeder wusste, wo sein Platz war. DAS hatte Klasse!

Die Sarkozys, die sich in Stil und Form so gerne mit den Kennedys vergleichen ließen, haben, so scheint es, nicht begriffen, dass das öffentliche Zuschaustellen der eigenen Sexualität vulgär ist, schlimmstenfalls sogar unmoralisch und anti-sozial, aber vor allem eines: kleinbürgerlich.

Januar 06, 2008

Grunz Oink Köffköff. Nebbich.

Heute überraschte uns PI mit einem außergewöhnlich guten Eintrag.

Gestern überraschte uns die Welt mit einer ungewöhnlichen Buchrezension von Steffen Reiche zu dem berechtigten Anliegen “Neu-alter Judenhass”. Die Autoren kommen alle aus dem linken und teilweise Antideutschenspektrum, sie sind u.a. Immobilienkaufmann, Politiker Soziologen, Historiker und Journalisten. Besonders in Bezug auf den Islam schreiben ausgewiesene Laien, die uns bewusst desinformieren, indem sie erklären, dass es vor dem Nationalsozialismus keinen wirklichen Judenhass im Islam gab.
So darf uns der Sozialwissenschaftler Bassam Tibi als Nicht-Orientalist (ausgewiesen durch seine Muttersprache Arabisch, Respekt vor dem Propheten Muhammad und dem Heiligen Koran der Muslime sowie eine Abneigung gegen Deutschland, das Land, dem er fast alles verdankt) belehren, dass “anders als beim christlichen Antisemitismus der Judenhass bzw. der Antisemistimus keine tiefen Wurzeln in der islamischen Gesellschaft hat”. Der Rezensent behauptet folglich, dass der Antisemitismus im Islam jung sei, so wie übrigens auch der Politologe und Ex-Kommunist Matthias Küntzel. Letzterer und seine Thesen, wurden inzwischen auf 21 Seiten sorgfältig vom Amerikaner Andrew Bostom entzaubert ...
Wer sich also ein wirkliches Bild über den im Koran und der Prophetentradition angelegten Feindschaft gegen die Leute des Buches ... machen will, der ist mit dem in linksextremen Kreisen naturgemäß unwillkommene Buch von Hans-Peter Raddatz “Allah und die Juden - Die islamische Renaissance des Antisemitismus ” deutlich besser beraten.

"Ein Höhlenerlebnis von Chava Gurion

... Der promovierte Orientalist und Volkswirt Hans-Peter Raddatz schrieb sein Werk nicht vom theoretisierenden Elfenbeinturm aus. Er lebte für viele Jahre als Banker im Nahen und Mittleren Osten, kennt somit auch die Realität der Materie ganz genau. In seiner beklemmenden Studie spannt er einerseits die Bögen in Form eines umfangreichen, exakt gearbeiteten und mit zahlreichen Quellen gut belegten, kulturpolitischen Geschichtswerkes von den Ursprüngen bis in heutige Tage. Andererseits versteht er von Anfang an, uns mit den daraus entwickelten, begleitenden Thesen zu fesseln, uns die Einzigartigkeit des Judentums, aber auch jene der daraus resultierenden Anfeindungen seit dessen Entstehen sehr nahe zu bringen. Seine Bögen enden nicht nur im Heute der instrumentalisierten Metamorphose islamischen Antisemitismus durch den “European Arab Dialogue”. Mit seiner Analyse der modernen “Anti-Israel-Amerika-Front” wirft er auch die Menetekel auf eine bedrückende Zukunftsvision. Ein Meisterwerk, das keine Wünsche offen lässt..."


[...]
Es ist der Aufklärung nicht gedient, wenn dem für die Sho’a verantwortlichen deutschen Volk nun auch noch die Schuld am islamischen Antisemitismus/Judenhass zur Last gelegt wird, auch wenn das in gewissen linken Kreisen willkommen ist...
[...]
Der Welt empfehlen wir, vielleicht kompetentere Rezensenten zu beauftragen, die der Leserschaft nicht zu desinformierenden Büchern in Bezug auf eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit raten, nämlich dem seit Beginn des Islam, also seit über 1300 Jahren bestehenden Judenhass/Antisemitismus von Muhammads Anhängern.
Ach ihr Lieben! Ihr Unschuldsengel! Ihr habt ja so recht, nur ist doch alles noch viel, viel schlimmer!

Diese Rezension ist doch noch Gold, verglichen mit der Rezension des Raddatz-Buches selbst in der Welt:
Ist der Islam antisemitisch?

Der Islamkritiker Hans-Peter Raddatz ist ein ehrenwerter Mann, aber er hat leider ein ziemlich konfuses Buch geschrieben. Er will eine wichtige These des Orientalisten Bernard Lewis aus ihren Angeln heben, die er gar nicht referiert, weil er zu sehr damit beschäftigt ist, Lewis als "Hofjuden" der Muslime zu beschimpfen. Deshalb sei sie hier in aller Kürze vorgestellt: Bernard Lewis glaubt, dass sowohl das Christentum als auch der Islam auf einem Urkonflikt mit den Juden basieren. Im ersten Fall endet dieser Konflikt für die Anhänger der neuen Religion mit einer Niederlage (der Kreuzigung Jesu), im Falle des Islam aber mit einem Sieg (dem Massaker an den Juden von Medina, von dem der Koran berichtet). Entsprechend unterschiedlich hätten sich die Angehörigen beider Religionen über die Jahrhunderte verhalten. Das Christentum schreibe den Juden eine unheimliche Macht zu, der Islam nicht: Muslime haben Juden meistens eher verachtet. Deshalb, so Lewis, habe die Gründung des Staates Israel - also die Erfahrung jüdischer Stärke - sie wie ein Faustschlag ins Gesicht getroffen...

Hans-Peter Raddatz möchte nun gegen Bernard Lewis nachweisen, dass es eine Kontinuität des islamischen Judenhasses gibt - von der Massenabschlachtung in Medina über die Pogrome, die auch unter dem Banner des Propheten wüteten, bis zum Großmufti von Jerusalem, dem Verbündeten Hitlers und Himmlers, und den Selbstmordmördern der "Hamas" von heute. Wenn der Rezensent das Buch von Raddatz halbwegs richtig verstanden hat, steckt dahinter eine theologische Konstruktion. Allah, der Gott der Muslime, strebt laut Raddatz nach Expansion, das heißt: nach Unterwerfung oder Tötung immer größerer Heerscharen von "Ungläubigen", während der jüdische Gott auf Einhaltung ethischer Vorschriften dringe. Allah spiele sich als "Herr über die Zeit" auf, während Juden von ihrer Religion dazu gehalten seien, im Hier und Jetzt Gutes zu tun. Das Judentum sei somit der logische Kontrahent des Islam: der Stolperstein, der ihm von Anfang an in den Weg gelegt sei.

Historisch versucht Raddatz, diese These dadurch zu belegen, dass er die Legende von "al Andalus" zerpflückt - jenem spanischen Märchenreich, in dem bis zur christlichen "Reconquista" angeblich die Anhänger aller monotheistischen Religionen in friedvoller Symbiose zusammengelebt haben sollen. Aber hier rennt Raddatz sperrangelweit offene Türen ein. Wo ist denn der Historiker, der noch an das tolerante "al Andalus" glauben würde?
[…]
Nebbich, was beweist das? Die Frage, die Raddatz beantworten müsste, lautet doch: Warum lebten etwa die griechischen Juden unter der Osmanenherrschaft relativ sicher, wenn der Islam dermaßen mörderisch ist? Und warum hat man sie gnadenlos verfolgt, als die Griechen ihren christlichen Nationalstaat gründeten?

Eine Zumutung ist Raddatz' Buch vor allem seines Stils wegen. Kostproben: "In der Umkehrlogik der Narzissten wird die ,Freiheit des Andersdenkenden' zum Mittel der Unterdrückung, so wie Luthers ,Freiheit des Christenmenschen' die Analisierung des Judentums verlangt." Wie bitte? Oder: "Es entsteht eine Umkehr-Realität mit religiösem Heilscharakter und einer eigenen Drehsprache." Hä? Ärgerlich auch Schiefheiten, merkwürdige Spekulationen, christliche Fehldeutungen in der Darstellung des Judentums. Nützliches leistet Raddatz allenfalls da, wo er arabische Mythen über das "ewige Palästina" widerlegt. Indessen kann man diese Dinge klarer in Joan Peters' "From Time Immemorial" - oder eben in Bernard Lewis' Klassiker "Treibt sie ins Meer!" nachlesen.
Kann es sein, dass Chava Gurion und Hannes Stein nicht dasselbe Buch gelesen haben?

"Der Islamkritiker Hans-Peter Raddatz ist ein ehrenwerter Mann…". Seit Shakespeare wissen wir, dass jemand, der so etwas sagt, eine Agenda hat und bei Formulierungen wie "Hans-Peter Raddatz möchte…" und "Historisch versucht Raddatz…" sollte diesem Rezensenten vielleicht einmal endlich jemand sagen, dass man sich von unten nicht herablassen kann.

Gescheiterte Herablassungsversuche sind immer peinlich, aber sie überschreiten dann die Grenze des unfreiwillig Komischen, wenn sie auch noch schlichtweg sachlich falsch sind: "Wo ist denn der Historiker, der noch an das tolerante "al Andalus" glauben würde?" Vielleicht hier? (Beispiele auch unten auf der Seite!) Tja, es reicht nicht aus, ein Buch zu verreißen, man sollte es auch begründen können.

"Nebbich, was beweist das?" Das beweist, es reicht nicht aus, Jiddisch zu sprechen, man muß auch etwas zu sagen haben. Das mag auch für Juden gelten, aber vor allem gilt es für Nichtjuden, die den Verdacht vermeiden sollten, sich an Ghetto-Folklore aufzugeilen.

Der insgesamt gehässige Ton, die unbewiesenen Unterstellungen und die Missgriffe in der Wortwahl wie "Wie bitte?" und "Hä?", die, so scheint es, Argumente ersetzen sollen und die uns hoffen lassen, dass er in seiner nächsten Rezension endlich auf die ihm congenialen phonetischen Grunzlaute der Mickymausheftchen zugreifen wird, lassen ein ernstzunehmendes Argument garnicht mehr erwarten.

Tja, es reicht eben nicht, Henryk M. Broder kopieren zu WOLLEN, man muss es auch KÖNNEN. Der Meister sagt einem immer sehr klar und wohlbegründet, WARUM er jemanden nicht mag. "Die janze Richtung passt uns nich" ist nicht genug, Herr Stein. Um ihn selbst zu miszitieren: Eine Zumutung ist Steins Rezension vor allem seines Stils wegen, und nicht dieses juvenile Gefasel ist das Problem, sondern die Tatsache, dass eine Zeitung, die sich als seriös versteht, so etwas überhaupt abdruckt. Gibt es eine Agenda? Wie sieht sie aus? Dieser Affront gegen die Intelligenz eines neunjährigen Kindes kann doch nicht nur zu dem Zweck publiziert worden sein, Stein eine sichere Position als Leiter der Abteilung für Kinderbuchbesprechungen zu verschaffen. Inquiring minds want to know!

Als nächstes können wir uns hoffentlich auf die Neuauflage der Encyclopedia Judaica, rezensiert von Hannes "Pimpelchen" Stein, in der Welt freuen: Grunz Oink Köffköff. Nebbich.

Wie wird man Islamexperte?

Wir entdeckten unlängst, dass der SWR im Rahmen seiner religiösen Sendungen auch eine für Muslime anbietet und wünschten, es wäre uns erspart geblieben.

Das saubere Ende der Kackwurst

An der Texas A&M University gibt es jedes Jahr einen Wettbewerb für die am besten passende Definition eines zeitgenössichen Begriffs.

Hier ist der Gewinner des Jahres 2007. Der Begriff war "political correctness".

"Political Correctness ist eine Doktrin, die von der illusionären, unlogischen liberalen Minderheit gehätschelt und wie tollwütig von den gewissenlosen Mainstream-Medien gefördert wird, eine Doktrin, die den Standpunkt postuliert, dass es absolut möglich sei, eine Kackwurst am sauberen Ende aufzuheben."

Das ist so gut, dass es von uns sein könnte, und wir bedanken uns bei Tomorrow War herzlich für den Beitrag!



Was die Frage nach der Urheberschaft des Zitats anbelangt: Das Link zu "Tomorrow War" ist tot. Ich habe mal im Internet recherchiert. Danach scheint es von dem umstrittenen "Shock Jock" Don Imus zu stammen.

Hier ist auf Spiegel Online ein erstaunlich differenzierter Artikel über Imus.

Januar 04, 2008

Grüße aus dem "Braunen" Osten



Unter dem Titel "Duisburg - “No-Go-Area” für Deutsche?" steht seit gestern in PI ein interessanter Artikel, aus dem ich hier zitiere:

Auf diesem Wege möchte ich einmal meine Erfahrungen zu Papier bringen. Ich bin als frei denkender, ganz und gar nicht ausländerfeindlicher und toleranter Mensch erzogen ... Jedoch haben mich Erfahrungen, die ich in den letzten fünf Jahren gesammelt habe, gezwungen, mein bisher ziemlich stabiles Weltbild nochmals neu zu überdenken.

Aufgewachsen bin ich in Essen/NRW, in einem ziemlich behüteten Umfeld, besucht habe ich eines der Essener Gymnasien. Die drei Moslems, die ich während meiner Jugend zu meinen Klassenkameraden zählen durfte, sprachen exzellent deutsch, waren immer nett und freundlich und schlechte Erfahrungen habe ich in dieser Zeit nicht gesammelt.
[…]
Nun ja, bis zu dem Zeitpunkt, wo mich das Leben nach Duistambul…nein, Türkisburg….äh Istamburg, nein…so: DUISBURG, verschlug und mein Leben sich radikal veränderte.

Die Erste Begebenheit, die ich schildere, ist wirklich so geschehen, auch wenn sie noch so abstrakt klingt.

Aufgrund mangelnden Haupthaars bin ich überzeugter Glatzenträger. An meinem ERSTEN Tag in meiner neuen Wohnung in Duisburg gehe ich Mittags zu meinem Wagen um zur Arbeit zu fahren, als ich hinter mir eine Stimme höre die brüllt:

“EY SCHEISSE ALDA, JETZT SIND DIE KACKGLATZEN SCHON IN DUISBURG”

Hinter mir steht eine Gruppe junger Moslems mit der traditionellen Stapelmütze, offenen Mündern, zu weiten Hosen und eigenartigen Frisuren. Ich weiß nicht mehr was ich gesagt habe, jedenfalls reichte es, das sich die kleinen vom Acker machten, mir aber in Hinterherrufen deutlich machten, das Sie mich nochmal sehen würden….soweit so gut.
[…]
Als ich an einem Morgen meinen Müll vor die Tür brachte, begab sich folgendes. Ein Radfahrer kam die Straße herunter und wurde durch eine sich öffnende Autotür vom Rad gehauen. Im Auto ein etwa 40-jähriger Moslem. Der Radfahrer gab irgendwas im Sinne von “Pass doch auf du Idiot” von sich, stieg wieder aufs Rad und fuhr weiter. Der Moslem sprang mit hochrotem Kopf wieder in seinen Wagen, parkte mit quietschenden Reifen aus und raste dem Radfahrer hinterher. Mit einem Affenzahn bretterte er die Straße runter, mehr als dicht an dem Radfahrer vorbei, scherte vor diesem rechts ein und haute ihn so zum zweiten Mal vom Rad. In meinen Augen mit der ganz offensichtlichen Intention diesen zu verletzten oder schlimmeres. Da die beiden in diesem Moment schon gut 500 Meter von mir weg waren, konnte ich nur sehen, wie der Radfahrer sich wieder aufrappelte und samt seinem Rad in eine Seitenstraße rannte... Ich rief dann am Nachmittag beim Verkehrskommissariat in Duisburg an und schilderte den Vorfall erneut, erstattete gleichzeitig Anzeige gegen den Fahrer. Hier sei anzumerken, dass die erste Frage, die der Beamte mir stellte “Der Fahrer war sicher ein südländischer Typ oder”? Auf meine Gegenfrage, wie er darauf komme, kam die Antwort “Das sei immer so”...
[…]
Duisburg als “No-Go-Area” für Christen/Deutsche ? Ich dachte immer sowas gäbe es nur für Türken und Ausländer im “braunen” Osten….Irrtum. Das ist das reale Ergebnis der Multi-Kulti Politik im Ruhrpott.

Niemand scheint das Problem zu sehen - niemand tut etwas … Ich wohne jetzt in einem ländlichen Vorort von Dinslaken, um mich herum Felder und ein Bauernhof. Wenn ich Morgens zum Auto gehe, grüßt mich manchmal der Bauer - das mit der “Kackglatze” ist dem irgendwie gar nicht eingefallen. Hier wohne ich gerne…..noch. Mal sehen, wann sie näher kommen.
Da ich in den Fünfzigern und Sechzigern groß geworden bin, spielt die Tatsache, dass das, was Familie, Schule und Umfeld anbelangt, ebenfalls unter privilegierten Umständen geschah, keine so große Rolle, wie bei dem Verfasser. Es gab eh noch keine Muslime in bemerkenswerter Zahl in Deutschland damals. Auch ich war, wie selbstverständlich, milde links und bereit, jedem, der etwas "gegen Ausländer" sagte, an die Kehle zu gehen. Vermutlich wäre ich noch gutmenschlicher geworden, hätte ich mich in pubertärem Widerstand nicht gegen Eltern gewehrt, die bereits in den Fünfziger Jahren das waren, was man heute "politisch korrekt" nennen würde – nur, dass das damals durchaus noch nicht politisch korrekt war.

Ich stamme aus dem "besseren" (östlichen) Teil des Ruhrgebiets, habe in den Achtzigern und frühen Neunzigern im ländlichen Umfeld bei München gelebt, danach acht Jahre in einer Großstadt in NRW, recht gepflegtes Viertel direkt am Park. Die Tatsache, dass ich durch die "Zweite Intifada" und danach durch den 11. September 2001 politisiert wurde, hatte nur mit einem Prinzip, nicht mit meinen unmittelbaren Lebensumständen zu tun.

Tja, und dann machte ich einen ähnlichen Fehler, wie der Verfasser: ich zog in eine Stadt im westlichen Ruhrgebiet. Ich kann jedes Wort, das er schreibt, bestätigen.

Heute lebe ich seit über einem Jahr im (um noch einmal den Verfasser zu zitieren) "braunen" Osten Deutschlands, in einer Kleinstadt in Sachsen. Der Kulturschock war beträchtlich größer als der, den ich während meiner Zeit in England empfunden habe und ist es immer noch. Dennoch kann ich nur sagen: nach zwei Jahren im westlichen Ruhrgebiet genieße ich hier jede Minute.

Es mag traurig sein, aber es ist mir völlig egal, WARUM es hier keine Muslime gibt, ob sie tatsächlich Angst haben, hier mit weniger Toleranz, als im Westen, aufgenommen zu werden oder ob sie es einfach vorziehen, ihre hervorragenden Infrastrukturen dort weiter auszubauen oder warum auch immer. Ich bin zu alt, um noch einen aussichtslosen "Dialog" zu versuchen, ich bin einfach nur froh, dass mir selbst der verprollteste Ossi (und weiß Gott – von denen gibt es hier genug!) keinen in die Fresse schlägt, weil sie ihm irgendwie nicht gefällt.

Ich habe es auch satt, dass nie irgendjemand ausspricht, WARUM "Ausländern" in Ostdeutschland allzu häufig mit Gewalt begegnet wird: nämlich dass wir es hier mit den Söhnen und jüngeren Brüdern derjenigen zu tun haben, die bis vor 18 Jahren noch begeistert FDJ-Uniform getragen haben und für die Gewalt, Rechtloigkeit und Unterdrückung zur täglichen Erfahrung gehörten. Aber eine solche Interpretation ist natürlich in Zeiten, in denen höchste moralische Autoritäten von einer "kommoden Diktatur" sprechen, nicht populär.

Im Kommentarbereich von PI wurde die Frage aufgeworfen, welche Partei man wählen könne, wolle oder solle. Ja welche denn? Die Herzjesusozialisten wären ja noch das kleinste Übel, hätten sie nicht den Herzjesu-Teil ihres Anspruchs längst aufgegeben. Die braunlackierten Sozis? You must be joking! Seit wann hätten sich Rassisten je TATSÄCHLICH um die weiße Rasse oder die westliche Kultur geschert? Die klucken lieber in Teheran mit dem kleinen Über-Arier im Rentnerblouson zusammen und verhindern die Übernahme der Weltherrschaft durch die Juden. Oder die rot- oder grünlackierten Nazis, die das auch gerne täten, sich aber nur (noch) nicht trauen?

Deutsche sind traditionell nicht konservativ, sie sind REAKTIONÄR, und das Umarmen eines reaktionären Todeskultes ist daher nur die logische Konsequenz einer tief verwurzelten Einstellung, auch wenn das noch so ansprechend als "tolerant", "liberal" oder "links" verpackt wird.

Noch eine Bemerkung zu dem Artikel selbst: Danke, liebes PI-Team, für einen hochtinteressanten Beitrag. Nur das Fragezeichen im Titel hättet ihr euch sparen können.

Vergeben ist göttlich

Eva Herman präsentiert ihre, naja, traditionellen
Familienwerte.
Eva Herman, Hotelkauffrau, Nachrichtensprecherin und viermal verheiratete Vorhut für Vamilienwerte ...uups Familienwerte, hat Johannes B. Kerner im Geiste ihrer zutieft christlichen und schmerzhaft selbstzufriedenen Gesinnung vergeben, dass er sie aus seiner Talkshow komplimentiert und damit ihre ohnehin schon gigantische Medienpräsent ins Unermessliche gesteigert hat. Übrigens in der für ihren christlichen Altruismus und überhaupt für Ethik allgemein so bekannten Bildzeitung (kein Link!).

Und niemand lachte.

Jetzt bleibt uns nur noch übrig, dafür dankbar zu sein, dass diese unerträglich demütige Knallcharge noch unter uns weilt, sonst würden kath.net, Bischof Mixa und die Bildzeitung uns jetzt erklären, dass sie für unsere Sünden gestorben ist.

Januar 03, 2008

Möchtegern-Konservativ, Deutsch, Orientierungslos

Wer Eva Herman erwähnt, sollte über Ann Coulter, ein anderes "konservatives" blondes Medienglück, nicht schweigen. Die ist etwa Hermans Jahrgang, sieht aber wie ein hundertjähriger Stoßvogel aus und gilt auf "konservativen" Webseiten in Deutschland als knackiges Nachwuchtalent. Ich kann nur vermuten deswegen, weil man hier erst dann von ihr gehört hat, als "konservativ" unlängst in Mode kam, obwohl es, wie in Deutschland ja nicht unüblich, sowohl von von denjenigen, die "konservativ" gut finden, als auch von denjenigen, die das nicht tun, immer wieder hartnäckig mit "reaktionär" verwechselt wird.

Januar 02, 2008

Das Christentum als Selbstbedienungsladen

Es ist schön zu wissen (wenn auch schwer zu glauben) dass es katholische Webseiten gibt, die tatsächlich NOCH dööfer sind, als kath.net.

Gloria.tv (Motto: "Je katholischer, je besser") hat unter seinen meistgesehenen Videos eines, in dem Benediktinerinnen (Ja richtig! Nonnen!) vor etwas, das, wie ich fürchte, der Altar einer christlichen Kirche ist, die auf heidnische Riten zurückgehende Tanzform Eurythmie zelebrieren. Eurythmie wird an Waldorfschulen praktiziert und hauptsächlich als Lackmustest für die Unterwerfungsbereitschaft potentieller Schülereltern und der Schüler selbst eingesetzt. Wer sich DAS gefallen lässt, lässt sich ALLES gefallen.

Der Heuler ist aber, dass dieses traurige Spektakel auf gloria.tv als "liturgischer Tanz" verkauft wird.

[Offenbar hat gloria.tv das Einbetten von Videos abgestellt. Hier ist das Link dorthin!]

Das sieht leider nur komisch aus, ist es aber überhaupt nicht.

Nun hoffe ich, dass die Experten von gloria.tv mir demnächst erklären werden, wann denn genau "Tanz" Teil der katholischen Liturgie wurde.

Zu ihren Gunsten - und auch zu Gunsten der offenbar ganz und gar peinlichkeitsbefreiten Schwestern - will ich annehmen, dass wirklich niemand wusste, worum es hier geht, nichts von den okkulten, rassistischen und antisemitischen Inhalten der Schriften des Guru Steiner, nichts von der Tatsache, dass der religiöse Ableger der anthroposophischen Bewegung, die Christengemeinschaft, von der Evangelischen Kirche als christliche Sekte eingestuft wird, wobei mir unklar ist, wieso eine Glaubensgemeinschaft, die auf Versatzstücke aus Buddhismus und Hinduismus zurückgreift und den zentralen Punkt der Christlichen Lehre, das Angewiesensein des Menschen auf die Erlösung durch Gott vollendet durch den Kreuzestod Jesu Christi, verwirft zu Gunsten einer beliebigen Selbsterlösungscharade, ausgerechnet als "christliche" Sekte eingestuft wird, aber ich habe Protestanten sowieso noch nie verstanden, was an mir liegen mag.

Und die Moral von der Geschicht? Dass selbst Klostermauern X-chromosomenbedingte Dämlichkeit offenbar nicht mehr einzudämmen vermögen und dass Totalverhüllung immerhin auch was Gutes haben kann.

Die Hellsichtigkeit der Herzogs von Edinburgh

Kenia hat ein Zündelproblem. "Dutzende Menschen in Kenia bei lebendigem Leib in Kirche verbrannt" lautete eine dpa-Schlagzeile des soeben vergangenen Tages.

Nairobi (dpa) - In Kenia sind Dutzende Menschen, die vor der zunehmenden Gewalt nach der umstrittenen Präsidentenwahl in einer Kirche Zuflucht gesucht hatten, bei lebendigem Leibe verbrannt. Ein wütender Mob habe das Gotteshaus angezündet, in das sich vorwiegend Frauen und Kinder geflüchtet hätten, berichtete die Zeitung «Daily Nation». Nach Angaben der Polizei seien bis zu 40 Frauen und Kinder gestorben, hieß es. Damit sind rund 200 Menschen bei Gewaltausbrüchen nach der Wahl am vergangenen Donnerstag ums Leben gekommen.
Also da haben irgendwelche Leute zufällig Zuflucht in einer Kirche gesucht, die dann irgendwelche anderen zufällig über ihrem Kopf angezündet haben.

Was mögen das nur für Leute gewesen sein? Wer flüchtet sich in eine Kirche? Google News gibt 146 Treffer für "Kenia Kirche" aus, auf den ersten Blick keine Erwähnung irgendeiner Konfession. Was, wenn die Flüchtlinge Christen waren? Eine Kirche ließe das ja nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen.

Also was sagt Google zu "Kenia Kirche Christen"? 37 Treffer, keiner von ihnen (ich habe alle gecheckt) hatte etwas mit den aktuellen Nachrichten zu tun.

Kann sich noch jemand an folgenden Ausspruch des Herzogs von Edinburgh erinnern? Er hatte am Unabhängigkeitstag Kenias, als grade die Britische Fahne eingeholt werden sollte, Jomo Kenyatta gefragt: "Sind sie sicher, dass sie das durchziehen wollen?" Und dieselben Medien, die sich nicht überwinden können, die Opfer primitiver Stammesgewalt beim Namen zu nennen (oder auch primitive Stammesgewalt primitive Stammesgewalt), nennen die erstaunliche Klarsichtigkeit des Gatten der Englischen Königin, der immer weiß, was er sagt, dem es nur wurscht ist, wenn sich d'Leut' darüber aufregen, dafür sehr dezidiert "Ausrutscher", "Fauxpas" und "Schnitzer", wenn es nichts von alledem war.

Januar 01, 2008

Leibstandarte Osama marschiert mit ruhig-festem Schritt

WENN er gut ist, ist er großartig! Henryk M. Broder unter dem Titel "Hagen rethet die Welt" über Hagen Rethers peinlichen Auftritt im Scheibenwischer am letzten Samstag:

"Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen, dann wills WIEDER keiner gewesen sein”, orakelt der Dhimmi und meldet sich freiwillig zum Dienst bei der Leibstandarte “Osama”. Leider haben wir den letzten “Scheibenwischer” verpaßt, weil wir die ZDF-Abschiedsgala für Dieter Thomas Heck mit Jürgen Drews, Costa Cordalis und Kurt Beck sehen mußten. Hier der Höhepunkt der ARD-Humorparade mit Hagen Rether, der sich sonst am liebsten am Papst Benedikt und Präsident Bush abarbeitet.
Tja, wenn der Deutsche Spießer sich als Vortrupp von irgendetwas wähnt, wird es immer besonders unappetitlich.

Und hier ist auch das Link zu Liza über das deutsche Kabarettunwesen!

Und hier ein späteres, auch von Liza, über Rethers Auftritt.